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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1934-07-01 · 7a (Mitte Juli 1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
10 (1934)
Issue
7a (Mitte Juli 1934)
Date
1934-07-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Sehe 6 Nr. 7» Gemeindeblatt der'Israelitischen Religionsgemeinde Dresden halten den abrahamitischen Geschlechtersegen lebendig"lfür die, die sich dazu erheben können, über wechselnd Vergängliches fortzublicken. Zart vorsühlend strecken die biblischen Namen gewissermaßen segnend ihre himmlischen Vaterhände aus, um die ganze Menschheit einheitlich zusammenzufassen. Wer heißt nach der Prophetenmutten? Oie starke Formkraft der jüdische« Namenbildung bleibt nicht binter der Vielgestaltigkeit des Lebens zurück. So wandelt sich der Name der Prophetenmutter Ehaisna, in verschiedenen Ländern zu Anna, Anni, Anita, Ännchen, Hannele, Nannerl,- der Name von Moses Schwester Mirjam zu Maria, Marie, Maro, Man'ane, Marinka, Margot usw. In Frankreichs erfuhr er die Scheidung vom Kosenamen Mariette zur geringwertigen Marionette, und der leichtfersiqen Marielle. Oer Name Iochanan (Gottbegnadet) wurde zu Johann, Hannes. John (Bull), jIean (potage), Oon Jüan. Oie ältesten biblichen Erzählungen lassen die Namen der Kinder vielfach aus zufälligen Erlebnissen der Mutter bei ihrer Geburt entstehen. Später nennen sie asterlei Vorzüge, die die Mütter ihren Lieblingen wie in alten Märchen wünschen. Es sei hier nur an Namen wie Schönchen, Gudula,' Glücket, Blümchen en'nnert. Die einem solchen Sehnen der Mutterliebe entstammenden Namen wurden auch zu Familiennamen fortgeleitet. So entstanden Namen wie Blumenthal, Nosenbe^g, Feilchenfeld und die vielen ähnlich klingenden und vielgestaltig bekannten Zusammensetzungen. Jüdische Namens im Adel Sie finden sich besonders in der auf die französische Revolution folgenden Neaktionszeit in den aus aufstrebenden Bürgerfamilien entstandenen jungen Adelshäusem unh in rein arischen schwedischen Familien. Man denke nur an die LiliepWasser, Lindenblüte, Palmenblatt. Eederström. Auch in den entlegenen Tälern des Inn haben sich Namen wie Stem, Spiegel u. a.1 erhalten, die bei den Juden auf Hauszeichen des Frankfurter,Ghettos zurückgehen. Aber diese- bis in die deutsche Vorzeit zurückreichenden Namen christlicher Adelsfamstien wurden durch die Vermischung ihrer Geschlechter in verschiedenen Vöstern während der Kolonisation vielfach entdeutscht und gingen daher zugrunde. Dagegen treffen die Nachfahren der Gbehojuden mit den vereinsamten Droler Bauern in ihren abgeschiedenen Tälern im. treuen Festhalten rein deutschen Kulturgutes durch ihre gleichen Namen zusamme». Astes in allem rufen die jüdischen Namen unsere Gemeinschaft - auf, auch weiterhin unser Lebensschiff hurch die Fährnisse der Brandüngen des Lebens hindurchzuschleifen. Im Vertrauen auf die bleibenden Werte unserer Gottesverehrung locken sie aus uns selber die Kraft hewor, der schwierigen Ansprüche der kommenden Zeit Herr zu werden, daß wir sie würdig meistern. für Damen schon von 12 50 an drum pflege man sie doppelt gut und Verkaufsstelle für SfeSbitM’. SOMMER XITESTES SCHUHHAUS PRESPENS Wilsdruffer Str.1. Prsgtr St .9, W'ltdrvfisr dir. 31 Wsllstr. 3 Süd Kstsslsdorfsr Str. 14 Amiliche Bekannimachungen Gemeindeamt, Zeughausstraße 3, Telephon 14051 und 17887, geöffnet für den allgemeinen Verkehr: Werktäglich von 8 bis 1 Uhr. Sprechzeit, des Syndikus und Leiter dcö Büros,?r. Manfred Saalheime r, von 11 bis 1 Uhr. Geschästsführender Vorsteher.- Herr Max Lesser. Sprechzeiten der Herren Rabbiner. Die Herren Rabbiner sind in sämtlichen seelsorgerischen, be- -oiidcrs auch persönlich-religiösen Angelegenheiten wochcntäglich zu folgenden Zeiten zu sprechen: Rabbiner Professor Or. Winter, neue Adresse: Gedanstr. 24, Erdg., Telephon 47355, von 11 bis 1 Uhr. „ Rabbiner Tr. W o l f, Zeughausstraße 1, 3., Telephon 14 051 und 17887, z. Zt. in Urlaub. ,Tcr Gemeindcdajan, Herr Rabbiner H o r o w i tz, Große Zwingersiraße 12, ab 20. Juli täglich 9 bis 12 Uhr. persönliche Rücksprachen mit den Vorsiandsmitgliebem vermittelt das Gemeindeamt. Wohlfahrtsstelle:. Sprechstunden MontagS, Mittwochs und Freitags von 9 bis 10X Ubr. Ausgabe in der Kleiderkammcr ist nur noch jeden 2. und 1. Tonnerstag jeden Monats. Beratungsstelle für Berufsumschichtung: Dienstags X10 bis 11 Uhr. Bibliothek (Zeughausstraße 3) geöffnet: Sonntags, vormittags von ii bis 12% Uhr, mit Ausnahme der Schulferien. Ferner regelmäßig Dienstag abends von 7'/, bis 8'--'« Uhr. Personalien Barmizwohü: In der Synagoge, Zeughausstraße lb. 18. August 1934: Rudolf Weiner, Sohn des Herm Or. Willi . Weiner, Meißen. 18. August 1934: Joachim Werner Grün, Sohn des Herrn Or. Alfred Grün, Henzestraße 8. Trauung: 24. Juli 1934: Herr Kaufmann Ernesi Kardorf, Oreeden mit Fräulein Gerda Kupfermann, Mathildensir. 37 bei Lundin. Ster befalle: 21. Juni 1934: Frau Helene veno. Hinzelmann geb. Hirsch. 3. Juli 1934: Herr Kaufmann Max Loeser, Eollenbuschstr. 21. 6. Juli 1934: Herr Arnold Scharf, Pöppelmannstraße 7. 12. Juli 1934: Frau Eidonie Oesterreicher geb. Hirschmann, Mathildenstraße 29. (Sa feiern am l. August 1934: Herr Isaak Echlicher, Blumenstraße 64, l.. 70. Geburtstag. 12. August 1934:'Herr Alexander Buckwitz mit seiner Gattin, Grunaer Stt. 22, die Goldene Hochzeit. Bankhaus SebeÄrnholS Dresden, Berlin Gegründet ISS4 Dresdner ^auptgeftbäft: IDaifrnbausfhvgc 18-22 S*rltn«r Zaus: XVrlm w 8 vebrenftraße er-8Z Noftenlose Seratnnj In allen Hy7»theten n. SeundstückSangele^en c t.u

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