Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 1 (1.1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4892693-5739425-5770054--1899-4894495- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
>er Israelitischen J^eligionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorstandes .teilungsblatt des Sächsischen Fsraelitischen Gemeindeverbandes * che Schrlftleltung: Leo Anschel, Dresden / Verlag: T-jc(itifd)e Jleligionsgemeinde Dresden / Druck: A. Gruhnert, Dresden-Ll. 1 lahmestelle für Inserates Fac. Sternlicht, Striesener plaf- ' Ruf 18631 / Oie 4mal gespaltene tn-mm-Zeile kostet 22 pfg., laufend Rabatt » Orest' i, Januar 1934 •b*> .> * Rummel l Jüdische Zugend flr. Friedrich Brodnih, Berlin ^'.e lüd «Me Fugend Deuhchlands hat sich schon im 3jihrf 1926 Vrir >iei.1>eaus'chuß der jüdischen Fugendverbändc eine» organisWr-r.sil'cn öalt geschaffen, der sich in der Arbeit der letzten Fahre m bewährt hat./ (Sic ist mit diesem Zusammenschluß einen Weg »gen, den die großen jüdischen Organisationen und Fnstitustonen se^ in der Reichsvertretung der deutschen Juden nachgegangen sind. Cie ging dabei von dem Gedanken aus, ohne irgendeinen Eingriff in die innere Arbeit und Richtung der Bünde vorzunehwen, die gesamte jüdische Fugend zusammenzuschließen zu gemeinsamer Vertretung und einheitlicher Arbeit in sozialen Aufgaben. Heute ist dem Reichsausschuß der jüdischen Fugendverbände die überwältigende Mehrheit der organisierten jüdischen Fugend angeschloffen. Aussichtsreiche Verhandlungen mit den noch Außenstehenden lasten hoffen, daß in Kürze die gesamte organisierte jüdische Fugend ihre Vertretung im Reichsausschuß sehen wird. Die Arbeit des Reichsausschusses hat nun in letzter Zeit nach außen wie nach innen an Bedeutung gewonnen. Rach außen dadurch, daß der Reichsausschuß durchs die Fugendführung des Deutschen Reiches als die alleinige verantwortliche Spihenorganisatwn der jüdischen Fugend bestätigt worden ist. Oie Fugendführung'des Deutschen Reiches hat erklärt, in allen Angelegenheiten der jüdischen- Fugend nur noch mit der Führung des Reichsausschuffes verhandeln zu wollen, und sie hat gleichzeitig ihre Landes- und provinzialbeauftragten angewiesen, nur mit den entsprechenden Vertrauensleuten des Relchsausschuffes im Lande zu verhandeln. Damit ist der Reichsausschuß zur offiziellen Vertretung der jüdischen Fugend Deutschlands gegenüber der Fugenbführung des Deutschen Reiches geworden. Bei der außerordentlichen Bedeutung, die der Fugendführung des Deutschen Reiches von Regierung und Behörden eingeräumt wird, eröffnet sich, hier ein großes und verantwortliches 'Tätigkeitsfeld für die Führung des Reichsausschuffes und die Landes- und Ortsausschüffc. Die Fugendführung des Deutschen Reiches hat ferner dem Reichsausschuß der jüdischen Fugendverbände die Berechtigung erteilt, Führerausweise auszustcllen. Fn den nächste» Wochen werden alle Führeg von Fugenbgruppen, die dem Rcichsausschuß angeschloffen sind, Lichts bildausweise erhalten, die neben den Personalangaben und der Be> rufszugehörigkeit eine faksimilierte! Wiehergabe.-des Berechtigung^ schreibens der Reichsjugendführung enthalten. Damit .wird jcd»r dieser jüdischen Fggendsührer die Möglichkeit haben, sich jederzeit Behörden uns amtlichen Stellen gegenüber 'als verantwortlicher Führer einer der Reichsjugendführung gemeldeten und von ihr zugelaffenen Fugendgruppe auszuweisen. Die Ausgabe dieser Ausweise belastet den ausstellenden Reichsausschuß der jüdischen Fugenkiverbände mit einer großen Verantwortung. Es ist zu hoffen, daß die Bünde bei der Auswahl ihrer Führerpersönlichkeiten mit besonderer Sorgfalt vorgehen werden. Fn einem Verpfiichtungsschein, den jeder Ausweisinhaber unterzeichnenmuß, ist zum Ausdruck gebracht, daß sich jeder Fugendführer als verantwortlicher Vertreter der gesamten jüdischen Fugend in seiner Arbeit und in seiner Haltung fühlen muß. Reben diesen Ausgaben best Vertretung nach außen sind gleichzeitig die innerhalb, der jüdischen Fugend zu leistenden erheblich ge- . wachsen. Oie gesellschaftliche und berufliche Umwälzung der letzten Monate hat sich naturgemäß unter der jüdischen Fugend besonders stark ausgewirkt. Oie sich daraus ergebenden Probleme können nur in gemeinsamer Arbeit gelöst werden. Dies gilt besonders stark von Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten e. V., Ortsgruppe Dresden veranstaltet am Dienstag, den 6. Februar 1934, 20ts Uhr im Festsaale der „Harmonie“, Landhausstraße 11, einen Vortragsabend, zu dem die Gemeindemitglieder hiermit ganz Ergebenst eingeladen werden. . Es spricht: Rechtsanwalt Dr. Urias, Vors. d. Landesv. Hamburg, über »Schicksal und Wille « Eintritt: Mittelsaal 1.— RM, Seitensaal 0.50 RM, Jugendliche 0.25 RM Kartenverkauf: Theaterkasse im Reka / Buchhandlung Strauß, Waisenhauistr. 25 / Blusenecke, Webergasse 1 ' Kart Meyer, Hauptstraße Ecke Heinrichstraße Keine Abendkasse! > l