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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-12-01 · 12 (12.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
12 (12.1931)
Date
1931-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Gemem-eblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden <«miiinmif;iuiu’(aHiiut»ffiMBw»iaanuuiuiKt> Amtliches Organ des Gemeindevorftandes <NiWi»i!»!ii»ili»li>illlinii««MMlMi„K> Mitteilungsblatt des Sälbsiilben iiraelittilben Gemeindeverbanbes Verantwortlich« { Alleinige Anaabi öchriftleitong: Leo Anfchel, 1 nestelte für Inserate: Iar. Etei lresben Verlag: Israelitische Religionsgemeinbe Dresden - Druck: Kaden L Couch-, Dresden-A. mlicht. Zeogbausstrabr 3.1. Telcvbon 14051 - Die 29-nun-Rorchareillereile tostet 30 Pf-, laufend Nadatt VII. Jahrgang ü s Dresden, Dezember 1931 mm Nummer 12 Inhaltsverzeichnis: H. Schocken: Helfen wollen wir! / Joses Rastein: Tie Makkabäerkriege! Schalom Asch: Freitc Nachruf für Arthur Glauber / Amtliche Bekanntmachungen / Bereinsnachrichten / Kinonachrichten / Geschäftliches »g im Städtchen / Kalendarium Holle« wolten wir! (Einige Bemerkungen zur Winterhilfe Bon II. Schocken. Wir stehen noch mitten in der Sammlung für die Printernothilfe. Es ist gewöhnlich sästver, ein Resultat voPvegzunchmen, bevor die Arbeit beendigt ist. Bei dieser Lammlnng kann inan schon heute sagen, Latz das Ziel, das der'Anreger dieser persönlichen .Hanssammlung sich gesetzt Ijot und das von den meisten als unerreichbar angesehen wurde voll und ganz erreicht werden wird. Schon bei der ersten Sitzung der Mitarbeiter, die sich freiwillig gemeldet hatten, nwr man erstaunt darüber, mit »sicher frohen Zuversicht und mit welcher Begeisterung die sclMnerige Aufgabe des Geldsammelns übernommen jnmrbe. -Trotz der antzerordcntlich schweren Zeit und trotz her allgemeinen düsteren Lage und der besonderen schwierige!« Verhältnisse innerhalb unserer Gemeinde wurde die Arbeit mit frohem Mut unternommen. Rur ein Teil der Besuche sind bis setzt gemacht worden, aber es war kaum einer ohne Erfolg und fast jedes Ergebnis entsprach den gestellten Erwartungen. Alle Mitarbeiter sind starkbeschäftigte .Kaufleute, Fabrikanten oder Akademiker, und wie das immer der Fall ist. haben gerade die Besckiäftigten unter ihnen ihre Arbeit zuerst dnrcligesührt und zuerst abgerechnet. Im Laufe der nächsten zehn Tage wollen wir diese wichtige Aktion zu Ende führen. Wir hoffen, durch diese Sanimlung in die Lage versetzt zn werden, diesen Winter hindurch mehr und bessere Hilfe zu leisten, dort, ivo Unterstützung und Hilfx nötig ist: Hungrige zu speisen. Kranke zu heilen. Obdachlose zu schützen und Schwache zu stutzen. Wir wollen möglichst ach Mitglieder unserer Gemeinde besuchn, von denen man Lpcnden erwarteil darf, und ivir hoffen, datz diejenigen, die wir aus irgendeinem Gruilde nicht erreichen können, ihre Spenden ohne Ansforderung an die Winterhilfe der Gemeinde überweisen werden (Konto: Indische Winterhilfe beim Bankhaus Gcbr. Arnhold). Für uns, die Mitarbeiter dieser Sammlung, ist es eine sctlöne Erfahrung, immer wieder und wieder bei unseren Besuchen zu sehen, datz die jahrtausendalte Tradition für Wohltätigkeit und Hilfsbercitscl)ast in unserer (öemciii schaft auch heute noch lebendig in allen jüdischen Herzen lebt. Das harte schvierige Leben und mehr noch das übermütige Leben der letzten Jahrzehnte bat Pessimismus und religiöse Gleichgültigkeit an die Obcrfläcl>e gebracl)t, aber unter der harten, oft imscliöuen' Schale flietzt noch immer das warme Blut der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, das uns von Generationenunserer Vorväter überliefert ivorden -ist. W i r danken nuferen Mitarbeitern, die gleichzeitig a n ch d i e g r ö tz t e » Spender waren, und allen S p e n d e r n, , n i ch t nur für ihre schnelle Hilfsbereitschaft, sondern auch für das Vertrauen in die G si t o der Menschen, da sie in uns erwerft oder hef.estigt haben. Mit diesem Gefühl der gegenseitigen allgemeinen Hilssbereitschast werden wir geläutert und gestärkt auch durch die schwerste Zeit hindurchkommen. Die Makkabäertriege' y Von Josef Kasfein Die Einwirkung des Griechentums auf Judäa geht,, so lange die Herrschaft der ägyptischen Ptolemäer bmiert (320 bis 180), von den Griechen und griechischen Mischlingen selbst nur passiv aus, eben durch die Tatsache ihrer Anwesenheit. Das ändert sich, wie der Seleucide Antiochus HI., der Grotze, die Aegypter aus' Eölesyrien vertreibt und Judäa damit ihm5 zufällt. Nunmehr ist Judäa gewissermatzen die südlichste Provinz Griechenlands geworden, cs ist Bestandteil der maze- * Aus «Eine (beschichte der Jude»". Ernst Rowohlt Verlag, Berlin 1881. donisch-hellenistischen Wirkungssphäre im Orient beherrscht von den Selcnciden, die für friedlickie wie für die gewaltsame Hellenisierung des Morgenlandes die leidenschaftlichsten Ver treter waren ... Auch in Judäa verstärkt sich der Hellenisierungsprozetz. Dieses ständige Leben in der Anspannung und Gebundenheit, verschärft um die Strenge des Rituals, verlockt zum Aus brechen in die Erregungen, Getzüsse und Ablenkungen von Kleidung. Tafelsreuden, Theater. Volksbelustigungen, Sport- und Wettkämpfen. Es bleibt da nicht bei einer unschuldigen Nachahmung, denn in einer Gemeinschaft wie der jndäiscben. Spendet zu Chanukkah für die Winterhilfe!

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