Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 9 (9.1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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eeite 10 iemeindeblatt der Israel isch en Religionsgemeinde Dresden Nr. 9 verbot hocl’ji itifiibrc!t. Mcstetiiibcr j>er Perorbnung bo»' Polk-:-- atlbiiitiKininiitertnin» vom t. Jitfi 19-J9 lrelchc bie Anfnahme ' mnVtvr :t{cIüiioii-:-;eimircit in bic .-jeiignisie bcr höheren 2dutlcn für unmlafüi; erf Wirte, uuirbe vom 2jAg. eine .stommission gebildet, ivitcbenb an» den verteil iHabb.ner 2r. (golbmann, Veip.jfd, 'oeriieher 2r. ('lalbberfl nnb bem 'iVridnentniter^ Mit bcr '.In»« arivitmtit einer entu'reihe nben üiruvibc. an bac- Ministerinm nutrbc vvnnanji betraut. Tiefe forberte: \. .'iimviibniut von öffentiidien Mitteln;nr Be;ahlung becr>t.r -. ■::fet>oit. öicluiiniK-nnterridit-:- nnb 'i'cii’lbninr bec- .chu;». IS. .Jiniehmiti bc-:- jübtidicit :>irIiflUin-:-k’brcr-:- in ben .jeiisnrentonrrrcn;cn nnb 'Vtnfnabtne sowie iiehiibrenbe 'i'eirertjinii seiner i.nnir in ben 2 dinl Zeugnissen. Tie ifimmbc iinni in (rrcniplarcn an ba» Ministerium nnb in Iihi 2iinfetran ben rj.mbtaii. '.Inf rin trag ber ('«eineiitbe Planen jinirbc eine an» ben .verren iHedUvaniualt 2alinßcr, Trec-ben. •'!aiv-;::er Tr. t'>olbma'nii nnb veimanii gebildete Tepniaiion ge» mahl!, me!die bie triitflabe. vor bem Miniileriiim periönlidi rer« treten tollte, beider trat bic ’.lhorbnnnn nidit .iin'ainiitön. Vluf b.rn am 15. '.l’idrj I!>!!>> ahae halte neu ■i;erhattb-:-hiit ber 2teilte baaenen befien Poriitzenber, iHedite-auivalt 2aliii|ter, mir. ö it! bie tinniabe wenig Vltien ht ans lirfola habe, trinem '.Mn» travt: vettnaniKnattgebenb. chesctiloy nun ber Perbanb einstimmig, n.tev Anboning einer Anionläi.Notfälleunser Nedit btirdt .stlage . .im 2ta.tivgeridtie-hof zu erkämpfen. Tae- Wirtshaftcminiiterinm ei.tei: eine PeroroMtng, bie Benrlanbnng ber iseaelittsdten 2dntler :-er v.mbeie-tehranitalten an 2abbaten nnb israelitischen ,vcier» tagen,- eie Befreiung vom 2dtreiben nsm. an biefen Tagen, enblich bie ttitnliidttnabinv auf bie Empfindungen '.Miibere-bentenber im IteustuH S)as größte Schuh-Spezialhaus 1 Dresdens mit der größten Auswahl und dem größten 'Umsatz, Unterricht betrcffenb, bie sich an bic iezüglidie bes Polkc-bilbniigSministerinmc anschliegt. Ter Ifntiunrf' cinec. Wcfcbce, bje ö:fentltdi«rehtlidicn iiieligio»»- geseUsdiasten betrcffenb, ficht eine Tienjlstrafvrdiinng für bic Beamten vor. welche vom Perbanb für bie -hin angeschlossenen Ke» itteinben unter Mitwirkung ber Na tbitier nnb bcr 2^ii. ancgearbcilet würbe,;fur Mlärnui; bec?catn teureht» ber Nabbiner. Lehrer nnb sonnigen Wcmeinbcbeant;eitwürbe vom 2^('V eine stommission gebildet, ber auch veiinaitii atigehört. Unsere Mitgliebsdiaft im 2okl. fällt einerseits in eine iseit wirtsdiaftlidier Not, anberseil» in eine Periode der bedeutsamsten staatogesetzlidteit Negelnng ber öffentlidi-redillidien Perlältnisse bec- 2nnb seiner ütcincinbcn. Tabei hatte» wir iverivclle- Mitarbeit leisten können .znm 2ege» unserer (sSemeinben wie i nseres 2tanbec-. Anstelle becltbivesenbCn »ollege i Melier;tzib dass,-. Leipzig. '.Mnfklärnng über unsere stasseiwerhältnisse. Tie - Persammliing bankt bem Porstanbe für seine Arbeit nnb erteilte einstimmige Entlastung. Nun referierte veintann über bie lese bliche Negelnng ber Per» hällnisse ber israeliusdien Neligioi c-gemeiiiben im .vreiiigale 2adisen. Er charakterisierte kur; bacblesev» bie israeliiisdien Neli- Nioiic-gemeinben betrefsenb, vom. IO. 'utnr l'.MU. Ter neue Entwurf eine» einheitlidien Kesetzecfiir alle offeiitlid'-rehtlidien Neligionc-gesellschaften Ladisencvom 17. Januar 11)711 bebeniel für und eine wesentliche Besserung, iitbejit er unsere völlige Kleid) iteUnng vorsieht. Jviir uns Lehrer ist zur VliK-iibntiit behörblidier Befugnikse berufenen T rgane ber N e l i g io nc-geseUschaften und ihrer Unteiverbänbe sind öffentliche Be Horben, bie Äemter öffentlidtc '.Metnter. ‘ in bezug ans bie Beurteilung ber Bei inteneigenschaf< ist bie Por» bilbniig ber Beamten, ba ihre Beitiinmnng lebiglidi. 2ahe ber Neligioticgesellfdiaften ist. Tie Beaint n sind bnrh eine» »ach den üinttibituten becöffentlichen Nechlcza beiirteileiiben '.Miistelluiig»- akl anznsteUen. Tie (ilemeiuben köinie» die Beainteneigensd'aft becsviinkrionärcliidit bnbnrdt iimg-'H n, bas; sie ihn auf-Privat« bienstvertrag aiiftetlen. Tie weiteret '.Mnc-fühniiigeii .^>eimanncbeden fielt mit beut anc-gezeidineten Ncferale bec .verrn!>iabbiner» Tk. <i>olbmaiin, wec-halb. um Wieberl oliingen zu aermeibeit, auf bieseckurz verwiesen sei. Tr. l'Vblbinaitn führte anc-i Tie 2achsen sind gesevlidt öffentlidi-redi^lidte »örperschafien. ghre weseiitlidie» '.Mngeilellien sind also im '.Mnikel 1 <» Ziffer Beamte. Ta bei tnciitbeperbanb alceine Neligionc-ge sellIchaft ebenso wie die Lanbec-. kirdien offiziell anerkannt ist^ kann (tictncinbcit bec sereisiaalec- 2inne ber Neichc-versassnng r Lächsisdi - israe > itis die t'ie» ecüber, diese ss-rage feine Meinnngc-versdiiebenheiien geben. Unter ben ,'vnnftionären meiitben müssen zwei »ategorien nntersdiiebe» werbe»/ Ecgibt solche, bereu. Tätigkeit für bac- Wes» n einer Neligionc-gemeinbe diarafteriitif h nnb wesentlich ist.;fn hnen gehören, bie lüabbiner, Lehrer, >tantoren, 2diüditer nnb oberen Perwa11nngc-bea,11ten. E.- giht aber and, '.Mngesiellte, weldie iveni zer diarakleristisdie Arbeiten auc-fübren, z. B. >lafse»angestellte. - direiber. im iiicberen Perwaltiingcbienst Tätige. Erilere besitzen fraglocbie Etgensdiaft al» Beamte, letztere können auch auf Privalbienilverlrag angestellt werben. Ecist aber glich nicht angängig, ss-nnklionäre ber ersten Kategorie batiernb ober andt nur längere ,'set> im Instanbe bec- Privatangestelltenverhaltnissectätig sei t zu lassen. 2dmtnfen ent« stehen diesem Nechte der Beamten nur babnrdi, bas; nach bem säcchiisdien (iiesetz, abgesehen von '.Musnahmi fällen, für bie Beamlen ber öffeiitlidi-reditlidien >lvrpersdtaften bie deutsche 2taatSangeHörigkeil verlangt wirb. 2elbstverstänblfch komii t auch die finanzielle .straft einer (slcincinbe in Betracht. Ter 2äihsisch-israelitische Olemeinb.'- verbanb ist aber im wesentlidten barn it gegründet worbet;, damit ein ',Mnc-gleid> slaltfinben nnb auch bin kl-'ineren (ge me in ben ihre Tvitttftionarc alc- Begmte aniteUcn können. Ancber Beamteaeigensdiaft ergibt sich bac- Nedlt ans lebe ic-länglidie Anstellung nadi einer gewissen Tvrift. Üfabbiiter, illozn t ndi bcr Tajan gehört, .(tan« toren, Lehrer, 2diädtler nnb obere Per valtungc-beamte müssen lebenc-länglidi angestellt sein. Ebenso lann ihnen, an{;er bnrd) ein für alle 'Beamten gültige» Neidic-geseii. ihr Einkommen nidit geschmälert werben. Tecweiteren haben sie bac- Necht ans ein georbnetec- Tisziplinarperfahren im ss-alli von Anschnlbigtingen. Tie jetzt auch für bie jübisdie Neligionc-tzesellfchafi 2achsen» aitc-gearlieitete Tisziplinarorbiiniig stellt ein Neckt unb eine 2idiernng ber 2ielln»g ber Beamten bar. Wei Beamter ist, mns; freilich iiod; festgestellt werben. Auf ber letzten (gemeitibeverl'anbSsitzung iii ein Auc-sdiits; eingesetzt worben, veldier diese sveststellnnge» treffe» soll, ^n Wirklichkeit wirb Beantter sei», wem diese Eigenschaft durch WcnicinbcDerbnitb nnb Wemeinbe ziierkannt wirb. A» den oben gegebenen objektiven Niditli iien kann aber babei nicht vorübergegangen werben, .((einerlei Bigriinbnng hak ba» 2tenerprivileg für (gemeinbebeamte. Ebenso wie für 2taatcnnb .stominnnalbeamte ba» 2te»erprivileg längs entzogen ist nnb sie ebenso zu ben Lasten beitragen wie alle atberen Bürger, ist ec für jübisdie ('Scnicinbcbcaintc unsinnig gen orben. Ecwirb leider ton-