Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 7 (7.1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Gvmem-e-Iatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden <mmiiHwiinimn’nnnmiiNniinuiiiiiiRmHiiNiiiM> Amtliches Organ des Gemeindevorstandes <N»»i»»ii»»»»»»i»»»»i>i»»i»i»»i»»»l»»i»»«> Mitteilungsblatt des öüWslben iiraelittilben Gemetndeverbandes Veranttoorll. Schristleitung: Bürodirektor LPloemacher, Dresden-Verlag: Israelitische Religionsgemeinde Dresden-Druck: Kaden LLomp., Dresden-A. Alleinige Annahmestelle für Inserate: Iae. Sternlicht, Ieughausstraße 3.1. Telephon 14051 - Die 29-mm-Nonparcilleteile kostet 30 Vf., lausend Rabatt j VII. 3a(>rflanfl| | Oresöen, Juli 1931 8 M Nummer 7 Inhaltsverzeichnis: Skeueranmahnnna / Don Ji'aac Abarbanel: Die Bertreibung der Inden aus Spanien im Iah Weinreich: Indische Tnbetkiilosensüri'orae / KemeinderatSproiokoll / Amiliche Bekannlmachuna<n / Vereine / ibentcr uiro re 1492 Irieda . 1 Kalendaiium §t«neraiimahnniig Am 15. Juli wird der zweite Termin der Gemeindesteuer-Vorauszahlung für das Kalenderjahr 1931 fällig. Es sind aber nicht nur viele Mitglieder noch mit dem ersten Termin, sondern sogar noch mit beträchtlichen älteren Steuerschulden im Rückstände. Es ist nicht nur die traurige Wirtschaftslage, womit das langsame Steuerzahlen begründet wird, es wird uns auch in vielen Fällen gesagt, daß gegen die Festsetzung der Reichseinkommensteuer Einspruch erhoben sei, und es wird verlangt, daß deshalb die Gemeindesteuer bis zur Entscheidung über den Einspruch gestundet wird. Die Einlegung eines Rechtsmittels befreit aber nicht von der Pflicht zur vorläufigen Zahlung der Steuer, sondern jedes Mitglied, das dazu noch in der Lage ist, hat die Pflicht, uns die fällige Steuer zu überweisen, um die Gemeinde, die unter der wirtschaftlichen Not genau so leidet wie der einzelne, zu stützen. Wir bitten unsere Mitglieder, auch zu bedenken, daß die Vorstandsmitglieder ihre ohnehin mühereichen Ämter, die viel Nervenkrait und Zeit erfordern, ehrenhalber ausüben und daß srt“ verständnisvolle Unterstützung aller erwarten, namentlich daß ihnen ihr Amt nicht durch unnötige Steuerbriefe erschwert werde. Dresden, im Juli 1931. Der Vor*taiiri «ler l«raelitiN<*lien DeliKioiiNgemeiiMle xu Dre*<len Rechtsanwalt Paul Salinger Sanitätsrat Dr. Zimmermann Samuel Weiger Dr. John Levy f Direktor Erich Schapira Die Vertreibung -er Juden aus Spanien im Jahre HPi (fniiblt Hon Ton Tsiaac A b a r b a n e l in her Eiiileftnna zu ji'inem Mouiiunitar ,»»i Buch der Möiiifle. Ter ii. ttiu iit in der ('k'frtnriite der .luden ein Tn«, nn den ii» eine tHeihe t muri «er 15 reinm'fe knüpft, »tiveimal wurde (in Mclcni i.iflc der Temvel lerdürt. .'<xil u. durch Bevnkadnczar und 7» n. durch Titu?. Am gleichen Tage 14112 wurden die .luden an? Lvanlen vertrieben, lieber {tiefe? Irrcimti? berichtet rin Augenzeuge. Ton .lfaak Abarbanel. der eine Iwbe WürdenileUnng am <>itfe batte. Tie jiingften Ifretaniffc in Lvanjen scheinen auch eine Wlederantmatbiing jene? Unrecht? z,z bringen. 2>or kurzem la? man eine »!citnng?nottz totgenden anbalt?: „Ter koziakistifche Biirgermelfter von Toledo. Ballester, ein bekannter Borkämvfer der Bevnbllk, bat an die iiidif.be läemelnde von Saloniki und an die Berejnianng sevbarbischer »luden in Amerika und »lernfalem ein schreiben gerichtet. in dem er erklärt, er werde sich freuen, ln .feiner Ltadt die Batbkommen ibrer einftmal? vertriebenen beiten Bürger begrüben »n dürfen. Tie Botschaft trägt offiziellen Ebarakter und besagt ferner, dab der Magistrat von Toledo den rückkebrenden »luden felbftverftändllch die alten LnN agogen f..Tet Iransitv" und .A'n Blanea"! zu rückgebe .t werde. Ebenso wolle man ibnen da? gesamte' (Gebiet de? ehemaligen jüdischen Biertel? für An?grabnngen und zur Anfiedlnng zur Berfügnng stellen, «chllebllch verspricht Ballester. dan er selbst und alle feine ,>rennde den rü-k kebrenden »luden jederzeit gern mit Bat und Tat zur Leite sielten werden. »ln Barcelona ist der Madrider ilübrer der jüdischen viemeinde. Tr. Eoriat. ein an? Marokko stammender junger Melebrter. der in Madrid seit langem al? Lmidikn? einer sranziisischen Bank tätig ist, eingetrossen. um mit den Bebürden über eine grübere jüdische Anfiedliing in Bareelon.t zu verhandeln." Als ich am Anfang des sichres r>211 (1181) mich .ikastilie» fam, wurde ich Zinn dtönia. der über itastilien, Arauoitieit, Uatalonicn, Lizilien und andere Inseln Herrschte, befohlen. Als ich in den Palast fam, fand ich fliitine Ausnahme bei dein diänin "»d seiner ('ieinahlin und fand ('Imn't bei den <'iros;en im Pate und verblieb acht Satire ini Dieniie des dlöibchs. »'..b erwarb wir Aeichtiiiner und (lirnndbeiih. darunter ninüten meine Ltndie» leide», und idi veriännite meine Pflicht im Dienste Israels, in der (rrsorielmna nnd Erflarninl dcr Heiliilen Lchriften. während ich dein weltlichen-Dioune mich ividinete. lind im nennten Satire, dem Jahre n»w er oberte der dtönia das Weich l'lranada. und. dieses (5rei,l»is brachte ihn in seinem Wahne zu einer schwepen Zchnld. „Wo mit", sprach er zu sich, „fann ich ineinein l^olte, der mir diesen Diea verliehen, besser häufen, als das; ich die zerstreuten, Dchafe Israels, das Polt, das in Iinsiernis wandelt, unter seine AiiliciK.' bringe und die verlorene Tochter seinem t'ilrm ben und hiejet; znsiihre oder sie ans dem Lande weiie. das; sie nie wieder unter meine A»ge» fommen »nd in mein Land ziirlikffehren^" Darin» eraina der Afisrns: „Ihr Familie» Israels! Wenn ihr durch das Wasser acht ldie Dause an nehmt) und euch vor »nsereni (f-otte nicdenverset »nd ihn. a» betet, dann sollt ihr alle Wohltaten dieses Landes wie wir iienies;.'», in ihm ivohneii nnd Handel treiben. Wenn ihr aber euch dessen in Ilnaehorsani weiaert, den A'ame» meines (Lottes nicht anssprectiet nnd ihm nicht dienen wollt, dann mi",s;t ihr ans ineinein Polte und denen Lande hinaus, ans Spanien. mto eraim al? Amaeilen den ,)afiieiiu>ert von 2.V2, da? iit 1102. Ta? Won weist bin auf den Trost Ir.A!,1ii. „Ter Israel zecsirent, ivird e? auch wieder sammeln."