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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-06-01 · 6 (6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
6 (6.1931)
Date
1931-06-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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«r. 0-' Semeindeblatt der Israelitischen Reltgiondgemeinde Dresden Sette 5 fordernden Erfüllungen sich noch ganz dem Ausbau hingeben. Roch waren sie imstande, armen Familien von Eirund aus zu helfen, von der materiellen Hilse aus auch die gesundheitliche zu stärken. Alle vorhandenen und stets geübten Ausgaben. .strünkenbesuche im weitesten Umfange, Wöchnerinnen-. Säuglings- und Ztinderfürsorge lagen als liebgeivordenes und der jüdischen (Gesamtheit unentbehrliches (Gebiet iveiter in ihren Händen. Tic seit der Mitte des vergangenes, Jahrhunderts einsetzende Freizügigkeit, der allmähliche Wegzug der jüdischen «Familien nach den gröstercn Städte», die seit der zweite» Hälfte des vorige» Jahrhunderts immer stärkere Fildustrialisierung, das Hereinfluten fremder jüdischer Massen speziell in ilnjere deutschen Wroststüdte. machte eine Neuordnung und Umstellung bisher geübter Wobltätigkeit notwendig und führte in immer stärkere,» Maste statt der geldlichen llnterstübung. die geleistet wurde, zur sozialen Wohlfahrtsarbeit. (iine «Hille tüchtiger, mit liebevoller Betrachtung für die Rotwendigkeit des Lebens begabter Frauen, die seither abseits standen und sich mit interkonfessioneller Arbeit beschäftigten, ivurde» damit aus unser jüdisches (Gebiet hinübergelenkt. Es waren die Zeiten, da das «Frauenrecht und der Einslus; der «Frau auf die Arbeiten für die (Gesamtheit durch bervorragende Frauen immer mehr allgemeine Anerkennung fand. Tic ivachsendcn sozialen Anforderungen, die in unserer jüdischen (Gesamtheit immer zahlreiche arbeitende dträfte zur Hilfe bedurste» und die eine starke Anähnclung an die Hilsserfordernisse der nichtjü »ischen llunvelt hatten, verlangten ein eingehendes jüdisches Berstehen und Helfe». ES gründeten die grasten (Gemeinscliasten, die Eirostloge für Teutschland ll. O. B. B. allen voran. Ferienkolonien, alle die Einrichtlliigen, die dtis Leben in feinem Ureislaus verlangte. Bei diesen Arbeiten sistd die Frauen der Logen, die Schwestern, überaus tätig mitwirkend. Reben den grasten allgemeinen Aufgaben, die sie leistete», sind es die zum Schutze der Eiefundheitsverhältnisse unserer jüdischen Welt. Es bat d. B. der Frauenverein der Berliner Logen ein Säuglings- und Wöchnerinnenheim gegründet, das immer . erweitert, abgerundet seinen Pflichtenkreis ausübt an der werdenden Mutter vor der (Geburt hes Uindes, an dem Säugling,und der Wöchnerin, an dem Uleinkind bis zu zivei Fahren. Ter «Fürsorgeverein für hilslösc jüdische Uinder lmt eine Reihe auss hingebcndste gemeinsam mit das Leben und die (Gesundheit der cr 1SMM gegründete jüdische Frauende» grössten Teil der bestehenden tätiger «Franc», die sich Arzt und Schivcstern um Säuglinge kümmern. Tc bund vereinigte in sich Frauenvercine und führte als grostes Ruhmesblatt dieser Bereinigung einen weite, strebiingcn näher. Zu he fassenden Aufgaben zählt für die (Gesundheit. Fn Pappenheim gegründete! Ureis jüdischer «Frauen seinen Bell daS ganze Feld seiner Arbeit „iiibedcutend und grast die Fürsorge dem von seiner Führern, Berta Heim in Neu-Isenburg hat der «Frauenbund eine austerordentlich wichtige Stätte sozialer gesundheitlicher Fürsorge scschaffen für Frauen und .(linder, die an andere» Orten schwer geborgen werden könnten. Fn der Fülle der Wohlfahrtseinrichtungen. Erholungsfürsorgen und Erholungsheime, Ferienkolonien und Heilstätten, Hospitäler, Urankenhäuser, der Arbeit für die Lungenhell- * stätten und Mütterheime, für Schwesternheime und Siechen Käuser, - überall und intensiv ist es der Weist, der Arbeitswille und der weitgehende Blick, der von unseren jüdischen Frauen gepflegt und betätigt wird. Erholungsheime und Urankenfürsorgeii sind für «Frauen von «Frauen, vor allem durch das Bedürfnis der nach den Uriegsjahren entstandenen Mittelstandsnotzeiten geschaffen worden ein Weift der sorgenden Liebe, der vermittelnd und versöhnend, ansgleichend ivirkt. Fn den grasten, nach dein Urieg entstandenen Berbänden ist hervorragend als Gesundheitsschutz der Berband der (Gesellschaft „Öse". Er wurde gegründet in Rustland. >vo er unendlich segensreich für die Erhaltung der (Gesundheit wirkte. Fn ihm, bei seinen Bemühungen für Bolksleben und Bolksgefundheit, arbeiten viele «Frauen, auch in der (Gesellschaft „Ort", die der anfbauenden Wesnndheit der jüdischen Massen in, Osten dient, wächst die Arbeitskraft und das Berftändnis der jüdische'» «Frau. Ei» Ruhmesblatt und ein «Feld ansterordentlicher Wirksamkeit entfaltet der groste Berein der „Hadassa" in Palästina. Fhm ist es beichieden, (Grundlegendes und .Wirksamstes zu leisten für die Aiifzielning und Heranbildung der in Palästina geborene» jüdischen Fugend. Er schasst ein niiisassendes Wirken >i:r «Frauenwobl, «Franengesundbeit und «Familienleben. Reben all diesen grasten sozialen Ausgaben, ddren Urbilder uns vorgeschrieben sind in unserer Heiligen Ledre und die wir durch den Wandel und «Flnst des Lebens nie erschöpfen können, sondern unermüdlich weiterwirkend betätige» »lüisen, erwachsen imiiier neue Pflichten und Ausgaben. Wir wissen und erkennen es an de» Auswirkungen der Wegenwart. das; die jüdische Fra» bei de» grasten ^Notwendigkeiten des helsekide» und scliafsenden Lebens ein «Faktor geworden ist, der sie ans ihre Weise, wenn auch in etwas anderem als dem biblischen Sinne, befähigt, mitziiarbeiten an der Erlösung unserer jüdischen Welt. gm Bcrlagr g a c. i t c r n M A i, Xrcc-ftcn. erschien eine « n m ra e l f rtj r i f t inner dem Titel O o n i e n e u n d g n d e u I u in. Herausgeber ift de ^bekannte Ministerialrat van» Nloolar. Das «nt ansgeltilWle und mit Bildermaterial oerfebene Werk gibt einen lleoer blick über alle (Sebiete indischer bnaienischer Borschritten vom Altertum dis ans die neueste Zeit. «SoSlar sagt in seiner Elnsübrnng über den lSrnnd der Herausgabe: ,.,-iwei «Gesichtspunkte lagen im wesentlichen der Anlage dieser sammelschrift »»gründe: einmal »u »eigen, da» das Reli gionsgelev auch in seinen als „bngienisch" empsiindenen Teilen nicht rationalistisch gedeutet und bestensalls als kluge Borwegnabme — um gabrtausende! — viel später erst »um Teil wissenschaftlich-empirisch auch begründeter Bor, schriflen anerkannt werden kann . . . Und das »weite: Ten gnden der «Gegenwart kann nicht oft und nicht eindringlich genug vor Angen aesiibrt werden, was sie an seelischen und sur «bre geistige niid körperliche «Sesnndbeit bedeutsame», nnersebbaren — und auch unerfebt gebliebenen — Werten emaebiiKt baden ... Und dieser Ausgabe ist das Werk in seiner Anlage und seinem Ausbau gerecht geworden. Eine Reibe bedeutender Fachmänner bat an der «ammelschrist mitgearbeite«. Wir verülsentlichen mit «Senebmigung des Berlages diele »wei Anftäve. Tas Buch ist in deinen gebunden »um Preise von ."> M. im Bnchbandel oder -im Berlag ,n baben. Tie Redaktion. Femspredi-Anlagen jedes Systems Vollautomatische Anlagen,Reihenschaltungs-Anlagen Glühlampen-Zentralen, Haustelephon-Anlagen ih höchster Vollendung In Kauf und Miele führen aus I.Fuld & Co. Baubüros In: GSrlltz Zittau Bautzen ui falaphon- und Tuluiraphenwurku« AO.f Vcrwattaagsbazirk Sachsen »reSden-A. 19 Wilsdruffer Straffe 15 Fernsprecher 25631 (Sammelnummer) iiskünfte und Ingenieurbesuche kostenlos und unverbindlich

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