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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-05-01 · 5 (5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
5 (5.1931)
Date
1931-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 5 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden ' Seite 5 Deutsch - Holländische Vor mehr als 12i) Jahren wurde in Amsterdam-die obengenannte Gcscllschaff gegründet, um die Juden, die ans Deutschland und' Holland nach Palästina kamen, zu unterstützen. Es. waren m der Hauptsache Thoragelchrte, die im Heiligen Lande ein frommes Leben führen ivollten. Tic Lrganifation der Gesellschaft nwr lveitverbreitct und hatte überall kleine rote Büchsen ausgestellt. Jeden Freitag nachmittag habe» fromme Frauen ein kleines Scherflein in diese Büchsen gelegt. Es war die Cpfcrgabe, die sogenannte Ehalloh. Vor 2l) Jahre» ist die Verwaltung nmorganisicrt N'orden und es ist die l^en'äbr geleistet, daß das gesammelte Eield tatsächlich nur an würdige und bedürftige Personen gegeben wird. I Wie in anderen Städten Deutschlands, hat sich auch! in Dresden ein ztomitee gebildet, wclckies die Wicdcraufstellüng von Büchsen vornehmen wird, welckie infolge des Krieges vernachlässigt worden war. Alle, die den froinmcn Brauch des Ehallohnelnncns üben, sollten nicht vergessen, jeden Freitag eine (tzabe in die Ehgllohbüchse zu tun. | Aufruf i Tic Teutsch-Holiändische Palästinaverlvaltung ist die deutsche Vertretung der seit mehr als UH» Jahren bestehenden altehrwürdigen Erez.Jisroel Lrganisation, die den Namen siilwt „Pekidim und Auiarkalim der Israelitischen Gemeinden im Heiligen Lande" nmd die ihren Sitz in Amsterdam Ijot, eine Schöpfung, frei bon jedem politisckren Einschlag und nur dem einen Ziele zugewandt, ans dem heiligen Boden echtes religiöses jüdisches Leben auf gesunder wirtschaftlicher Grundlage zu fördern. Diesem Programm bleibt die Deutsch-Holländische Palästinaverwaltung auch in der Gegenwart treu. Tie sogenannte „llhallukah" ist. soweit das Arbeitsbereich der Tcutsch-Holländiick)en Palästinavenvaltung in Betracht Palästinaverwaltung kommt, bereits seit mehr als 2l> Jahren in modernein Sinne reformiert worden. Tie Deutsch-Holländische Palästinavenvaltung ist der historische Mittelpunkt für die uralten. Institutionen der Rabbi Meier daal Hancsz-Gclder und Rabbi Meier baal Hunetz- Büchscn (Ehalloh-Büchsen). Die Erträgnisse dieser Büchsen werden im Sinne der geltenden Vorschriften der Rabbi Meier baal Hanetz'Jnstitution für Thoragelchrte im heiligen Land und, soweit hierfür kein Bedarf, für die sonstigen heiligen Zwecke des palästinensisckten llntcrstiivungswerkes der Pekidini venvendct, sowie zur Erhaltung einer Schule. Rach den mas;- gebenden E»tsck)eidnngen aller religiösen Autoritäten darf den Rabbi baal Hanes-,'Büchsen lEballoh-Büchsen» der Pekidim auch in Deutschland keine »oirkurreu; gemacht werde». — Es tväre im höchsten Grade wünschenswert, das; auch heute noch und beute mehr als je alle jüdisch?» Frauen, wie cs ihre Mütter und Großmütter taten beim Ehallobnehmen 'oder vor .dem Lichtbenjchen ihr Sckierflein Woche für Woche in die. Büchse der Deutsch-Holländischen Palästinaverwaltung einwerfen, um so der religiösen Pflichttat ein Werk jüdischer Menschenliebe anzuschlienen und zugleich ihrer,Verbundenheit mit dem Heiligen Land Ausdruck'zu verleihen. Tie Rabbi Meier baal' .Haiscs;-Büchse bzw. die rote Ehallob-Büchsc der Deutsch-Holländischen Patästinaverwaltung darf in keinem Hau'e, das mit der Vergangeubeit nicht gebrockten bat. scble». Trutsch-Holläiidische Palqstinavrrwnltnng Ter Lrtsgnsschuf;: Sima» -s i g e l n i k, Dr. t't. >i-I l e in a n n , ssrau :>!. W e i n . r c i ck>, amu D. Leh m a n n, amu v\ a a I i t, amu (>'>. R o s c n * i >v o i «, amu M. Z i in m c r. amu v>. S\ a r p f, Jyrmi ti.;} a n g c r. v'id) habe die Angabe» des Aufrufs geprüft und richtig gefunden. Die Iliiterfrübung dieses .Glfswerkes laiiu ich aufs wäruifre empfehlen. Rabbiner Dr. W o I f. Vereinigung für da* liberale Judentum, ©. V., Ortsgruppe I>re*den Öffentliche Kundgebung Dienstag, den112. Mai 1931, abends 8 Uhr, im weißen Saale des Belvedere, Brühlsche Terrasse I 1. Trio C-Dur, Köchelverzeichnis 54N W. A. Vlozart | Allegro. Andante cantabile. Allegro. Konzertmeister Francis Koene von der Staatsoper Konzertmeister Hermann Hesse von der Staätsoper, am.Flügel: Klaviervirtuos Emil Klinger. 2. liberale* Judentuui als religiöse Bewegung Rabbiner Dr. Casar Seeligmann, Frankfurt a. M., Vorsitzender der Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands. 2 Trio B-Dur, Opus SO .Franz Schubert Ällegio moderato. Andante poco mosso. Scherzo, Allegro, Rondo. Allegro vivace. Äusführende: Koene-Hesse-Klinger-Trio. 4. Da* liberale Judentum al* politisch© Organisation Rechtsanwalt Heinrich Stern, Berlin, Vorsitzender der Vereinigung für das liberale Judentum: Nach Schluß der Veranstaltung sind die Nebensäle für ein geselliges Beisammensein reserviert. Unkostenbeitrag einschließlich Garderobengebühr 80 Pfennig. Vorverkauf: Buchhandlung Strauß & Buttula, Stiuvestraße 15, und Alsberg, Theaterkasse. Nathan Friedmann, Vorsitzender

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