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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1931-02-01 · 2 (2.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
7 (1931)
Issue
2 (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 2 Mitteilungsblatt des Sächsischen israelitischen Seme ndeverbande» Nr. 2 b i’ i in c li und. ivo solche nicht möglich sind, auf die Notwendigkeit der Bereitstellung geeigneter Räume für die Jugendlichen, sowie aus das Erfordernis der Förderung aller Bestrebungen zur Beschäftigung der erwerbslosen »nd dadurch doppelt gefährdeten Jugendlichen. Zu '< : In der Gesundheitsfürsorge darf gerade in der gegenwärtigen Notzeit — die allgemeine Hilfe lcisliing und insbesondere die Tuberkulosefürsorge keinesfalls eingeschränkt werden. In der Erholung«- f ü r s o r g e wird sich zwar leider eine gewisse vorübergehende Einschränkung der Verschickungen kaum vermeiden lassen. C« muh aber daran festgehalten werden, Verschickungen in Erholungsfürsorge, auch aus Gründen vorbeugender Art, immer durchzusübren. wenn sie vom Arzt als notwendig bezeichnek werden. Zu >l: Gegenstand besonderer S o r g e und Fürsorge muh gerade jetzt die Aufrechterhaltung und Stärkung woblsahrtspflegerischer Arbeit in allen Fällen sein, die in K l e in. gemeinden Vorkommen. Wir wissen, daß die Landes¬ und die Provinzialverbände der jüdischen Wohlfahrtspflege und die größeren Gemeinden sich schon jetzt dieser Arbeit in weitem Maße annehmen. Wir lenken aber auf diesen Punkt auch von uns aus die besondere Aufmerksamkeit. 6. Allgemein bemerk i gaben, dah sie naturgemitz örtlichen und der und Durchfuhr u n g deshalb auch versuchen, Zusammenkünfte mit dei Wohlfahrtsarbeit, darunsc Beamten, durchzuführen. Wir richten darüber Landes-, Bezirks' und ö sahrtspflege sowie der g stets von den besonderen Arbeit ihres Bezirkes M notn»endigen Zusammen t wir zu allen diesen Arbcitsausentfcheideud Gegen st and der provinziellen Regel uns, sind und sein müssen. Wir werden in diesen Monaten kurze Arbeitswichtigsten Trägern der jüdisckieii r auch mit den verantwortlichen Der gegenwä unserer G es a m t Aufgaben. Nur du arbeit aller Bet stärkung aller Be füllt werden. biuaus au die Vorsitzenden der tlichen stellen der jüdischen Wohl rohen Organisationen die Bitte, uns Fragen und Schwierigkeiten in der tteilung zu machen und so an den, Muß mitzuwirken, t i g e Augenblick st c l l t arbeit a u h e r o r d e u.t l i ch e r ch einmütige Z u s a m m e n : iligten, mir d u r ch Veru ü h u n fl c n können s i e er- Zentralwlhlfahrtsstrlle der deutschen Juden B a e ck, Vorsitzender. Einstellung der Einwanderung nach Amerika Tie Jmmigrationskornrnission des Repräsentantenhauses bat mit acht gegen fünf Stimmen den Gesetzentwurf zur Einstellung der Einwanderung in die Vereinigten Staaten während der näcky'ten zwei Jahre angenommen. Eine Ausnähme ist nur zugunsten jener Frquen und minderjährigen Kinder legal zugelassener Ausländer vorgesehen, denen vom amerikanischen Konsulate ihrer Herkunftsländer bis spätestens 10. Dezember 1930, 12 Uhr mitternachts, ein Visum erteilt wurde. Diese Frauen und Kinder sollen im Rahmen der Quote zur Einwanderung zugelassen werden. Die Jmmi' grationskommisiion befaßt sich noch mit weiteren Amendements zu dem Gesetzentwurf, den sie nach endgültiger Textierung dem Kongreß vorlegen wird. In den Monaten Juli bis Oktober 1930 sind 2363 Juden in die Vereinigten Staaten eingewandert. Tie Einwanderungsbeschränkungen in den Vereinigten Staaten. Ende September haben die amerikanischen Konsulate an alle bei ihnen registrierten Emigranten folgendes Rundschreiben versandt: Infolge der Arbeitslosigkeit, die jetzt in den Vereinigten Staaten herrscht, ist eine Gefahr vorhanden, daß den Emigranten es noch schwerer als den Ansässigen lallen wird, eine. Arbeit zu bekommen. Ta sie der L-cffentlichkeit zur Last fallen könnten, müssen sie neue Beweise beibringen, aus denen zu ersehen ist, daß ihre amerikanischen Angehörigen entweder vermögend sind oder sich in einer festen Stellung befinden. Vor allem müssen die Angehörigen gewillt sein, sie zu unterhalten. Falls die Emigranten nicht imstande sein sollten, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich bei dem zuständigen Konsulat zu melden haben, die notwendigen Unterlagen beizubringen, haben sie das Recht, um eine Verlängerung des Abreisetermins zu bitten. Don der Emigrationsvereinigung Hias-Jca-Emigdirect Ivird hierzu den Emigranten der Rat gegeben, weiterhin auf der Warteliste zu bleiben. Auf jeden Fall müssen die Emigranten sich vorher mit dem betreffenden Landeskomitee Hias-Jca-Emigdirect mündlich oder schriftlich in Verbindung setzen, um festzustellen, ob die Papiere in -Ordnung sind. (JnformationÄlätter der Hias-Jca-Emigdirect, 15. November 1930.) ^Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik".! Der berufliche Aufbau Bevölkerung üu Fr< > In der Januarnumn fahrtspflege und Sozialjp einen sehr interessanten Wandlungen im deutsches Uns interessiert eine kurzjc Aufbaues der jüdischen 23?' Tie Verhältnisse in aller wünschenswerten T tur der jüdischen Bevölk? Züge wieder erlangt hat Industrie und im Haftd 20,6 Prozent im Jahre 1 emporgehoben hatte, ist Die Abteilung „Hände gegangenen Intervall fi zeigt heute ebenfalls dies der erwerbstätigen jüdischen iftoat Sachsen 1895 bis 1925 er der Zeitschrift „Jüdische Wohl- »olitik" veröffentlicht I. Koralnik (ifsatz „Zur Analyse der strukturellen Judentum von 1895 bis 1925." Zusammenstellung des beruflichen -völkerung Sachsens. Sachsen (Tabelle) zeigen uns mit Sittlichkeit, daß die berufliche Strukrung im Jahre 1925 die gleichen wie 1895. Ter Anteil der in der werk Beschäftigten, der sich von $95 auf 23,1 Prozent im Jahre 1907 zurück auf 20,6 Prozent gesunken, und Verkehr", die im voraneben Prozentpunkte cingebüßt hatte, elbe Stärke wie 1895. Der berufliche Sittti btt erftetMiitigea Mische» 4M tittetaag faa Freistaat Sachse» 1805 bi* 1025 Wirtschafttabteiluna Selamt. bevSlkerung 1925 Jüdische Bevölkerung 1925 r ü a ifolu! " 0 absolut *. iJ Land- und Forstwirtschaft . . 334 900 11.1 26 0.2 0.1 0.1 Industrie und Handwerk' . '■ i 337 555 54.1 2 481 20.6 23,1 20,6 Handel und Verkehr'. . . . «57 004 15.1 6 899 57,4 52.8 60.0 Derwaltung. tzeereswelen, Arche, freie Berufe. SefundheilSvesen'. 162 883 5.4 671 5.6 5.0 5.7 hSurliche Dienste und Erwerb«. tSltgkett ohne feste Stellung »der ohne Angabe .... 99141 3.3 157 1.3 0.4 0.2 Ohne Beruf und Deruflangabe 333 484 11.0 1 790 14,9 18j6 13.4 Insgesamt s 024 960 100.0 12 024 100.0 100.0 100,0 Emfchliehllch Bergbau und Ddugewerde. Einschlle blich Saft- und Schon lwirtschost- 1 Etnschliehlich hygienische« Set »erbe und Wohlfahrtspflege Lebt für die Sächsische Nothilfe!

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