Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 6 (6.1930)
- Date
- 1930-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4892693-5739404-5769955--1540-4894142- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Nr. 6 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligicnSgemeinde Dresden vresdner Sportverein Vsr Kochba> E.V. Der Dresdner Sportverein Bar Kochba, E. V., beehrt sich. Sie und Ihre werten Angehörigen zu den am 8.und9. Juni 1930stattfi\idenden Festveranstaltungen anläßlich der Anwesenheit unserer Sportkameraden von Bar Kochba-Hakoah Berlin, Bar Kochba Hamburg, Bar Kochba - . Leipzig in Dresden hierdurch ergebenst einzuladen. Sonntag, den 8., und Montag, den 9. Juni, von 3 Uhr nachmittags an auf dem Bar - Kochba - Sportplatz im Ostragehege (Eingang Pieschner Allee) Fußballwettkämpte um den Adolt - Aschlief m - Pokal zwischen Bar Kochba-Hakoah Berlin, Bar Kochba Hamburg, Bar Kochba Leipzig, Bar Kochba Dresden. Siegerverkündigung: Montag, den 9. Juni 1930, nach Schluß des Fußballtufniers auf dem Bur-Kochba-Sportplatz Sonntag, den 8. Juni, abends 8 Uhr FESTBALL zu Ehren unserer auswärtigen Gäste im großen Saal des Kurhauses Weißer Hirsch. Festansprache, künstlerische Darbietungen. Ballorchester: The Eden Syncopators. Vergnügungseck, Sekt- und Likörzelt, Tombola.— Eintritt zum Ball im Vorverkauf 2 RM., an der Abendkasse 2,50 RM. Unser Sporiplafz im Ostrogr hege ist mir den Straßenbahnlinien 2. 6, 10 und 26 (Haltestelle Könnerftrslraße an der Zigarettenfabrik Yen'dze), das Kurhaus Weißer Hirsch mit den Straßenbahnlinien II und III und mit derrtj Eilautobus E zu erreichen. Eintrifskarten zum Festball sind im Vorverkauf bis Sonnabend, den 7. Juni 1930, mittags 1 Uhl. ich Reka. Waisenhausstraße, im Wäschegeschäft Hermann Markus. Johannstraße, und in der Buchhandlung Strauß & Buttula, Christtanslraße. zu haben. Körperkultur und Sport der Frau '■8im Tr. C'lnire Putck ('„■Onfoaf)", Wien) Xie Xchänlu’it der niodernen grauen kann mir durch Xnorttraiinitg Erreicht werden: man miiR sehr zähe und unnachsichtig mit nch fein, wenn die Linie erhalten werden ioll, Die einmal das äfihetifrfie (Gefühl der andern verlangt. Wie Lütter ecin. sich auf dein Stand dieses Schönheitsideals behaupten. das iviffen nur die Märtlirerinnen. die angesichts eines ichweren Morgentrainings bei der ..Morgenarbeit" alle Sünden'abbnRen, die vergangene „verlängerte Bridgejonrs" iind Tan;tees verschuldet haben. Xpert und Turnen Hins; den >iörper durchbilden. und schon bei Erziehung der Jugend wird ein .Hauptgewicht ans die Änsbildnng und Beweglichkeit der Muskeln gelpgt. dabei aber nie aus;er acht gelassen, das; t'irape und Ännint eine Hanptbedingnng der modernen Xchönbeit find. Man in sich wohl darüber klar, das; eine derbe Bermännlichnng. wie sic der Xport oft mit sich bringt, slir die weibliche Engend nicht paf;t. Eine moderne Jfraii muf; natürlich Xport treiben, aber sie darf dabei ihre Ännint nicht cinbüf;en. Tranen. die Wert auf die Schönheit ihres ziörpers legen, n>erden sich allerdings auf die SeHnigkeit der knabenhaften ,Tonnen einskellen und ihren uörper gut dnrchtrainieren, aber dabei ist natürlich nicht gesagt, das; auch die Derbheit und die robuste >i»abenart hcruorgcholt werden soll, im (Gegenteil i bei aller Liebe;nm Xport soll das Weibliche in der Bcwcgnna betont lein, allerdings »ins; eine gewisse burschikose, flotte Ärt bei Ausübung eines Sports verhandelt.sein: der niodernen Sportinglady darf aber niemals ein „Mannweib" als ^deal vorschweben. Das; es iinnicr und feit jeher so war, das; die Sehnsucht der modernen Frau die „Linie" ist, darüber kann man sich nicht täuschen. Tie Tettansätze. die der „Zal n der Zeit" ja doch unerbittlich auch dem schönsten Rücken sckicnkt, können niemals durch Hnugcrtraining verschwinden: n eiui man hungert, dann wird man wohl hager, aber niemals chön! Einzig lind allein der Punchingball kann da wahre Wunder wirken, und so ist es denn gekommen, das; die B o r c'c i n die Vorkämpfers» in der Phalanr der modernen weiblickx'n Sportlerinnen geivorden ist. Man zieht sich ein hübsches farbizes Trikot an, streift über die graziösen Tünsdreiviertel-Hände die Borhandschuhe und gehl zur Morgenarbeit. Tenn baren inntz man frühmorgens, wenn inan noch alle .Streift beis mimen hat, ist es doch recht anstrengend, mit dem ewig sck)lvmgenden Pnnchingbilll fertig;u werden. Ter Ball würde ja gewiß nicht plaudern, wenn die jugendliche Borerin ermüde^ niedersinkcn und ein wenig ansruhen möchte, aber der Trainer! Tenn gerade bei diesem Sport gibt es unerbittliche Menschen, die — so üheint cs — sich das Training der Borerinne it zur Lebensaufgabe gemacht haben, und die lassen es durckm is nicht zu, daß die Borerin