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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1930-01-04 · 5 (4.1.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
6 (1930)
Issue
5 (4.1.1930)
Date
1930-01-04
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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—.- -. - > . - . . . Bnanttoortl. Schnftleilimg: Türodircttor L- Plormacbrr. Dcrsden » Verlag: Israelitische Religionsgemcindr, Dresden Druck: Kaden D Eomp-, Dresden-A. Mai 1930 / Nummer 5 Am Soiiiitnfl, Dem <>. feit in unterer Verbands neinciljt; über die Weihe April, wurde unter großer Feierlich gemeinde Plauen die Synagoge ei» eier ist folgendes zu berichten: Es hatten sich außer den Mitgliedern der Gemeinde zahlreiche Vertreter der staatlickten einen und Körperschaften und städtischen Behörden, von Ver von Planen und außerhalb ». a. in. eingesnnden. um der Israelitischen Gemeinde ihre Anteilnahme an dem für sie so Mit .Harmoniumvorspiel der Eltorgesang „Wie sch Frau Marie Goldbei überreichte den Schlüssel incinde. Aechtsanivalt T des Werkes bezeichnete. den Worten: Das .Hans - icktaft und Frieden. Die neue Synagoge in Plauen bedeutsamen Ereignis zu bezeugen, wurde die Feier eingeleitet, worauf in sind deiile Zelte. Jakob" ertönte, g ließ danach in dem Sologesang ..Dir. -Herr, sei dies .Hans geweiht" von .Hummel von der obersten Galerie ans i >re glockenhelle Stimme erklingen. Der banleitende Architekt, Tipl.-Jng. Friß Landauer. des -Hauses dem Vorsteher der Ger. G o l d b e r g. den er als Vater Er schloß seine kurze Ansprache mit ist errichtet für Erbauung: Gemein- Rechtsanivalt Tr. gegen und warf einen fiijr, g e schichte des B a n Errichtung beteiligt Mir: renden und Arbeitern. Fe gemeinderat und ganz b Willigkeit die Fertigstcllu^i Tank galt Gott, der den lassen. Weiter gab er scli scheinen so vieler Ehreng is Stadtverordnetenvorsteher Staatsbehörden, der Kirih Willkommengruß galt n fischen israelitischen Gei nlid der Gemeinde -Hof Organisationen. Ter W goge sei gewesen: Gewehr Sammlung. Noch einmal sang Frau Marie G o l d b c r g, und zwar die Arie „Höre, Israel" a is dem Oratorium „Elias" von Mendelssohn-Bartholdh. Mit besonderer Feierlichkeit ging das Einbringen und tfinhebcn der Thorarollen in den Heiligen Schrein vor sich, an der außer dem Gemeindcprcdiger H e i m a n n noch fünf Rabbiner im Ornat — darunter der ans Planen stammende junge Rabbiner Tr. P f i n g st. Nordhausen — teilnahmen. Chor- und Sologesang des Kantors ld.be r g nahm den Schlüssel eutzen Blick ans die E n t st c h u n g s - Er dankte allen, die an dessen n, dem Banleiter, den Baüausführner den Behörden und dem Stadt- ^fonders denen, die durch ihre Opferg ermöglicht haben. Sein nHrmster t^a» ohne jeden Unfall hat vollenden incr Freude Ausdruck über das Eriftc, des Oberhauptes der Stadt, deS S, der Vertreter der Reichs- »nd hgemeinden Plauens n. a. m. Sein cht zuletzt den Vertretern der sächleinden, des hayerischcn Verbandes sowie der verschiedenen jüdischen ahlspruch bei Errichtung der Synaischaftssinn, Friede und andächtige I. W o r m s e r und Gemeindeg dienstlick>en Akt. Prediger H esang umrahmten den gottes-, e i m a n n nahm sodann die Weihe des „Ewigen Lichtes" voi und hielt die W e i h e r e d e. in der er'den Ban bezeichnete als eine Stätte, wo die Brüder »nd Schwestern sich einträchtig pisammensinden sollen, ferner als ein Bethaus und endlich ab, einen Balsam sür gebrochene Herzen. Noch einmal sang K rntor Wormser ein Solo. in das der Ehor einfiel, und e ine lange Reihe: von Ansprachen folgte. Als erster sprach Rechts als Vertreter des Verbandes nwalt S a l i n g e r, Tresden. )er Israelitischen Gemeinden Tresden, Leipzig, Ehemnitz. Zi.ückau, Annaberg. Zittau und Bautzen. Er gab dem Wunsch, Gottesfurcht und Menschenliebe möchten. Sanitätsrat Tr. M a tretung des Präsidenten des tifrfjcr Gemeinden. Er hob da Ausdruck, daß Frömmigkeit, in dem neuen Haufe herrschen s » r, Koburg, sprach in Ver- .terbandes bayerischer israeik» s innere Verbundensein der bayerischen und sächsischen Juden hervor, und der Vertreter der jüdischen Gemeinde in Ho , Lehrer W i i I, überbrackste die Grüße der Glaubensgenoss?n in Hof, die sich mit den Plauenern eng verbunden fühl'». Tie ('iriifjc der Vereinigung des liberalen Judentums, der Ortsgruppe Planen und des Neichsbundes jüdischer Fro itsoldaten übermittelte Landgerichtsrat Tr. Egon L ö w eil tlal. Im ^uimeii der Eugen- Fnchs-Logc brachte Fabrikant Leopold Leh.mann den Wunsch zum Ausdruck, daß das Verhältnis von Mietern und Vermietern, in dem hier L >ge und Gemeinde stehen, jederzeit gut sein möge, und geb bekannt, das; die Loge für Ausschmückung der Synagoge eine ansehnliche Summe zur Versügung gestellt habe. Ter L ngjährige frühere Gemeindevorsteher Joseph >iaufsma in, jetzt in Berlin lebend, stellte mit bewegter Stimme s, st, daß mit der Vollendung des Baues der sehnlichste Wunsch seines Lebens erfüllt worden sei. Tie Glückwünsckte der ev, ngclisch-luthcrischen Kirchengemeinde sprach Pfarrer S tra ibe aus, desgleichen für den katholisch)«,! Kirchettvorstand übermittelte Rabbiner Tr. 0 oldmann, Leipzig, die Segenswünsche der sächsischen Rabbiner. Rechtsanwalt Tr. G o l d b e r g dankte all den Rednern, ganz besonders aber den Vertretern der evangcljsch-Iutherischen und der katholischen .Uirchenvorstände, deren Ausführungen er freudig als ei, e Versöhnung mancher konfessioneller Gegensätze begrüßte. Der Schlußgesang des Ehores „Halleluja" beendete die zweistündige eindrucksvolle Feiec. hrer W e l s. Zum Schluß Der Bau* Eine Detrachtunq zur Einweihung PlStter der Erinnerung an die Weih« der Synagoge Plauen 1.<$. Von Dipl.-Jng. Fritz Landauer, Architekt B. d. A., München Von der Leitung der Gemeinde Plauen ward mir die Aufgabe zuteil, Gemeindehaus mit Synagoge in neuzeitlichem Sinne zu gestalten. Ich fand hier reichstes Verstehen und Eingehen auf meine Gedanken, die durch 20jährige Betätigung auf diesem Gebiete entwickelt waren, sowie Bestätigung meines Wollens und tätige Mitarbeit, Werte für das Gelingen, für die ich hier Gelegenheit nehme, von Herzen als Schaffender Tank zu sagen! Dieser gilt vor * Aus Anlaß der Einweihung hat die Gemeinde eine Festschrift herausgegLben, der wir die folgenden Ausführungen auszugsweise entnehmen. allem den Herren des Bauaussl) Vorstand der Gemeinde. Heri Nimmermüden, der in steter und in echtem Erfassen der.Ausgabe Prediger He iman n, der durch hebräischen Texte an der Auss Die Aufgabe, die sich bei baues uns stellt und insbesonder : -- auf kleinem Platze — mit D i belastet ist, ist eine sehr vielg Städtebau, neue Technik, prakti usses, an ihrer Spitze dem n Dr. Goldberg. dem lebendigster Teilnahme und Bauherrin vertrat, Herrn Ratschlag und Verfassen der schmuckung mitwirkte. iie Gestaltung des Synagogcneines Bauprogramms,'das elen Räumen profaner Art estaltige. Ich nenne nur: che.Raumdisposition, Wirt- 7194115257377074417

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