Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 5 (4.1.1930)
- Date
- 1930-01-04
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 5 lemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 5 insbesondere iin Essen, Trinken und im (Geschlechtlichen, einer der belierrschenden (Gesichtspunkte ist, die nationale (Gesund heit günstig deei»flus;t hat. Das zweite ist die nie erloschene Neigung der Hilden zur Medizin als praktischem Beruf und als Wissenschaft. Was schon Rudolf Birchow anffiel. »ins; auch in diesem Z» santinendange betont werden: Juden und Medizin hier herrscht ein geheimnisvolles Band, eine schicksalhaste Beziehung. Besonders seit dem Mittelalter bat die Berufswahl immer wieder Hilden zur Medizin geführt, und liier haben üe als ausübende Aerzte. als Forscher, als Autoren. und wo keine Möglichkeit des selbständigen ^orschens ivar, als. lieber ielrer ans allen möglichen in alle möglichen Sprachen gewirkt. Tie religiöse Innigkeit, die bei den Inden mit starkem Tiesseitswillen gepaart ivar, bat den (4csnndbeitsregeln und dem (Mesnndheitswillen soviel/(Heilung bei uns verschatit. Tas Eril, das io viele (Defaltreit für die physische und psychische liZesundheit in siclikbirgt und, je länger es währt, auch in den lyhetti, aber auch anszerbalb gebracht bat, bat auch die Entschlossenheit der gesundbeitlickten Selbilbehauptiing gestählt. Tas jüdische Bolk, das wiederorstebt, ergreift^mit besonderer Energie alle Mittel, um die (Gesundheit z» erhalten, und so in in Ere; Israel der sanitäre Tienit. das. Fürl'orgewese», die öffentliche und private Hygiene, das .Zirankenhauswesen ein integrierender Faktor des Aufbauwerkes. Was die.Hadanali, was andre Spitäler, was jeder gute Arzt an seinem Playe getan haben, was die zionistische. Organisation und neuerdings die -Iewiih Agenoy wirkt, das ist ein bedeutsames Stück jüdi scher Leistung in uniern Tagen. Tie Steigerung der Al ruft und Erhöhung der (Gesundheit unsrer Menütien in der Heimat wird das Ergebnis dieser bcroilchen Bemühungen sei». ' i Abschied | vom alten Aliberg-Haut fr} Der Architektzwingt uns,vor derEröffnung p des neuen Hauses unser Haus bald für j einige Zeit zu schnellen vA Sie haben eine einzigartige Gelegenheit. > die giften Alsberg-Qualitäten in dem jetzt stptifindenden Großverkauf zu zehr, sehr niedrigen preisen zue, werben 'i w L DtlM dev Gemeinderatssitzung Tresdeii, den 1(. April 1930 | i Amtliches 'Mratofjlll Auf Einladung des geschäftsfühi enden Vorstehers .(vijrn .NechUanivalt Paul Sulinger hatten 'ich zu der heutigen Sivung dec- Wemeinderats die hierunler genani len Herren eiiigefulihen^ V c> r st e her: Marl' 15h. Bocknier. V o r it': lj e r: Sanitätsrat Är.Salzburg. Vorsteher: Samuel Weiger, Vorileher: Sanitätsrat Tr. E. Ziinineriilann. (M e in e i u l e v erorduete: Joseph Cohn. (5arl Feingold, Egon Feuerstein, Tireklor Arthur Glander, Mar 'Lener, Moses Langer, 2ieflimi»b lüffinann, Ignab NatvwiH, -Öerinann Reninann, Direktor Erich Schapira,-Isidor Sternlieb, Jacob Vriilczer, Saul Weinreich, Tirettor M. ,'Picker. Mil Entschuldigung fehlk Öerr A. L. Loemeulha!. Tie H-rren Rabbiner Prof. Tr. Winker und Tr. Wolf nehinen an der Schling leil. Tagrsortnung: ' 1. Einführung und Verpflickkuug Eingänge und Mitteilungen. Antrag deS Vorstandes und de »euer » Weme-iiibcraK-n einsührnng eines Schulgeldes-, 2 eschlußfasiung über den hiernach noiwendigen Nachtrag .z,iln GetüKr/'ntaris vom 7. l5fiob.r 1925 — zweite Lesung. 4. Verlängerung der 25. Sepleinber 1922 und Antrag Sie ne GeltnngSdi uer der Slenerord Hing vom ausfckusies. dem $ 4 der geben — zweite Lesung. Antrag der Fraktion der ivolle beschlieszen: l. die Savungskiommislion. deren Eliiberuf in der Tezemberiiv üdisck en Volksparlei, der laemeinderal >Zuber vuna i nd 2< isei: und derselben di beanlragle Aeiiderunig der Para- und einilliniufg beschloue» war, im Lau „als Avril in derselben gravheil 19 ralnng vorzulegen, II. die Savnngsksnnmis olieder zn er, IIl. in der :'!egel siach j eine FinanzauSschnsses auf Wiederdes Voriiandes ordnnng eine u all! nd te idre ,einan.z- Favung zu ing bsheils ing des iMemeinderat^ beantragt des Bio- : gleichfalls der We»ieindesichn> io» dnreti 2 bis 4 (Mi ineindemill Wochen, U'ijteiteni aber nach abzuhaliep. u. je ' t» Wochen eine Wemeindetaisslvnng Neuwahl der Ausschüsse und Mifmmissionen. iiglieder. N Zur Peden VfrivalruiigSjüdische Wa isderfürsorge Ergänzungswahl für den Ausfituß dee- Sächsisetten israelitisch Wemeindeverbandes. ' Ersatzwahl eines ordenilichen 2 Mitgliedes für ausschui; der Landee-kaüe Sach en für für die Zeit bis .zum 31. März 1931. Bericht des SchächtausschnveS.. Ter Vorfipende eröffnet die C:u.n>»g kurz nach h.15 Uhr. Er widmet den Herren Tr. L e v y, I k e n b e rzt, Tr. Straus; und Tr Leo Winter,,die ihre Ae»Njr mt Voriland und (Memeinderal liiedergelegt haben, Worte ehrender Anerkennung. Tie. ausgeschiedenen .Herren hätten alle ihre Mrifte nüd ihr ganzes .Mönnen ein geseyt, nm das Wohl der tsSeinei, de zu fördern. Von Herrn Tr. Le vy sei insbesondere zu sagen, bas; er unter entschiede»ster-Wabrlliig seines Slandpuitkteö sein Aut als Vorsteher stets in sachlich vornehmer Weise geführt habe. Sodairn teilt der Vorsitzoitde in3, das; Herr Mart Eh. Bochner an Stelle des Herrn Tr. Levy bereits in den Vorstand eingetreien sei. .hiernach folgt die Einweisutg uild Verpflichtung der .'öerren Moses L a n g e r, ,'öermami VJ c als Wem' n in a n n, indeverordnete. Isidor t e ni l i eh und Jacob ituicjct Herr Vorsteher Bo chncr erwidert, das; der Kurs der Volks-, Partei sich durch das Ausscheiden der vier Herren auö dem Mol> leGuin nicht geändert habe. He/ r Wemeindeverordneler W cini ch fügt hinzu, daß die Volkspartei den ernsten Willen habe, tu en.Zweigen der Wemeindevertrelnng in echt jüdischem-Geiste mit- . zuarlieiten zum Wphle der Wesa.intgeineinde; er schließt sich dem Tante des Vorsihenden an Herrn'Tr. John Levy an. Herr Dr. Levy habe in treuer Pfkichterfüllnug.Unbeirrbar, insbesondere in der tsfrage, tinmer den Slanldpuntt der Voltsparlei vertreten, ei »reich wünscht namens der I-raklion der jüdischen Volkspartei bezüglich der Wahlrechtsfrage folgende Erklärung abzugeben, die er ins Protokoll aufzunehmen bittet:}. „Wir wünscheil nichlö weniger als ein Zerwürfnis, geschweige^ n einen Bruch mit den Libitralen wegen dieser Frage. Vieldenn einen Bruch mehr Hoffen und wünschen w> ipessen. Wir sind überzeugt, daß Mommission zu: führenden AuS» ihreS bisherigen Standpunkteegen diesc im vornehmen rirrage. Zair play mit ihnen ringen zu können und iic Mräftc unfrerJMriinbe an der Mraft ihrer Gegengründe zu j- .1 die zunächst in der politischen einandersetzungen die Liberaleh bewegen werden, eine Revision vörzunehmen ' und unsrer For-!