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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1930-02-01 · 2 (2.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
6 (1930)
Issue
2 (2.1930)
Date
1930-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Nr. 2 Gemeinde blakt der Israelitischen Religionsgeinein de Dr es de » Seite 17 / ' - Personalien ' >!>2l> (tzeburken: 2>«. Dezember: (Mabriele, Dochter des Herrn Dr. ined. Hermann Röthler und dessen Ehefrau Eva Marion geb. Werner. Münchner Platz Ui l 22. Dezember: Wolfgang :>talph! Lohn dee- Herrn ."catob Blumenstein und dessen Ehefrau Lidonie geb. Mrell, Nürnberger Ll ratze 2», I. . IW» j l. Januar: Bernhard, Lohn des Herr» Moritz Ltühler und denen Ehefrau.Elisabeth geb. Bnrkhardt, Wallotslratzee:<>. I». Januar': Liegfricd, Lohn des .\>crru ,'vrio Baninivohl und denen Ehefrau Erna geb. Vogel. Walpnrgisüratze Varmizwobs . I. f>ebrnar: 'Adolf .Ml einer, Lohji dee- Herr» Marino Mleiner, LoNlsenslratze 12» 1. > l'>. Marz: Wolfgang Lalinger, Loh» des Herrn Neclnsanwalt Paul Lalinger, Liebigjlratze 2». In. März: Herbert PinknS, Lohn dervvmt Mar Pintno, Hübnerstrasze 2ü. > l Ii>2!« Lterbesälle .">! Dezember: Herr »!>»,„ Anschel Ne schling, 2un»,ftrnfce S. 1!«20 ' 5. Januar: Herr gnnizral Dr. f sZnluis Bondi. veriiorbe» in Venedig, <Melleristratze U>. 7>ounar: Lami Mandelsaft alias Lioner, Lohn des Herrn Aron Mandelfafi alias Ltosscr, Lortzingslratzc >2. Ans- und llcbrrtriitc: Auotritle: Donkünstlerswilwe „ranziska Nölci geb. -Levis, IlKlandslratze 22. Länger Lzniul Llnzini, Elfaner Ltratze ü. Ehemiter Hans Berger, Le dg» »ratze 17. i i > , Am L0nn>U>end. lä. Februar, feiert unser »ieineiiideinilglied Leivin binbi», Ltephaniensiratze l!>, seinen 72. <>>eb»riotag. Wir graiulieren ihm auch an dieser Ltelle und ivünschen ihm alles teilte. i Hilfswerk für jüdische Ltudentc» Deutsche Lehranstalten sind von! jeher von jüdisciien Lliidieren- . den aus den östlichen Ländern Europas gern aufgefuchl worden. Dies gcsciiah wegen des hohen L tan.de s der deutschen Wifsenschafl -und deS auch schon in der Vorkriegszeit in Osteuropa herrscheiiden Antisemiusnius. Ter .Hilfsverein d^r Deutschen Juden, der es sich in a. znm >tziel gesetzt hat, an der kulturellen .Hebung der Zuden iin Lsten mitzuarbeiten, hat sein besoiideres Interesse den Lrudiercnden zugewandt, denen die Wege zh ihrer svortbildung so gut wie verschlossen waren. Nach dem Kriege befanden sich in Deutschland mehrere tausend jüdische Lludentc» zum größten Teil in bitterer Not, die sich um so mehr steigerte, s als die Möglichkeiten, .von den Angehörigen unterstützt zu werden, infolge der politische,, Wirren und ivirtschaftliche,, Verrichtung in Osteuropa immer nnhr schwanden. , Tie Lage vieler junger Menscheii, die jahrelang'unter den grog len Entbehrungen gearbeitet halten, war eine.verzweifelte. Es galt zuiiächjt ihnen Hilfe zu bringen, Dr. Paul N a t h a_i,, einer der Mitbegründer und »»ihrer des Hilfsvereins, regte im Lominer 1!>2 l beim Hilfsverein eine Hilfsaktion an ljnd setzte sich mit grösser Hingebnng für die Dnrckfnhrnng :erselben ein. Der Hilssverei» er iisleresiierle die ^ennoh Eo übernahm die Leitung der 'Aktion; lonization Association und das 'American gloint Diilribniion Eon» niiltee für dieses knltnreUe antzerqrdcntlich lvdentungsvolle Hilfsiverk. Von diesen zwei Organisationen isind im Laufe der letzten ^lahre dein Hilfsverein für das Lindgutenhilssiverk beträchtlictie Lttminen zur Verfügnng geitelli wörden,ferner find von einzelnen jüdischen blenieindcn und Privatpersonen Beiträge beigeslenerl war de». Die dem Hilfsverein .überwiesenen »leider wurden dem Verband der jüdischen Ltndenienvereiite.in Deutschland zngesükn;l, der den Hilfsverein von Lenieftcr zu Lemeiter über die Höhe der je iveils erforderlichen Lummen für Prüflings- und Ltndiengebühren sowie für Llipendien insorinierle. Der Hilfsverein bewilligte dein Lludentenverband aus eigenen fsönds nicht unbeträchtliche Mittel und nnlerstützte „och gesondert eine »Anzahl von Hörern. g»> ganzen sind für diese Hilfsaktion von Milte 1!)21 bis Ende 1Ü2!» rund 177 <MH) M. vom Hilfsverein aufgebracht und verausgabt worden. Mil dieser Lnmine konnte , der Hilfsverein einer sehr groszen dal» von jüdischen Lludenien den Abschlus; ihres LlndinniS an denlschei, Lehranjtälien ermöglichen; insbesondere: auch solche» jüdische» Atadeinikern, die infolge der X»nsc>ru?s<>I«lw»ü Bewegung in' IIn garn, Polen und Nnmänien deutsche .Hochschulen anfzusncben ge nötigt waren. Tie Aktion wird foritgesetzt. Hm ganzen wucdeii vom Lommerscnicster I!«2I bis zun, Lo», inerscniester I!l2!I, 1171 Lludenten iinierttützl an den Iliiiversiläten in Berlin. Breslau, Erlangen. Hrnnkfurt, jrrdbnrg, »beizen, »löllingen, Hglle, Jcim', Mid, Möln, Mönigsberg, 'Leipzig, Marburg. Würzbnrg, den Dechnischen Hochschitlen in Berlin, Braunschweig. Tarinsladk, Hannover und den Technische» Dlnstalten in Allenbnrg. Arnstadt, ntrankenhausen. Hainichens.Mölbeii, Mitiwcida, Oldenburg-' Ltrelitz, Wismar, Zwickau, 214 Lrudenlen haben ihr Llndinin beendigt. Hiervon studierten Dechnische Wissenschaften 222, Medizin 22!«, Nntnrwisiciischaflen I»ä, Philosophische Wissenschaften ^2, Landwirtschaft 21, Handelswissensctiast -J\ Nechlswissenschast 12. Musikwissenschaft ». : j Den Absolventen mutzten Mittel!,zur Heimreise - eliva.ö7 v> H. der tiiesamtzahl der Absolventen kehrten nach ihren Heimatländer» zurück -- zur Verfügnng gestellt werden. Der Hilfsverein trug zu den .Mosten a»S seinem Emigratioisisbiidgel vielfach bei. Ein De» verbliot' in Deutschland, andere lbegabeu sich imäi serankreicb. Palästina und überseeischen Ländern, wobei iviederlim der Hilssverein dank seiner weilverzweigleii Verbindnngen mit jüdischen Lrgainsalionen und Institutionen in diese,, Ländern die nötigen Informationen einholen konnte. Als die Hilfsaktion eingesetzt hat e. hob Paul N a t h a n in einer Ansprache, die er in einer einbernsi.'»en Monserenz gehalten hatte, hervor, datz die Lindenten ans densi Dsten d>,nk ihrer Ausbildung in Deutschland eine bedenlsaine M. zu erfüllen berufen seien. Es fei Indenheit, sie Notlage der Lludie inielleklneUc Entwicklung zu fördern. ission in ihren Heimatländern darni» Pflicht der dentscheii enden zn erleichtern, und ihre BAUMEISTER WALTER STEINHÄUSER , ARCHITEKT /\ /-\\ ENTWURF, BAULEITUNG FÜR IN- /-\wr \ dustrieundwohnhausbau.be- ( VVVTH WISSENHAFTE. FACHMAHNISCHE V 11/ BERATUNG IN ALLEN BAU- UND \A/J' WOHNUNGSSACHEN, GUTACHTEN, FINANZIERUNGEN DRESOEN-A.1. VIKT0RIASTR.3, TEL18396 Piccadilly, Dresden Prager Straße (vts-d-vls Hauptbahnhof) Das erstrangige Konzert- CAF£ Das Hotel mit allem Komfort Täglich 4 bis 1 Uhr Erstklassiges Künstlerorchester KONDITOREI KREUTZKAMM ALTMARKT 14 liefert Ihnen das Feinste für Telephon 19235 und 21409 alle festlichen Gelegenheiten I I

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