Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 1 (1.1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 1 Mitteilungsblatt des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes Tentichrifl und die Eingabe sollen mit den Unterschriften des Sächsischen ifraelitiiäicn Gemelindevcrbandes. der Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen nnd der Sächsischen israelilischxn Lehrervereiniguiig/auch im Mitteilungsblatt des Sächfimien. israelitischen Gemcindevervandes abgedruckt u>erdenr j «Tie Perössenllichnng erfolgt! water. S. Red.)!>. Vorlage der Stiftungsurkundc für die Arivwitfi, Stiftung. - Referent: Ter Vorsitzenö-.'. Ter Vorsitzende berichtet: Tie Verhandlungen mit dem Ministerium für Volksbildung über die Sotzung der Ariovilicl, Stiftung nähern sich dem Abschluß. Am3, November 1929 ist die Angelegenheit im lIeineindeanil der Ffraelitifclien Religionsganeindc in Leipzig init Herrn Mar Arioivilsch. Herrn Tr.! .Halberstam und Herrn Rechtsanwalt Tr. W. Ztanfmann als Vertreter der Familie Ariowilich besprochen worden. An dieser Besprechung haben Herr >iarl Golbsclimidt. Leipzig. Herr Joseph Ziabn, Ehemnitz. nnd der Verbandsvonitzende teilgeiwminen. An der letzten Besprechung mit dem Dezernenten 'im Volksl'ildnngsministerium, Herrn Lberliegierungsrat Tr. Groß bat der Verbandsvoriitzende mit Herrn Rechtsanwalt Tr. Kaufmann ebeiksalls persönlich teilgenommen. Nach dieser Unterredung hat der Satznngsentwurf noch mehrere Aendcrungen und Ergänzungen ersahren. - Herr Tr. Halberstam. Leipzig, trägt hieraus die Satzung von Paragraph zu Paragrgph vor. Fn der Aussprache ivird ziinächn bestimmt, den Schluß des 8 S anders zu fassen. Herr Tr. Levy berichtet, daß der Gemeinderat der Dresdner «Gemeinde 'ich in seiner letzten Sitzung auch mit der Arioivirich-Stiftung deiciiäftigt habe. Tie Satzung sehe zwei Arten von Fii'asien vor: solche, die die Verpflegung selbst bezahlen, und wiche, für die die (Gemeinden für die Verpflegung aufkommen. Hiergegen seien im Dresdner Gemeinderat Bedenken laut geworden: inan befürchte, daß sich tut Altersheim zivei K tasten bilden könnten, wenn den selbftzahlenden Fu- 'anen bekannt würde, wer aus Gemcindckosten verpflegt wird. Ter Verbandsansichuß nimmt nunmehr unter dem nochmaligen Ausdruck des Tankes an die Familie Ariowilich für die hochherzige Stiftung die Satzung der Ariowitfch-Stiftnng in der vorgetragenen Form an: er übernimmt namens der acht jiraelilisäten Religionsgemeinden des Freistaates Sachsen die Verpflichtung aus 8 Ost der Satzung, wonach die Mittel für die laufende Verwaltung-u. a. durch die Beiträge der dem Säctisiicbeu israelitichen Gemeindeverband angehörenden Re ligionsgeineinden aufgebracht werden. Fnnerbalb der Gemeindevertretungen soll nnnmehr die Frage der Gründung eines Vereins zur Erhaltung der Arioivit'ch-Stiftung erörtert werden. Tiefem Verein würde dann die Aufgabe zufallczi, die den Gemeinden aus 8 9I> der Satzung erwachsenden finanziellen Lasten aufzubringen. Ta das Altersheim möglichst Ende März 1930 eröffnet werden soll, iit in den einzelnen (Gemeinden recht bald bekanntzumachen, daß Aufnabmegeüiche an die -Geniciiidevorstäiide zu richten und nsiv. Fn den Vorstand der Stiftung ivählt der VerbandsauS'chuß für die Fahre 1930 und 1931 die Herren Samuel Hades nnd Siegmunv Gottlieb, beide in Leipzig. Herr Hodes erklärt die Annahme der Wahl. Tas .Kuratorium soll aus 20 Personen bestehen und ebenfalls für die Fahre 1930 und 1981 gewählt werden. Ter Familie Ariowitsch steht die Wahl von 10 .Kuratoriumsmitgliedern zu Tie Verbandsgemeinden bestellen ebenfalls 10 Mitglieder, und zwar: Leipzig 4, Chemnitz 2, Dresden 2, Planen und Zwickau 1. Bautzen und'Zittau 1. Abschrift eines Erpofös des Herrn Tr. Hälberstam und des Entwuns der Satzung mit der erwähnten Aenderung des 8 und diesem Protokoll als Anlage beigefügt.' 10.. Maßnahmen gegen den dem Sächsischen Landtag am 29. Lktober 1929 zugegangenen Antrag auf Wiedereinführung des Schächtverbotes in Sachsen. Ter Vorsitzende berichtet: Sofort bei Bekanntwerden des Antrages der Landtagsfraktionen der Teutfchnationalen Volkspartei und deS Sächsischen Landvolks vom 29. Lktober 1929, das betänbungslofe Schlachten, das heißt die Wiedereinführung des Schächtverbotes in Sachsen betreffend, sind alle möglichen Schritte unternommen worden Opportnnitätsgründen nur das nötigste mitgetle dir Tie auSführliclie Aussprache schließt mit :t) einer Resolution, die von Herrn Rabb mann entworfen und die. wenn der Wo seststeht, zur Kenntnis der maßgebenden allgemeinen .Kenntnis gebrächt werden i{>ll.!>) eines Antrages des Herrn Tr. Lappe, fi Wiedereinführung eines Sclzächtverbots Staatsgcrichtshof anznrnfen. Bei Punkt 11 „Besprechung von gemein chastlich interessierenden Fragen" wird in der Hauptfach: nochmals die Frage-der Forenfensteiicr erörtert. Nach euer Frage des Verbandssekretärs in einem Spezialsall und ter Antwort des .Herrn Predigers Hcimann in Planen wird , ls die überein stlmmendc Ansicht des Vcrbandsansscknsscs fei gestellt, daß für die s ach fischen (isemeinden in der Frage de« Forcnsenstenei einzig und allein die jä chs i scheu Gesetze > laßgebend sind. Die Sitzung wurde um \y. Uhr durch c n von der tße ineinde Ehemnitz dargebotenes Mittagsmahl unterbrochen, während dem. -Herr Rechtsanwalt Salinger der Gemeinde Ehemnitz nochmals unter dem Beifall aller Anwesenden für die gewährte'Gastfreundschaft seinen Tank ai ssprach. Herr jtahn dankt Herrn Rechtsanwalt S-ilinger für die vorzügliclie Vorbereitung und Leitung der Tc gnng. Damit schließt der Vorsitzende die Tagung gegen über die aus ilt werden fe f Annahme^ ncr Tr. Gold tlant endgültig teilen nnd zur r den Fall der in Sachfei^ den Ter Haushaltpla» für 1930, das Erpoü- >äalberstam in Leipzig und der Satznngsent witsch-Stiftung sollen in der nächsten Niins, iverdcn. 7 Hin . I.. 1*1. des Herrn Tr. vurt der Ario »er abgcdruckt SSWlljer Mtlfdift Allersheim rq Leiozig — Ariowitsch Stiftung — u Ter Bau des Ffraelitischen Altersheims feiner Vollendung entgegen. Tie Stifter. A r i o w i t s ch ' geborene H c p n e r, Herr H a l b e r st a in, Herr Mar Ario >v i t s Leipzig wohnhaft, hoffen mit dem Sächsische Gemeindeverband und den acht israelitisch gemeinden des Freistaates Sachsen, das Frühjahr 1930 der Benutzung Übergaben zn Das Heini bietet vorläufig Platz für 36 Tie Fnfassen erhalten Wohnung, Verpflcgi nung. Trotzdem das Heim aufs modernste ausgestattet ist und in erster Linie dem alter, zugute kommen soll, ist der Pensionssatz nur Monat festgesetzt worden. Für Unbcmittel Freistellen zur Verfügung.. . Aufnahmegesnctie find baldigst aii den L den Wohnort, der Petenten.zuständigen ligionsgcmeinde zu richten. T r e s d e » , den 20. Dezember 1929. in Leipzig gebt Frau Louise Tr. Hermann , sämtlich - in n israelitischen den Religions- Altersheim t|it können. I«iS 10 Insassen, ng nnd Bedieeingerichtet und den Mittelstand auf 12$ M. den e stehen einige orstaud der für israelitischen Re- Sächsischer israelitischer Grinciudevirbaiid! Rechtsanwalt Paul Salinger, Vorsitzender. Mendelssohn-Medaillen Anläßlich des 200jährige,, Geburtstages des Mendelssohn hat die Staatliche Sächsische Münze eine Erinnerungsmedaille geprägt. Tic Medaill> bekannten Münzgraveur Fritz .Hörnlein,- Tresdci , in Stahl geschnitten und zeigt auf der Vorderseite uno ausdrucksvoll modellierten Kopf. Auf der sich die Inschrift „Moses Mendelssohn" und da burtstagsdatum „0. Sept„ 1728—1929“. Ter Preis stellt sich für die in Feiusilber aussi auf 4 M. Bestelluugeu auf diese Medaille sind voit den : und Ticnststcllen an die Landeshauptkasse, von Hörden und Tienststcllen unmittelbar an die Staatlichen Sächsischen Münze in'Muldenhütten Philosophen Moses in Muldcnhütteu lvurde! von dem entworfen und den sehp lcb.'ndig «lücksciti befindet 2«>0jährige Oie« eführte Medaille resdner Behörden den übrigen Be- Verwaltung der gl richte».