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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-12-01 · 12 (12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
12 (12.1929)
Date
1929-12-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nr. 12 ®* **er Israelitischen ReligionSgemeind Dresden Seite 15 Deutsch-jüdische Jugendgemeinschaft Stach dem Sommer. in dem die Fahrten der Kern des Gruppenlebrns sind, siebt im Winter die Arbeit ans dem Heim im Vorde-grunde. Das Heim soll alle Probleme und Ausgaben dcS Grnüveii. lebcnS und der Gemeinschaft kläre» und für jeden die Möglichkeit dielen, alle Dinge, die ihn zu tiefst bewegen, mit gleichaltrigen .Kameraden und sclbstgewählten Führern, in unbedingtem gegenseitigem Vertrauen, zu besprechen und zu lösen. Insbesondere wurden in der lebten Zeit die jüdische,, Me genwarlsfragcn diskutiert. Die Auseinandersetzung war zehr intensiv, und der Ernst, mit dem die Tinge behandelt wurde», ein Zeichen '»titr, das; die Beziehung zu jüdischen Tinge» im Laufe der Ent. wütluug des Bundes eine enge und feste geworden ist. Wir als deutsch.jüdische Fugend haben die Möglichkeit, Palästina und alle minit zusauiinenhäugeiideu Fragen zwar von unserm deutschjüdischen Standpunkt, aber unbeschwert von den Ideologie» des .Houismus und Teutsch-Fudeuiums der lebten :io Fahre, zn be- >rächten. Obwohl der Bund Mitglied des Fnitiativ-Komitees zur Fewish Agency ist, hat sich im Laufe der Auseinandersetzung ninerhalb des Bundes heransgestellt. das; der Palästina-Ausbau nicht von allen bejaht wird. Gemeinsamkeit herrscht darüber, das; der Palästina-Aufbau für uns nnr eine Teilausgabe unsrer jüdischen Aufgabe darstelleu kann. Durch das Ausscheiden von Alice Apt aus der Führerschaft ist diese wie folgt zusainiuengesebt: Orlsgruppenleitung: Peter Blachnein; Führerschaft: Fred Eslreidier, Horst. Faffee, Gerda Löwenneiii. l,trete Weis;. , Das Winterlager findet in diesem Fahre als Mittleres Schuiungslager vom 20. Dezember 1929 bis zu in •">. Fannar 19:!0| j» Holzau im Erzgebirge statt. Unsre sechste Mruppe, Fungen von!lO bis 12 Fahre», ist vor wenigen Wochen gegründet ivorden. Alle junge» jüdischen Menschen, dif tvirklick jung sind, solle» .ii uns kommen und mit uns zusammen leben. O. U. Fubiläumssammlung des Mrndclssohn-Perrius, E. P. za Dresden In Sir. Il des Gemeindeblattcs wurde über die bis zum DI tobe r nigegangenril Spenden berichtet. In der Zwischenzeit sind uns noch folgende Beträge zugegangen: Herr Jakob Ballin 1» M.; Herr Rechtsanwalt Bernhard Hirschei l>» M.; Herr Nathan Friedman» 20 M.;.Herr Zahnarzt Tr. Fsako- >vib 2ll M.; Herr Jakob Kamai 5 Bi.; Herr Fosevh Krell 20 M.; Herr tKustav Tuchler 10 M. Wir bitten die geehrten Gemeindeuiilglieder ebenso herzlich lvie dringend um weitere Zuwendungen» damit wir die au uns herautretendcn Ansprüche auch nur einigermas;en erfüllen können. Mehr denn je erfordert jebt der schwere Wirtschaftskampf eine gründliche Berufsausbildung des einzelnen. Der Mendelssohnvcrein aber hat cs sich seit hundert Jahren zur Aufgabe gemacht, junge» jüdischen Menschen beiderlei Geschlechts die Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung insbesondere die Erlernung eines Handwerkes zu schassen.! Tic Beträge bitten ivir, entweder bin dem Israelitischen (tzc- »leiudcamt oder auf die Bankkonten des Mendelssohn-Verein? beim Bankhaus Gebrüder Arnhold sind, bei S. Mattersdorff ei», zuzahlen. , Ter VerwaltungSrat des Mendelssohn-Vereins, E. B., zu Dresden. Fünf Jahre Jüdisches Jugendorchester, Dresden Vor wenigen Wochen konnlä das Jüdische Jugendorchcjtcr, Dresden, auf sein fünfjähriges Bestehen zurückblicken. ES wurde am 22. Oktober 1024 auf Anregung des Herrn Rabbiners Dr. Wolf als Orchester des Jüdischen Jugeadbundes gegründet. Schon zwei Monate später machte sich das Orchester unabhängig. Dirigent hcs Orchesters war damals Siegfried H o r o>w i tz, geschäftlicher Leiter Leo L e w i n. Dieser Klangkörpers noch in den Anfängen, spielte zu jüdischen Veranstaltungen, zum Lhanukkahfest de: Gemeinde usw. Schon »ach eineni Jahre, am 21. November 1925, lud es die Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu .seinem ersten Vortragsabend ein, dessen Ertrag der jüdischen Mitteistandsküche zuflotz. ES „hat sich diese Kinderkapelle im Laufe eines Jahres zu einem Orchester herangcbildet, das sich hören lassen darf", schrieben damals die :jeitungen. Und von da an gab es nur wenige jüdische Veranstaltungen, zu denen das Orchester nicht mitwirkte. i Der ziveite Vortragsabend (am 6. Dezember 1926) fand schon in einem groszen Saale, im Dresdner Künstlerhaus, statt. Er Ivurde j ein voller Erfolg, und jeder wird! sich noch an das damals uraufgeführte Ouintett „L’dowid borjtch“ erinnern, das in liebenswürdiger Weise Herr Oberkantor Dofstcin, ein Freund und Gönner des Orchesters, diesem gewidmet hat. Der Ertrag des dritten Vortragsabends war zur Anschaffung von Mazzoth zugunsten armer jüdischer Familien gedacht. 0. J. J.G. Auch zu. den Aufführung' wirkte das Orchester mit, un> hat, wird sich and, gern des groj;er- Begeisterung und gr Begleitmusik machte, Dankbi Henrictten-Ttifts des Orchest Muttertag ein Ständchen bri Hochzeiten,, bald zu Barmizwol festen cingeladen. Ja, überal ehrenden Auftrag nicht auss Es folgte dann noch ein vi veinber 192d gewann der fü tragsalrend im Künstlerhauö! das; sich der bisherige jugei reise an diesem vom Orchester in Dresden verabschiedete gros;en Saale der Kaufmann Dirigent eingewiesen. »Gleich Leitung denen Ertrag der M .seine Fähigkeiten und sein Köi ihm yadi jedem Stück. Nach den inusikaljschen E sonderen Uebcrraschuug auf: Leitung spielte zum Tanze a sie nur an grogen Dresdner kapelle hat noch bei vielen jüdis sich Sympathien zu erringen volle Konzertabend nicht sehr Erfolg ausblieb. Fegt rüstet zcrtabeud als Purimball. Das fünfjährige Orchester meiudclcben nicht mehr weg sämtlichen wohltätigen und fügung stehen. Um jedoch sei i gehe» zu können, ist der Eini dringend erwünscht. Es richttt Fugend die Bitte, seine Ziel, Jugendorchestcr, Dresden, da glied beizutreten. Die geschäftliche Leitung li langjährigen ersten Vorsitze strajze 11, der jederzeit Anm '» des dramatischen Klubs „Pere;" . wer jene Dybuk-Anffuhrung besucht zagendorchcsterö erinnern, das lich mit ister Aufopserung an die Engclsche werden sich auch die Fusapen des •rd erinnerii, das ihnen zu mand,e»i ,chle. Das^ Ordvisler ivurde bald'zu S, bald zu andern jüdisdicu Familienward es so begehrt, das; es maudie» ihren konnte. erter Vortragsabend, und am 10. No^ >fte Vortragsabend «der vierte Vor- . > dadurch «ine besondere Bedeutung, nülidtc Dirigent vor seiner Amerika : und seinen vielen jüdischen Freunden .oierauf wurde am 0. April 1929 im i; iKift Herr 'Harry Meye r als neuer dieser erste Kon.zertabcnd unter seiner ttelstandsküche zugcdachl war. bewies > neu. Langanhaltendcr Beifall dankte 0 t rbict.iinge„ pxirtete er mit einer ln'- in ne jüdische Tanzkapelle unter seiner und bewies ein Können, das; man anzkapellen inessen kann. Die Tauzdicn Veranstaltungen mitgewirkt und nbiimfet. Leider war dieser bcdcutiings lesricht, so das; der erhoffte finan gelle ^das Drdtester zu einem neuen Kon ist ans dem Dresdner jüdischen Ge zildenken. Stets wird, es wie bisher ffiziellen Veranstaltungen zur Bereit Zielen nod> mehr als bisher nachritt aktiver und inaktiver Mitglieder .deshalb an die jüdische inniizicrende zu unterstützen und dem Jüdischen politisch völlig neutral ist, als Mit :gt in den Händen des öerdienstvolle» tden Alfred Lew in, Ku'rfürstenlduugen cntgegennimmt. »,*i*'C‘.±,**'***t’ raucht

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