Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 11 (11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Nr. 11 Gemeindeblatt der Israelitischen ReliglonSgemeinbe Dresden Seite 1*? AuS dem Vereinsleben «anbcrpelbr unb Cofnr Waffermaiin in Trr«be» 19 VI m -i. Cftol'cr sprachen vor einer etwa t.iuseudlöpfig.'n Ps-rsai»i»lu»g, auf- Einladung eine« iiberparieiliiten Momü«r«, iöer frühere Helnische Ministerpräsidc'nl sLinile. Pandervelde, Ära,, Tr. Pandervelde und der Direktor der Tentsche» Bank, r«kar Wanerinan». über da« jüdische Paläjiinawerk und itr ieete»’vfr e>n»isse m Paläsiina. Ter Porsivende dr's sächsischen Israel,lisäieii «^emeindeverbaäoe« und der Tre«d»er Hleineinde, Herr :>!echl«anival, Zalmgei. b.-grüiu ‘ in feiner Eigenschaft alcä'iitfllieb de« ^nitiaiiulomiiee« dir 'seluiji) Vl|V»ci) die Erschienenen, insbesondere Herr» und seran Pa>tb<-rvelde, Herrn C«far Wassermann unb de» Delegierte» de« .ncreii öajeiü'b, Herrn Tr. Ernst SHarfu«,’nufcerbem teu Präsidenten de« Zächsische» Landtag«, Herrn Weckei. und die Pertreier dir Behörden und der politischen Parteien. Darauf ernrisf seraii Pniideevelde da« Woir z» ihrer warmherzigeik Zchilderimg der Z.tll.nioi: in Palästina, vor allem der sozialen ssiistitutionen. (äanz besonder« schilderte ,rra>?Dr. Pandervelde die Tätigkeit der jüdischen Mraufen-- hilf«ornanisation Ha da nah. die durch r pferbereiiscinift amefikci- »ischer srraiien in sanitärer Hinsicht für die na»,;c Bevölkerung Palästina«, sowohl für Araber wie 'für Hilden, aui;ererd.lttl:ch iegensreich wirft. Emile Pandervelde entwickelte »in einer beispiellofe» iheiorischen Pollendliiin seine Hledanlen iilK-r da« Paläsiinawerf and die politische Zjtnatioii. Man spürte an« seinen Worten, wie sehr ihi» die jütisclie Heimstätte an« Her,;, gewachsen ist, und das; dieser glänzende Viedner, als Zachwaller vieler Augelegenheite» a»i; iireieii gewohnt ist, hier um die jüdische Ta che kämpft, weil er sie ,1« seine eigene, al« menschliche Zäche empfindel. Be, B-lgin» seiner!>!ede fand er herzlickte Worte ^der Trauer für Tr. Zirese» in,.»n, mit dem er in Locarno und in i'icnf znsainmengewirkt Halle, ii»d den er als einen der größte» ZtNatsmäiiner Europa« feierte, Tie Persaiiiinfnng erhob sich ,;um Zeichen der Trauer. ^«far Wasseriiianii foiinte bei Beginn seiner t'Iede ntii!>!e hl sage», das; da« Auf treten von Herrn Pandervelde am beste» beii'etfe, welche liefe Wirfuun der VluflHtu Palästina« durch die finden .Nif die ,ian.;e zivilisierte Meuschhtit gu«übe. Mit innerlicher Pe, wennnn fehle sich Wassermann mit einem kürzlich erschieneueu Aufruf deutscher finden, der sich gegen die fieivish Agencii wendet, auseinander. Einfach und klar schilderte er die te.rnndlagen de« Paläslinawcrfe«. Er hob hervor, das; die Arbeit für Palästina Vlrboit de« ftnbeutum« fei. Man tue nicht« für andere, wenn man für Palästina eintrete, sondern man diene der Erhaltung te« fii dentui»«, also sich selbst. ' Eine neue fingend wolle man in Palästina erziehen, 'die da« Nationalheim ziim neistine» Zentrum Ser nesamlen fiudenheii mache, lind wer die ginnend in Palästina nesehe» l>ibe. der sei nberzeunt davon, das; hier eine außerordentliche i^iieralion hera'.i» wachse, die sich von allen bisherineu wesentlich ilnierscheide. Ta« harte, beispielnebeude Lebe» der ersten i>>e>ieralion der Einwanderer, die im jebigen Zladium de« Aufbaues unerhörte. Tpfcr gebracht hiiben, sichere uu« die jüdische efiiknnft im Lande. 'Nicht« sei vollendet, aber die Pioniere hätten gezeigt, das; der fidealismu«, der ne befreie, stark genug sei, nm aller materialistisckter Triebe Herr zu werde». Wir haben keine» Mangel an Menschen, so sagte Wafferinann, Tausende warten, um unsere Neihen in Palästina zu verstärken, und wa« nn« bisher fehlte, n>ar nur die Hilfe de« Welt» jiidentiiiii«, i» einem Maj;e, das den Aufbau in nrof;ziininer a-orm ermöglicht. Tiefer fidealismu« wird nicht verfehlen, feine Wirk nun auf da« fiudentiim der Welt aii«zniil>eu. »nd dieser fidralismu« >N e«, der Mensche» wie Pandervelde und unsre übrinen christlichen ivrennde in alle» Länder», »nd so auch i» Tenischland, für die Zache gewinne. Wir sind nicht zu de» Nichtjude» nekommen und haben sie gebeten. unsre Zache zu fördern, sie sind zu »ns gelmiimen, »m »»« z» Ik-Ifen, weil fie in unsrer Partie ihre eigene sahen. , Herr Direktor Wafferinann pinn alsban» auf die Angriffe ein die von gegnerischer Zeile gefeit die fiewish Agencn gemach! werden, insbesondere von einige» denlscheu iNriippen, die behaupten, das; die deulsctie.n Perlreter sich nicht al« die bernfene» Pertreter 5er deutsckxir. fiiidenheit bezeichne» konnten. Er führte alsdann folgende« an«: Einine r rganisaiionen hätte» sich al>gesondeit, gewiii. at>er nicht die L rganisationen jieUen da«'deutsche ^lideulnin dar. solider» seine anerkaiiiile Pertretniig, seine jüdische» >''e,neinde:>. von denen die. t'lroßgemeinden Berlin, firankfnrt. Hamburg unb Miinche» in dem fiiiilialivkomilee für die fieivish Agench verlrel» find, fihi» fehle da« Perjiändiii« dafür, das; man immer wieder Hemmungen hat>e, da« Werk i» Palästina zu fördern, ,cür finde», in Ehina zn wirken, sei man bereit, »>ir finde» in Palästina z»' helfe», da« widerspreche den Prinzipien gewisser »reise. ,sn schlichtester einsackiiler l>irös;e w»ch« die Nede'von Herr» Wanermann am Zchlns;: ..Meine Anfaabe", sanre er. »ist nicht die Polemik, ich polemisiere selten »nd nnaer». >Xch will auch heule nicht ,Feindschaft schaffen, sonder» ich will lediglich zeipe», dasz e« »ns ernst ist um unsre Zache, ^tch hoffe, das; unsre ,e/i»de ic» heute »nsie srrennde von inornen sind, stch bin ,;ewij;, daf; »nseo Wirk aeliiint, weil ich aluul>c, das; jüdische« Heiz und jüdilcher l»eisl noch im deulschen nndenlnin fortwirke», »nd das; e« uu« i,elin,it. sie z» wecken, wo Befürchlu»nen verichiedenfler Art be-' wirkt hctlvn, das; man ihren Intuitionen nicht lolät. Ter stdeal-«- luiic der ^uben der Welt wird Palästina niiiüaueji unb »nsre Anfaabe in e«, mit alle» unsre» Mreiften, mit unsrer nauzeu Persönlichkeit für die Heimstätte de« jüdische» Polle« in Paläsiina etuzuiiehen." ' j An« diesem Zchluj;wort de« Herr» Wanermauii geht deutlich hervor, das; ihn zu feinen Ansfiihrunaen vor allem die.Tende»; vera»las;te, die Einheit de« deutschen 'niöentum« zu propaiperen und weiterziibrinaen. Ein Angriff auf Dresdner Persönlichkeiten »nd »reise, die andrer Anffassuiia über de» Aufbau Paläitina« find, war selbitverfländlich nicht beabsichtigt. POLNISCHER ADVOKAT Dr. Jur. Roman Pretzel Leipzig i Berlin W10 Gohllser Straße 1 l Genthiner Straße 59 Fenster Parkett Linoleum Glasdächer »n reinigt reinigt reinigt reinigt reinigt reinigt Relnigungs-Gesellschaft CXNER St RICHTER RUF 20722 AN OER FRAUENKIRCHE 0/7 M Maglrualaltarn, nauast* Konstruktion, 25 und 18 Motor nutxbara LEngo, worden unter günstigen Bedingungen iverliehen G PELZE 5s SPCZtAL-GESOJÄn TEINEß PELZWEN MEMMMMMW DRE?DEN-A.-VIKT0RIÄ«[P.12 Kauft bei unseren Inserenten