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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-10-01 · 10 (10.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
10 (10.1929)
Date
1929-10-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Mitteilungsblatt des Sächsischen israelitischen Gemeindeverbandes Verantwort!. Schristleitun-: Türodirektor L. Vlormacber, Dresden Verlag: Israelitische Neligionsstemeinde, Dresden Druck: Kaden D Gom»., Dresben-A Oktober 1929! Satzungsänderung Wad) bcn Beschlüssen des Ausschusses des sächsischen israelitischen Gemcindeverbandcs vom l!>. Fnni 1!>27 und vom Ifi./l7. März 1929 erhalten die Paragraphen 7, und <i der Satzung vom 27. Fnni 192(i folgende Fassung: ' .' 8 7, Der Berbandsousschus; besteht ans den von den Gemeinde vertrctniigen (Borstand und Berordnete») nach den bei ilmen geltenden Borschristen zu wählenden Mitgliedern, einem von der Bereinigung derMabbiner im Freistaat Lachsen z>, bestimmenden Gcuieindcrabbiner und einem von der sächsischen Israelitischen Lehrervcreinignng zu bcstimnienden Lehrer. 8 'i Znm Berbandsansschus; wäblen aus ibrer Mitte dir ('Gemeindevertretungen von Dresden drei. ' von X! i' i im i g sechs, von (5 b c in n i tz zlvei Mitglieder, die Bertretiingen der übrigen Gemeinden je ein Mitglied. Fede Gemeindevertretniig wäblt ferner aus ibrer Mitte eine ebenso große Anzahl von stellvertretenden Ausschuß Mitgliedern. Die Stellvertreter lind zu jeder Sitzung des Aiisschlisscs einznladen und babe» beratende, als Bertretcr von abwesenden ordcntlillien Mitgliedern auch beschließende Stimme. Der -Berbandsa>isichnß bat das Becht. ans Antrag einer Berbandsgemeinde, Persönlichkeiten mit beratender Stinimc z» den Ansschiißsibnngen binznznzieben. Dresden, den 30. April 192!>. sächsischer israelitischer Grmrindevrrbaiid RcchtSann'alt Paul Salingcr, Borntzender. sächsisches Minisrerini» Dresden-'?,. (>, 22. Funi 1929. für Bolksbildnng l< 27> i> Rel. " Das Ministerinm für Bolksbildnng bat gegen die von dem Berbandsansschnß des sächsischen israelitischen (Icmcindeverbandes in seinen Sitzungen am l!>. Fnin l!>27 und am Hi. 17. März 1929 beschlossenen Aendernngen der Paragrapben 7> und (> der Berbandssatzung keine Bedenken zn erbebe». Ministerium für Bolksbildnng Für den Minister: I. A.: gez. Dr. v. Z > »i »»r ui a n n. An den sächsisäien israelitisckien Gemeindeverband Dresden. Feiertagsverordnung Bach voraufgegangener Fühlungnahme mit dein sächsischen israelitischen Gemeindeverband bat daS Ministeriuni für Volksbildung am 21. August 1929, Allg. 90 61 folgende Verordnung erlassen: Schulbesuch an staatlich nicht anerkannten Feiertagen und Berücksichtigung der Empfindungen Andersdenkender in den <7 öffentlichen Schulen Die Verordnung über den Schulbesuch an staatlich nicht anerkannten Feiertagen und die Berücksichtigung der Empfindungen Andersdenkender in den öffentlichen Schulen vom 9. März 1923 — VOBl. S. 42 - ist mehrfach abgeändert oder ergänzt und dadurch unübersichtlich geivorden. Sic wird daher nebst der Abänderungs-Verordnung vo BDBl. s, 27» s und den Berordnnngen Bi 1.' ...„ vom 11. April 1927) i .Berordnnngen über Befreiung vom Schulbesuch am Frühjabrsbnßtag usw. vom 1 l. Fanuckr l!>2l I und vom 26. Februar 1927> BDBl. der Berordnnng über Besreinng der Xtindcr n der „Adventisten vom siebenten Tage" vom Sonnabenden voig 19. April 1921 BDB!. 4,oben und — hinsichtlich der Firaeliten »ntcr!>ie Aegelnng in ander» deutschen Ländern ersetzt: :B>. ' sowie vo» Angehörig Schulbesuch an s. 7,9 laufge Anpannng an che duräi folgende Lehrer oder Es ist«ihnen I. Schüler dürfen den Unterricht an staatlich nictit anerkannten F, iertagen nicht unentschuldigt versäumen. ani ihren Antrag'; n in $ >v eck e d e r T e i » a b m e - a » e l i g i ö s i » F e i e it a g s h a n d l n n g e n Unterrichtsbefn iung nach folgenden Grundsätzen zu erteilen: 1. den Mitgliedern der evangeli'ch-lntbcrisckien Landeskirctie für den Fiübjahrsbiißtag: 2. den Mitgl edern der römisch-fatbolischen (lirche für das Frocheichnchnsfest (Donnerstag nach Trinitatis». für das Feit Peter »nd Paul (am 29. Juni», für das Fest Mariä .Himinelfal rt (am l7>. August». für das Fest Allerheiligen (am l. Bo.'ember) und für das Fest Bkäriä Empiangiiis t.nn 8. De, ember): - 3. den!Mitg jeder» der, israelitische» Beligionsgesellschaft für das Pgssahfest, das Wöchenfest. die beiden '.«t'eiijabrs-- fentage (iin septeniber- und Dktober). für das Persöbnsliigsfch't (6 T.äge nach dem?,'eujabrsfeske) und das' Lanbbüttcinsest: .. I. den Mitgliedern der israeiitiickien Aeligionsgesellschaft J- und den Advcntislen vom siebenten Tage für die Sonnabende— ^Sabbate' -. . Die Nnterrichtsbefieiniig in in dem Ausnichße zu erteilen, das;nr Verrichtung -er religiösen Pflichten erforderlich ist. Wird die Befreiung znm Besnckx' des Gottesdienstes erbeten, io ist sie für ine Tageshälfte, in der er nattfindet, ausznsprechen, sie nnrd den Schülern auf schriftlichen Antrag ibrer Erziehiingspflichtigcn vom .nlassenlebrer, den Lehrern von der für di, Urlaubs,'rteilung sonst zuständigen stelle gewährt. Der Artrag kann einheitlich für das ganze Schuljahr oder von Fall zu Fall.gestellt iverdcn. Boraussetzntig für die Befreiung der Schüler vom Unterricht an den sbimabenden (oben Ziffer 1) in außerdem:;i) daß die jErziehnisgspflickitigen durch Privatunterricht oder in andrer Weife für einen Ersahnnterricht sorgen, welcher det Genchniigung und Aufsicht der Schulaufsichtsbehörde unterliegt: ' >,) daß die Erziehnngspflichtigen sich damit einverstanden erklären, daß die Schule keinerlei Berantwortung für die ans diesen Schulversäumnis sür die .(linder etwa entstehenden Folgen lUberniinmt. Werden die BoranssetzungeN unter n und 1> nicht oder nicht mehr crsiillt, so ist diq Befreiung zu versagen oder zurückziizichen. >! „ I ■ ' H- Israelitisch^ Lehrer ind Schüler, die an den Sonnabenden Sabbaten > und den hoben israelitischen Festtagen ani Unterricht teill^ehmen. ^ind an diesen Tagen auf Antrag, der ,llr die Schüleb von ibzen Erziehnngspflichtigen schriftlich zu stellen ist. vomj Schreib^». Zeichnen und .Handarbeiten in der Schule zp befricien. i Hl. i Unter allen! Umstände» ist beim Ubterricht in össentlichen Schulen darain Bedacht zu nehmen, daß die Empfindungen Andersdenkender nicht verlebt werden (Artikel 148 Abs. 2 der Rcichsve^rfassnilg I).

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