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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-08-01 · 8 (8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
8 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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8e«vn»-et>I<tt1 der IfraelttifGen Religionsgemeinde Dresden <*Hin«mnmitpiimBirniMmiiimimiiipiiiiniiMm(w> Amtliches Organ des Gemeindevorftandes uub 1 Mitteilungsblatt des Sükbjiilben iiraelittilben Gemeinbeverbanbes Bcraatworll. Schriftlcitung: Büroüirettor L-Plormachcr. Dresbni-Vcrlog: Jst«littschr Rkliaioasgcmeiabc Dresden-Druck: KabenDEomp-, Drcsden-A. Allrialge Annahmestelle für Inserate: Iac. Eternlicht. Zrughansstrabe 3,1. Telephon 14051 - Die 29-min-Nonpareillejeilc tostet 30 Pf-, laufend Rabatt 5. Jahrgang Dresden, August 1929 Nummer 8 GRACE WINTER Am 10. Juli waren es vierzig Jahre, daß eine junge Frau in die Israelitische Gemeinde zu Dresden kam. eine Frau, die in dieser langen Jett aufs Innigste mit der hiesigen Gemeinde verwuchs, eine edle, frpmme Frau, deren jähes tzinscheiben alle Gemeindemitglieber aufs tiefste beklagen. Frau Grace Winter, deren lautere Persönlichkeit, deren Herzensgüte, deren wahre Nächstenliebe allen, die sie kannten, und daS ist wohl dix ganze Gemeinde, unvergeßlich sein wird, hat während dieser langen Zeitspanne viel, sehr viel Gutes für die Gemeinde getan. Vielen Leibenden, vielen in Not Geratenen hat sie durch ihr gütiges Wesen, durch ihr liebevolles Verstehen, durch Rat und Tat geholfen. Vielen Trauernden war eS ein wohltuender Gedanke, batz die mütterlichen Hände der nun Verewigten ihren Verstorbenen den letzten Liebesdienst erwiesen. Liebe und Güte erfüllten ganz die Seele dieser Frau; Liebe und Güte für die eigene Familie, Liebe und Güte für ihre Mit« menschen. Aus ihrer tiefen Frömmigkeit kam ihr diese Liebe und Güte, und auch als eigenes Leib sie traf, blieb sie stets gleich gütig und liebevoll. Vielleicht hat sie bas eigene Leid noch weiter, noch mitfühlender für bas Leid ihrer Mitmenschen gemacht, hat sie nur immer angespornt zu helfen, für alle Hilssbebürstigen zu sorgen. So weilte sie viele, viele Jahre unter uns, unermüdlich wirkend, sorgend und schaffend, und auch in ihrem letzten Willen war der Gedanke für die Allgemeinheit in ihr lebendig. &f)r letzter Wunsch war es. ihrer nicht mit Vlumen« «enden zu gedenken, sondern den Notleidenden zu helfen, die Wohlfahrtseinrichtungen der Gemeinde ■ iU fördern. Mögen recht viele, in unserer Gemeinde diesen letzten Wunsch erfüllen, so batz die nun Verklärte wie in ihrem Leben so auch in ihrem Tode; um Segen für ihre Mitmenschen werden möge. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde »ittet im Namen aller VöohltätigkeitSvereine. die Bariblösungen für Kranz- und Dlumenspenden auf das Postscheckkonto der Israelitischen ReligionSgemeinbe zu ' ZreSben Nr. 10288 zu überweisen. Israelitischer Fraaeavereia Durch das jähe Hinscheiden unserer verehrten Frau Professor Winter hat unser Verein wiederum einen schweren Verlust erlitten. Vor fast 40 Jahren trat Frau Grace Winter dem Vorstand des Israelitischen Frauenvereins als Schriftführerin bei. um dann nach dem Tode von Frau Gertrud Mattersdorf das Amt als Vorsitzende bis 1028 zu übernehmen und uns dann als Ehrenvorsitzende noch weiter mit ihrer Persönlichkeit zur Seite zu stehen. Mit unermüdlichem Eifer, hingebender Liebe, mit feinstem Verständnis für all su au Wtjs du der na Bejd ew Der Vorstand des Jsraelitisl körperlichen und seelischen Nöte der Rat und Hilfe chenden Frauen hat sic in dieser langen Zeit ihre.Pflichten S treueste erfüllt und »»endlichen Legen durch ihr ganze-? sen verbreitet. Mit uns trauern alle, denen sie Jahre hinch Trost, Hilfe und Zuflucht war. Wir werden das Anken dieser edlen Frau nie vergessen und uns bemühen, ihr hzueifern im Bezeigen von Liebe und Verständnis für alle rängten. Dies soll unser innigster Tank an die Vergte sein. chrn Fraurnvereins.

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