Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 5 (5.1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
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Nr. 5 cme 21 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden Tätigkeit ule- Schriftführer öco Vereins zur Wriiiibiiii,, und Erhaltung einer Ätademic für die Wissenschaft des Audentums sich uuvcrgäilgliche Verdienste erworben und häufig auch mit der Oie> sellschcift gemeinsame Arbeit geleistet hat. Dan,, wurde der '.»e« schaftsbericht erstattet, aus dem sich ergib». Latz das Geschäftsjahr 1928, Ivcnii auch finanziell ungünstig, so doch in der Wissenschaftlichen Tätigkeit sehr erfolgreich abgeschlossen hat. Der Mitgliedersland ist mit 1<»00 ziffernmäßig der gleich.' geblieben. 122 Mitglieder sind ausgcschiede» und ebenso viele neu cingetrelcit. Der lüalsen. ctbschluß ergibt eine Verminderung des Barbestandes »in *600 M., die dadurch entstanden ist, daß die (Linuahmeu an Jahresbeiträge» uni 2500 M. geringer n>aren als im ^ahre 1927, während die Herstellungskosten der Monatsschrift durch die allgemeine Preissteigerung ganz erheblich gestiegen sind, und ferner ei» Zuschuß für die Olcsamtausgabe der Werke Moses Mendelssohns, der für das ^ahr 1928 nicht mehr vorgesehen war, in .Höhe von 5500 M. geleistet ivcrdcn mußte. Außerordentliche Zuwendungen in nennensn>erter Höhe sind der Gesellschaft i>» Berichtsjahre nicht zugegangen. Die träge aus dem Verkauf von Büchern sind nicht znsricdenstellend: wie der gesamte deutsche Buchhandel hat auch der Verleger der (Gesellschaft unter der Vernachlässignng des Buches schwer zu leide». Trotz der uugünstigcn Finanzlage iviar die (Gesellschaft bestrebt, die Reihet der Publikationen ans der Höhe z» halten. Tic Monatsschrift wurde den Mitgliedern im Berichtsjahre sogar in dem wesentlich erweiterten Umfange von 10 Bogen geliefert. Denjenigen Mirgliedern, welche die Zusendung der Monatsschrift nicht wünschteis, ivurde das Buch von B. :>iose»thal: „Heiinalgeschichte der badischen 7'uden" geliefert. Neben einer Anzahl kleinerer Tchrifle» ivurden die n'issenschastlich überaus wertbollen Bücher von M. srrendeuthall: „Leipziger Meßgäste, Tic jüdische» Besucher der Leipziger Messen in den fahren 1075 bis 1704" und J. Dbermener: „Die Landsebust Babvlonic» im Zeitalter des .Talmud und des Olaonats, (Geographie und Oleschichte nach talmudischen, arabischen und andere > 'Duellen", sotri-e die zweite Auflage des weltberühmten Werkes vv» Hermann Cohens „Religion der Vernunft ans den Duellen des aiideniunis". das erst jetzt nach der sehr sorgsamen Durchsicht des Tcrtes das Driginal des Verfassers wicdergibt, herausgegetien. seerner wurde» im ^ahre 1928 vier Lieferungen der Mechilia d'Rabbi asinael ausgcgebeu. Die fünfte Lieferung ist im ,februar 1929 erschienen, der Nest ist bis auf zwei Bogen gedruckt, aüc das » ne ^>ahr ist eine neue Auflage von Marti» Philippsoll: ..Neueste (beschichte des jüdische,, Voltes", Baud 2, bereits in Trurt sjegebeu. Der zweite Halbbanh der (fiermania Audaira ivird ba.d rolgein Angckundigt ist das Manuskript des Werkes von ('.cheinirat Dr. Pick „^üdiscl>e Münzkundö" sowie des 3ifrc Deutcronomiuui von Herrn Dozent Dr. »inkelstein in-Reunork. Auch d-,s Olesaiuidegisler zur Monatsschrift ist in Bearbeitung. . Tie Mitglieder erhielten nicht nur alle Veröffentlichungen der «v.esellsclwft mit erheblicher Preisermäßigung, sondern dauebc:, auch :slabatt auf eine Reihe auderers Schriften. . De», Vorstand und dem Tchatzmeiiter der ('lesellschaft ivurde Dectmrge erteilt. Der Ausschuß ivurde wiedergcwählt. Neu- ,gewählt wurden die Herren Bcrnkier Alfred Paulus, Berlin, nud Dr. med. Aron Tandler, Berlin.! giu Anschluß an die gcschliftliclien Verhandlungen hielt Herr Professor Dr. l'lotthold W e i'l einen sehr anregenden Vertrag über eine „Reiseeindrüäe ans deiti vorderen Drieut", wobei er beöndcrs von der jüdischen-Bevölkerung sprach. Die Zuhörer folgten Nit gespannter Au'fuierksamkeit den lehrreichen Ausführungen des illedners. Tätigkeitsbericht der Hauplftelle für jüdische Waiidcrfürscirgc für dir Jabre 1927 28 (Die im sichre 1925 gegründete Hauptiielle für jüdische Wauderürsorge «Berlin X 24, Auguikslr. I7> übergibt soeben'der r?esfenlichkeil einen Bericht ihrer Tätigkeit für die Zähre 1927 und jDic D r g a n i s a t i o n hat ln diesen Zähren der jtarken Rückwanderung aus de,, westlichen Ländern nach Polen dank der gutfunktionierenden Zusammenarbeit der einzelnen Rejchsiielle» ihre hrganisatorisclie Amidierung l>ewicsen. Tie hcit die bisher gellen, den Regeln ihrer AÜrsorgXirbeit i» einer „W a » d e r o r d n n n g" ßusanrinengefaßt, die den Wanderern eine einhe,tlicl»e fürsorgerische. Behandlung in ganz Deutschland zugesichcrt. Die ini 0>escliäftst>er>chl der Hanptjtelle veröffentlichten Wanderungsiialiitiken errechnen fi,r dgs Zahr >928 eine Aregucuz -von 15 2N> jüdische» Wanderer», von denen etwa 80 Prozent Deutsche sind; eine Zahl, die die Arbeitslrsigkeit der deutschen Juden j» erschrectendem Maße dokumentiert. '\»i Jahre 1927 hingegen wurde» 17 105 Wanderer gezahlt, ivas Icinein Rückgang von- 10 Prozent gleichkomuit. i Die Hauplstelle für jüdische Wauderfürsorge hat in de» Berictns zahrcn ihre Tätigkeit auf die vörl>ereitenden Arbeiten zur (Gründung Jm <3Uatto~€af4 spielt Montags, Mitwochs und Sonnabends zum Tanz S. Stern Jm&aiais spielt seit 1. April J. fftconi Ernst Mftblus Baumeister Dresden-A. ViktoriastraBe 20, Fernruf 19394 Hoch-.Tief- und Betonbauten Ausführung von Neu- und Umbauten aller A>», Schwemmkanal Nationen, Rüst-, Abputz-, Zimmerer- und Bautischlerarbeiten ■ Veranschlagungen und Auskünfte bereitwilligst IIIIII CHR.GÖBEL&CO. VORMALS WILHELM THUME'S NACHFOLGER WERKSTÄTTEN FÜR GRABMALKUNST . DRESDEN-TOLKEWITZ AM JOHANNIS-FRIEDHOF / FERNRUF 31002 BESTE R E FE R E N Z E N / GEGR Ü NDET 1880 MEHLra T.BIENERT raGRIESS HAFENMUHLE HOFMUHLE