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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-05-01 · 5 (5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
5 (5.1929)
Date
1929-05-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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seile 18 Gemeindeblatt der Israeli t;jd)cn Religionsgemeinde Dresden rei» itct Beafoif. i ind ihm Deutsch-Jüdische Jugendgemeinschaft Am 17. März veranstaltete die DJJG. anläßlich ihreS »ihrigen Bestehens in Dresden eine freier „Unsere Gemciiisch^st". Die 'iLiranstaliung war autzerordenrlich gut besucht. Eingel wurde sie mir dem Italienischen Konzert von Bock. Nach den grützungswortcn einer Jübrcrin sprach Herr Rabbiner Dr. irr. betonte den erzieherischen Wert der Kwineinschaft, die^das vom Egoismus freimachr, die es hinausführt ans der Dtädt, die Schönheiten der Natur zeigt und 'dadurch sein Heiinatge^ühl bestärkt. Dann sprach der jetzige L rtsgruppenfübrer Peter B nein, irr gab zunächst einen lieberblick' über das im Vorgang ^xihre (iieleiiieie. irr berichtete von den verschiedenen Arb gebieten der einzelnen, durch das Alter voneinander getreu Gruppen. voi> »rahrren und den gemeinsamen freier» in der -c und zu Ehanukkah. irr sprach von den Forderungen und den $ der bei,ngen Jugendbewegung ini^Pergleich zu I!N8. Damals man um Freiheit und um das selbstbestimmungsrecht der >Tu gekämpft und inzwischen beides erreicht. Beides ist für die be BELIEBT SCHOKOLADE PRALINEN ' KAKA4» Jugendbewegung Grundlage geworden, auf der sich nun neue dcrnngen aufbauen, selbstverständlich nicht für jüngere, Pimpfen und Kücken für die""beitebr in erster Liiiic ein fri frohes und bis zu einem gewinen Grade problemloses Gruppen Icl<n ‘, al'er für die Mirrlereu und die Aelteren. Die fordern vo: älteren ie.eneranon die Anerkennung ihres jugendlichen Eigenle >ens, diis keine romantische Schwärmerei, sondern eine kritische nellung zur Wirklichkeit in. Die wollen Mitarbeiten am deutschen Judentum. deshalb fordern sie die Aufnahme ihrer älteren Mitglieder in den EV. Ten zweiten Deil des Abends füllte eine fjolge von Bildern zeitgenössischer Künstler'Balujchek, Käthe .Kol witz, Irans Maie reell, begleitet von spreckchörcn und Liedern, nnd >ann die eigeiicn frischen frohen frabrtenbilder, lvgleitet von dem B richt eines jüngere». Ein Persuch, betonte Peter Blachstein, se die "K-naltiing de-:- Abends, nämlich Lichtbilder und Chöre auf ei imal zu bringen; kein Persuch aber sei die dahintcrnehende Gesini ung. Und stark und eindeutig offenbarte'sich diese Gesinnung den Zuhörern. die ihnen durch Bilder und Worte revolutionärer Mü: ijtlcr oermittclt wurde. »Nie wieder Krieg!" und „DozialcS früblcr >jnd Denken" Kietzen diese frorBerungen. Einheitlich und geschlossen war dieser Deil des Abends: Bilder vom Krieg, von der stadt it»l von eigenen frahrren. Den Abschlnjz bildete ei» von sämtlichen <'>n ppen gesungene-:- Lied: „Und wenn wir marschieren, dann leuchte ein Lickt". — Mit diesem Abend hat die DJ.JG. nicht nur fü sich geworben, sondern der Beifall am Dchlusz bewies auch, das; si daS erbetene Verständnis Mi ihren Zuhörern gefund.'n halte. Nr. 5 der Ein- Lächsisch-zionistifcher Gruppenverbandstag Am l-l. April wurde der zionistische Gruppenverbandstag für den Arciftaat Dachsen in Dresden in der Fratcrnitaslogc abgchalten. Hierzu hatten iicki Berlretcr ans Chemnitz. Leipzig. Planen, Zwickau eingefunden: besonders zahlreich vertrete» war Dresden. Die ZPfD-, Berlin, hatte Herrn Rechtsanwalt Bilcski und Zräulcin Zrankcnstein entsandt. Dr. Leon. Dresden, eröfsnetc die Tagung mit einer kurzen Begrünung und übergab den Vorsitz Herrn Dr. Moses, Zivicka». Den ganzen Bormittag nahm das Referat von Tr. Loebenstei», Leipzig, über „Zionistische Bczirksarbeit" in Anspruch, an das sich eine sehr rege Aussprache jdilon. Das Hauptgewicht unserer Propaganda legt er. ans die Schaffung einer Plattform, um Auscin. andersctzungen mit Rednern zu ermöglichen. Wichtig ist dann die Jugendarbeit. Bei seinen nviteren Vorschlägen stützt er sich aus die in Leipzig gemachten Erfahrungen und empfiehlt vor allem die dort mit gtos;cm Erfolg durchgeführten Zusammenkünfte mit kuitnrcrzieherischcn Referate». Die bezwecken in erster Linie Vorarbeiten für die jüdische Dchule nnd die Jugendarbeit. Bewährt haben sich auch die Jugcndseminare. Diese umfafsc» einen gewissen Kress, der an ernsten Diskussionen teilnimmt und die dann in einzelnen Gruppen forigelcitet werden. Es wurde Redneraustausck zwischen sächsische» Gruppen befürwortet. wobei die kleinen Gruppen in erster Linie bedacht ivcrden sollen. Tic Nachmittagsitzung begann mit einem Bericht von Rechtsanwalt Tr. Bileski, .Berlin, über „Die Lage der zionistische» Bewegung und die Eoweiterung der Jewish Agencn". Es wurde von ihm in sehr anschaulicher Weise die politische und wirtschaftliche Deite des Problems erörtert, Als letztes Referat ist daS voll Tr. Levn, Dresden, über „jüdische Gemeindeaufgaben" zu erwähnen. Da di? Zeit bereits vorgeschritten war, mutzte er sich iit seinen Ausführungen kurz fassen, und die Dtellungnahme der andern Vertreter unterblieb. Dr. Levv stellt zunächst fest, datz sich die Erkenntnis immer mehr durchsetzt, datz die Gemeindcarbcit einen wesentlichen Bejtandtcil "der zionistischen Politik darsrelle und diese nach einem cinheitlickw» Programm durchzuführcn sei. Hierauf wurden die ganz spezifisch gelagerten Verhältnisse in Sachsen beleuchtet. Am schlntz ging er auf das Verhältnis zu der Atipischen Volkspartc, näher ein. Die Tagung verlief sehr anregend nnd erbrachte den Beweis der Bedeurung derartiger Zusammenkünfte für die Ausgestaltung der zionistischen Arbeit. 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