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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Seite 8 Mitteilungsblatt des Sächfi ■ m uipip chen israelitischen ( WWWWWWMWW» lemeindeverbandeS Nr. 4 u Ergänzungswahl des Vorstandes. Kür du -teil i fchulgcfetzes ist vom LberlandeSgcricht in Dresden zurückgewiesen des Wahres lf«2i» ,ir ein Mitglied des Verbandsvorstandes reu zu! worden, wählen. Ter zu Wählende must i» Dresden wohnen un! übernrmmr das Amt des stellvertretenden Vorntzenden. flut V »schlag I des Vorntzenden soll Herr Dr. John Leon zur Wahl vorgcsciilagen werden. t> ■ Der A nIra g der G e in e i n d e L e rv z i g « 11 $ u - l' illigun g einer grösteren VI n zahl von 2 itz : n i in V e r b a n d s a u s s cd u st wird ebenfalls erörtert. Die T'pschlui,- ranung darüber wird bis morgen ausgesetzt. Die end>rültige Festsetzung des Haushaliplans. die Abiiiiininung 1 i*ic politischen darüber und die weiteren Punkte, i,t>er die abznitimmen iil finden . unerträglichen i» der Donnlagsitzung stau. Ta heute noch nicht alle OV neiude Vertreter auweiend sind, soll in der Donnragiitzung über dies heutige l-ecbiudlung kurz berichtet werden. Dcbluider Dltzuint um 23 Ilbr. Die Ausfchustsitzung wird am 2 o n n l a g, dem 17. Marz I!>-1». in der Kraterniraslozte U'DBB. in Dresden, Merctziiraste s>>, fort ge seht. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um!»!- Uhr mit einer Begrü'zung der weiter erschienenen Herren und stellt sotsinn bi Präsenz feit. Es find anwesend: der Vorsitzende, .Herr Rechksanwnll Paul 2 a l i n g e r. Dresden > niininberccbligl >; ans rl n n a b c r n : Herr Isaak Ebanange 'sliinmbcrechtigi; die ('.eineinde Bn asten wird laut schriftlicher Vollmacht von Herrn RechlSanwall 2 a l i n g e r vertreten; aus Ehemnitz: ivrr Joscpli .st ah» istimmberechtigt', Herr Rechtsanwalt Dr. Martin L a p p ei 'iiiuiinberecbiigt>, Herr l^eorg Mecklenburg. 2tellvertrcter, Herr Her- »lann c. cb e n & c 1, 2ielloertreter; aus Dresden : Herr Dr. John Leon itiinmberecbtigtl. Herr Danitütsrat Dr. Emil Zimmerm a n n 'irlnimberecdttgl>, Herr Egon F euer st e i ii, DtcUeertreter. cine^ Aenderung des Nach den in Dachsen geltende» Gesetze», so erklärt Herr Nabbiner Dr. Gold m a n n, sei die Rechtslage heute tatsächlich so, dast zivar christliche Ädocntislenkinder auf Antrag der Eltern oder Erziehungsberechtigten am jüdische» Dabbat vom 2chulbesuch befreit ivürden, dast diese Befreiung aber den jüdischen st Indern verweigert sei. ^.Herr Rabbiner Dr. Wolf, Dresden, empfiehlt, unverzüglich beim Miniileriuni für Volksbildung vorstellig zu werden, auch an Parteien heraiizutretcn. um Zustandes herbeizuführe». Herr Rechtsanwalt Dalinger belehrt Herrn Dr. Wolf, dast Fühlungnahme mit den politischen Parteien zivecklos sei, da es 'ich um ministerielle Anordnungen und Ausführungsverordnunge» handele.- -Herr Rechtsanwalt 2 a I i ng e r erklärt iveiter. dast der Perbandsoorstand beim Ministerium für Volksbildung die gccig» ileten 2cl,rilte unternehmen werde. Die Wahl des Herrn Dr. John Levh. Dresden, zum stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandsausschnnes wird einstiniinig bestätigt. Danut ist Punkt » des Nachtrags zur Tagesordnung »Ergänzungswahl des Vorstandes" erledigt. Der Vorsitzende berichtet über die gestrige Vorberatung des Haushaltplans. Die endgültige Festsetzung soll nach der Beschlustsassung über die Verwendung eines Neberschunes von 5OO0 M. — Punkt c I des Nachtrags zur Tagesordnung und des Punktes 0 der Tagesordnung — erfolge». Punkt I, des Nachtrags zur Tagesordnung: A n t r a g d e r Gemeinde Leipzig um Zubilligung einer g r ö st e r c u Anzahl von Ditzen im V e r b a n d S a u s ch u st. Der Vorstand der Verbandsgemeiude Leipzig erhebt in Anbetracht der Grüste der Wcmeinbe und der Höhe ihres Beitrags Anspruch auf sieben Ditze im Verbandsauöschust. Nach eingehender Beratung wird ein im Einvernehmen mit den Vertretern der Ge- ^roscstor! „leinde Leipzig formulierter Antrag gegen zwei Dtimmeii angenommen, wonach die lstemeinde Leipzig künftig s att vier sechs Fräulein Herr Dainuel W c i g e r, Ttellvertreter, Herr Rabbiner Tr. Winter, vom Verbandsvorstand, die Fürsorgerin .. .. _ ■»bei W a itzselde r und die Jugendfürsorge rin »räuliiu Life! jni VcrbaudSausscbust erhält. Die andern gröstereu Oieuicindcn Lcbwab; aus Le l p >ig : Herr .starl G o l d \-<b m i ö tl utiuim» j behalten die in tz 6 der Satzung angegebene Zahl von Ditzen, berechtigt■, Herr Wilhelm Breslauer 'irimmberechtich>,.Herr j Dainuel Hodcs stimmberechtigt'. Herr Louis T u m b o w s k i, Tic Annahme des Antrags Leipzig bedeutet eine Datzungsisrimmberechngt', Herr Dr. H a l b e r st a in, Dtellvcrtrejer;. aus änderung. zu der eine Mehrheit von zwei Drittel der abgegel'enen Plauen : Herr Rechlsairwalt Dr. Jndor Gold bergt istimm-, -tiinincn erforderlich ist. —§14 der Satzung. — 5. Aussprache in über den dem Landtag zugegangenen Entwurf eines Gesetzes über die öfst'ntlich-rechtlichen Rcliglonsgescllschaften, I>> über den vom Ministerium für Volksbildung übersandten Reserentenentwurf einer Ausführungsverordnung dazu. Der Vorsitzende berichtet ausführlich über den Entwurf des Geberechrigl; aus Zittau: laut schriftlicher Vollmacht dss Herrn! . Hugo L cb l e s i n g e rv Herr Prediger Liegfried Bella! 'stimm- ‘ berechtig« ': aus Zwickau : Herr Prul st a tz 'stimmbcr'lchtigii. Die Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Dachsen wird von 1 Herrn Rabbiner Dr. Frlir Goldman», Leipzig, die Encfoftfcbc; 0'raclitiscbe Lehrcrvcreinigung von Herrn Prediger Emanitel Heini a n n. Plauen, vertreten. I , Kerner nehmen an der Ditzung als l^iäsre teil: aus E ha m n i tz :! st'tzes über diq öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften, der vom Herr Julius 2 t c i » b e r g. Herr Gcmeindcfekretär stuft B c n - I Gesamtminisierium dem Landtag vorgelcgt worden ist. Tic erste j a ui i n; aus Dresden: Herr Zoseph E o h n. Herr .staijl Kein-! Beratung im Landtag hat am S. März dieses Kahres stattgefunden-, gold, -Herr Mar L e s s e r.^Herr Diegmund Liffmachn, Herr j die GeseyeSvorlage ist de», Rcchtsausschust überwiese» worden. Hgna z Natowitz, Herr Lanitätsrat ^.r.^ Licgmundl L a l z - l Gesetz genannten Rcligionsgesellscbaftcn, darunter auch bürg, Herr Direktor Erich Lchapira, Herr ^.r. mpd. Adols' ^ädiiifcbc israelitische (stcmeindcverband, sind Körperschaften des | öffentlichen Rechts. . ltz L.) aus Leipzig:. Herr Verwaltungsdirektor Gustav .st a tz 4 n » c i ». Der Vorsitzende wiederholt das Wesentlichste aus den ösingangcn und Mitteilungen. Der Verbandsvorstand hat Herrn Prediger H e i »ila n n in Plauen seine tülückwünsch« zum 50. (<>cburtstag am 3. September vorigen KahrcS übermittelt. Herr st a tz, Zwickau, erhebt Einspruch dagegen, dast eiste Ditzung^ des Verbaiwsausschunes auf den Donnabend, abends i> lUhr, also auf eine Zeit cinberufen worden ist, wo cs den auswärltgen Mitgliedern nicht möglich war,, ohne Verletzung des Dabbats nach Dresden zu kommen, wenn sie erst am Donnabend hon ihrem Wohnort abreisen wollten. Ter Vorsitzende wiederholt die Gründe, die er für diese Ei»' berufung schon angeführt hat, er sagt insbesondere, dast die erst zur heutigen Lonntag-Ditzung Erschienenen in ihren Rechten nicht geschmälert würden, da die Abstimmungen erst heute vorgenommcn würden. Herr st a tz verlangt Abstimmung über seinen Einspruch. Die Abstimmung ergibt Ablehnung gegen zwei Dtimmen. störperschaften . des öffentlichen Rechts sind auch die Nnterverbände dieser Religionsgesellschaften, also die acht israelitischen Rcligionsgemcinden des Freistaats Lachsen, ltz 2 Ziffer 2.) Die zur Ausübung behördlicher Befugnisse berufene» Organe der Religionsgcsellschaften und ihrer Untervcrbände sind öffentliche Behörden, die Äemter öffentliche Aemter. <tz 3.) Die Neubildung oder Veränderung von Unterverbänden, also von Gemeinden, bedarf der Zustimmung des Ministeriums für Volksbildung. die jedoch nur zu versagen ist. wenn der Unterverband die Reichsgrenzc überschreiten soll oder wenn die Schranken der für alle geltenden (ilesetze nicht eingehalten werden, stz 8.) Das Gesetz über das Dteuerrecht der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaftcn vom 1. Juli 1921 würde durch das Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften keine Aenderung erleiden. Die lsteistlichen und die Beamten der Religionsgcsellschaften müssen die deutsche Ltaatsangehörigkeit besitzcu. (tz g usw.j Die Verfassungen der Religionsgesellschaften müssen über den Herr Rabbiner Tr. Goldmann, Leipzig, berichtet! über den ^^'kdschaft Vorschriften enthalten, die jedoch die volle Amtsgerichts zu Leipzig wegen Uebertretung des sächfischen Volksisraelitischen Religionsgemeinden betreffend, vom 10. Juni 1904.

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