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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Nr. 4 Leite 12 emeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Unti7a»ii~ unter den Fnüen. hebräisch sind die Laute. die >as »lind auf dein Vlriite der Mutter zuerst veriiinnnt und in denen es seine erneu Worte lallt. Tie hebräische Lvrackc Ht das Bindeglied zwischen den verschiedenen Psrnvveli >oii Anteil geworden, die ans allen möglichen Ländern in F.ca ialein zniammengekommen sind. Lchoit vor iU fahren er kannte dew verstorbene Tr. Paul Natba», datz unter An mindern, die iiröen (iTtielmiuivtinitiilten desHilfs-vereins der deutschen Hilden znsammenkamen. die einzig mögliche-Per nändignngsivrache das Hebräische war:, die »linder sind in vmiutien heraiigewacksen und haben anth ihre Eltern n ehr ' und mehr daran gewöhnt, hebräisch 'zu svrechen. t! her Hebräisch in nickt nur die Verkehrsivracke der jüdischen B völkernng. anck Mohammedaner und Ehriiten, vor allem die Behörden und die »iantlente. haben sich die Lbrache a igc eignet, es in wirklick die zweite llmgangssvracke des Landes geworden. Ter tie'üe und nachhaltigste Eindruck aber, de» Rcisender in Palästina emviängt. in die Labbatieier. L c Labbat in der wirklicke Ricketag der jüdischen Bevölter mg. die samt und umher;- an diesem Tage die Arbeit eint ellt. Wie anck derleinzelne zur Religion neben mag nn > es gibt der religiösen :Zegensätze genug im Lande die / eier j d. s Labbats in allgemein, läernin. lebenswichtige Beti iehe können nickt eingeneilt werden: in Telaviv wechseln dilier die Arbeiter im Elektrizitätswerk, die sämtlich Hilden ind einander ab. oder an den dortige» Apotheken findet man 'An schlage. welcke Däuser an dem betresseiiden Labhat geö inet, nnd aber im übrige» rnln in dieser nur von Fndei be wohnten Ttadt jede bernslicke Tätigkeit. Tock selbi in Ltädten. in denen die Fnden nur einen Bruchteil der Be völkernng bilden, wie dermale»! oder \\iiui. gibt die wll konimene Arbeitsevthalkung der x'nhen dem ganzen ös ent lichen 'Leben und Berkehr das Cievräge. . Tie Arbeit;ruhe am Labbat hak zu einer neuen Eiiiricktnng «tenihrtj die immer-mehr Anhänger findet und unter dem Namen „Lneg Lckabbath". Freude am Labbat. bekannt ist. Am Sabbat- Nachmittag finden in einer Lynagoge oder in einem Saale Versammlungen statt, in denen man einen Vortrag hört lind religiöse Lieder singt, die eine weihevolle Ltimmung unter den Teilnehmern verbreite». Tie Einrichtung ist nrspriinglich von Männern ansgegangen, die dem organisierten religiösen Leben sernstehen, sie wirkt aber anszcrordentlich religiös, und' es ist gar iticbt abznschen. welche segensreiche» »leime einer künitigeit religiösen Entwicklung. ficin sich birgt. Früher wurde von jüdischen Reisenden bäitfig ein monumentaler Van in Fcrnsalem vermiszt. der das Fndcntnm in würdiger Weife repräsentiert. Heute erbebt sich ans dem Lkopns im Nordosten der Ltadt der (»lebändekoinpler. welcher der jüdischen Universität dienen soll. Weithin sichtbar. bietet dieser Platz mit die schönste Anssicht: man siebt im Ctten das Tote Meer und die Berge von Moab. nach der andern Leite che heilige Ltadt mit ihre» zahlreiche» Türmen und an günstigen Tagen sogar das Mittelläildische Meer. Tie Universität befindet, sich noch in den Anfängen, aber sie konnte;n Beginn des Ltndienjabres die geisteswissenschalt licke Fakultät, in welche die bisher vorhandenen Fnstitnte Mir die Wisienscliast des Fndentiims und des Fslains ausgenommen wurden, sowie das Forsch»ngsinstitnt für Mathe matik eröffnen. Tie bestehenden natnrivissenschastlichen Institute. die bereits anerkannte wissenschaftliche Arbeiteit vcr össentlickt haben, widmen ihre Tätigkeit in erster Reibe solche» Forschungen, die der Entwicklung des Landes und der Verbesserung seiner gesnndheitlicheit Verhältnisse dienen können. Schon jetzt sind Erfolge zu verzeichnen, die nicht nur Palästina, sondern dem ganzen vorderen Orient zugute kommen. Tiefe Pflanzstätte geistigen Lebens ist nickt zuletzt dazu bestimmt, das einigende Band zwischen den verschiedenen Bevölkerniigsgrnvven bcrznstellen. >A»S den, (ilenieindeblatt der aübiüften Wcmeinbe, Berlin.) 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