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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-03-01 · 3 (3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
3 (3.1929)
Date
1929-03-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 3 Gemeindebla^t der I raelitischlen ReligionSgemeinde DreSdeti Seite 5 Wege zur eigenen Scholle Von Dyk, Güterdircktor, Berlin - Mit der Gründung der Gartenlehranstalt in Ä hlem durch!! Tiefe Erkenntnis, die für uns in der Praxis Stehende ""?^6eßlichen Konsul Simon ist zum ei stenmal in! schon immer klar nxrr, scheint nun allmählich auch viele Juden Deutschland mit der systematischen Ausbildung jibischer Ju-!'in Deutschland, die für jüdifcljc und soziale fragen Sinn und gend >m Gartenbau begonnen worden. Die Ahlemer In»! .Herz haben, zu interessieren, und es ist jetzt unter Führung stitutlon hat bewiesen, daß junge Juden, sofern sü gesund an ides Reichsbundcs jüdischer Frontsoldaten die Bildung eiiicr Körper und Seele, eine normale Lehrzeit von dreijähriger Organisation im Entstehen, um solche Möglichkeiten zu Tauer unter beruflich tüchtiger Leitung durchmacken, an Beschaffen, auf Grund deren jüdische Landwirte und Gärtner, rufstüchtigkeit und Leistungsfähigkeit in chrer Gehilfenzelt die sich hierfür als Fachleute und Menschen eignen, zur Andasselbe erreichen wie nichtjüdische Gärtner. Da; besonders siedlung zu bringen. in Ahlem den Lehrlingen außer der reilken Berufe ausbildung, Ueber die Form der Durchführung dieser am Anfang auch noch durch eine glanzende Pädagogik Liebe zur Natur stehenden Organisation und über die Art der Technik bei der und zur produktiven Leistung auf dem Felde und Garten an- Durchführung der Siedlung hier zu sprechen, würde den erzogen wird, ist em Erfolg, der mchk genügend geichätzt und Rahmen dieses Aufsatzes sprengen. Hier kann nur gesagt gewürdigt werden kann. Es ist zu bewundern, mt welcher werden, daß Gärtner, insbesondere auch tüchtige ehemalige Anhänglichkeit und Zähigkeit die ehemaligen Ak lemer trotz Ahlemer, durch Vermittlung dieser Organisation in der Form oft widerwärtigsten und schwierigsten Verhältnissen an ihrem i zur Ansiedlung gebracht werden sollen, daß sie als selbständige Beruf festhalten. Dies ist nur auf die erzieherische Emwir-. Gärtner zu einer gesicherten Eristenz gelangen können. Man kung in Ahlem zuruckzuführen. Die Ahlemer empfinden es wird am zweckmäßigsten wohl immer eine Gruppe von 4 bis schon als Lchande, ivenn einer von ihnen dem Gedanken Aus- 12 Gärtnerstellen in der Nähe von absatzsickieren Städten zu?bruf des Gärtners lassen zu müssen. Dieje! erwerben und einzurichten versuchen, und es wird Sache dieser psychische Einstellung^ .n Ahlem erworben und aus Ahlen, Organisation sein, die Finanzierung dieser Siedlungen z» mitgebracht, ist eine Erscheinung nicht alltäglicher Natur. Es fehlt den Juden in Deutschland und in vielen andern Staaten und Ländern an dieser inneren Liebe zur Natur und diejer Schollenfestigkeit, als Folge geschichtlicher Entwicklung, die es bewirkt hat, die Juden von der produktiven Arbeit auf der Scholle zu verdrängen oder gar nicht erst zuzulassen. Trotz dieser erfolgreichen Einwirkung der Ahle ncr Anstalt auf ihre Schüler und Lehrlinge können nur die energischen und widerstandsfähigen und die mit außerordentlicher Liebe für den Beruf erfüllten in ihrem Berufe verbleibet. Mancljer muß den Kampf nach Jahren tüchtiger und ernster Arbeit aufgeben, wenn keine Möglichkeit für ihn besteht, in Stellung mit sicherer Existenz für die Zukunft zu kommen i der gar an eine Selbständigkeit im Berufe zu denken, weil di: geldliKen Mittel hierzu fehlen. Aus eigenen Gehilfenjahren sich die Mittel irspären zu können, die zur Seßhaftmachung notwendig sind, wird dem jungen jüdischen Gärtner meist unmöglich sein. Es ergibt sich somit notwendiger- und logischerweise, daß die Ausbildung von jüdischen Gärtnern und Landwirten nur Sinn und Hweck hat, wenn auch für jüdische Girtner und Landwirte die Möglichkeiten geschaffen werden, die und Erprobtesten zu Dauerbeschäftigung und gelangen zu lassen. Gegen Tüchtigsten el iständigkeit ermöglichen. Allerdings wird man aus Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit von jedem Siedlungsanwärter verlangen müssen, daß er einige tausend Mark eigeyes erspartes Geld mit in die Siedlung bringt. Das eigene Geld wird er dann wie das fremde, ihm als Kredit gegen Zins zur Verfügung gestellte Kapital, nach den Gesetzen und Regeln ordentlicher Verwendung zu verwalten haben. . Solche jüdischen Siedlungen müssen gelingen (denn ein Mißlingen würde bedeuten, daß es ztvecklos sei, überhaupt jüdische Gärtner zur Ausbildung zu bringen). Tie Aussicht, zu einer Selbständigkeit gelangen zu können, wird die Leistungsfähigkeit und das Streben unsrer jungen Gehilfen noch mehr anspornen und der Angst und dem Bangen ein Ende machen, daß man nach Jahr und Tag schwerer Arbeit und Entbehrungen ohne Aussicht in seinem Beruf geblieben ist. Daß unsre ehemaligen Ahlemer bei den Gärtnersiedlungen Mustergültiges leisten werden, unterliegt für mich keinem Zweifel, und deshalb sehe ich es als meine vornehmste Aufgabe an, diese Siedlungsbestrebungen in Deutschland nach Kräften zu fördern. Tie Hoffnung, daß ich bei allen meinen alten und jüngeren Kameraden aus und in Ahlem Hilfe finden werde, für ein Ziel, für das der Same in den fruchtbaren Boden Ahlems gestreut worden ist, stärkt den Glauben an den Erfolg beabsichtigter jüdischer Siedlung. Rheumatismus Gicht, Ischias ». Nervenschmerz rts gibt es zahllose Mittel, von denen Jedes das Beste sein möchte; werfen Sie daher Ihr Geld nicht hinaus lor oft wertlose l'rfiparate, welche cur bluffen, aber Ihnen nleoials Heilung bringen - Hilfe finden Sie selbst bei langjihrigen Leiden durch mein in Wirksamkeit undUnschhdllchkeitwnubertretfsaeeSpezialmltti I, welches garantiert frei von Biftaii und tchldlichtn Arzneien Ist. Langwierige, oft zwecklose Tee- und Einreibekuren sind nicht mehr nötig, denn mein Spesialmittel ist leicht und angenehm einsunehmen. Tausende Dankschreiben bezeugen die hervorragenden Erfelge. Diese Schreiben geben einen erschütternden Bericht von dem Dankcsempflnden, welches schmerzgequilte Menschen spontan Huberte». — Man schrieb mir: „Keine Schlaflosigkeit mehr. Die Schmarren sind fert und zwar nicht fOr den nächsten Augenblick, wie bei anderen Mitteln, eengern Ihr lauaar 11 Garantiere für den Erfolg, indem ich ihnen den »allen Betrag surOcksahle, wenn durch den Gebrauch meines Speslalmittels keine Beeaerang eintritt Mgera Sie daher nicht langer, damit auch Ihnen geholfen wird. Schreiben Sie noch heute. Preis per Originalpackung Mark S.—. Versand durch die Apotheke. Broschüre mit aetarlell beglaubigten Anerkennungsschreiben v au) Verlangen kostenlos. I L. E. Kühlke, Düsseldorf K|743 Grup«llostraß* 19. 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