Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 3 (3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Gvmei«-vhlatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden <s>(iflmiiiiiUfiiiiiiiituiiiifiiiii!iitHimiumiiiuimiiiAmtliches Organ des Gemeindevorftandes --Ai»»»i»i»»»»l>!»ii»»»»»i»Wii>«iimiii»»i>»s> Mitteilungsblatt -es Satt siichen'tsraelittiltten Gemeinbeverbanbes Vrrantwortl. Gchristleitung: Bürodlrettor L- Ploemacher. X Allrioige Annahmestelle für Inserate: Iae. Eternllcht. Zeux resüen-Verlag: Israelitisch« Religionsgemeinde Dresden-Druck: KadenDEomp.. Dresdrn--A. baasstraßc 3, 1. Telephon 14051 - Die 29-mm.Nonpareillczeile tostet 30 Pf., laufend Rabatt 5. Jahrgang Dzti6en, März 1929 Nummer 3 Ui Alle Anerkennung des jüdiscl)en Menschen h, Anerkennung des Judentums ab. Als vor hundert in Tentschland i der Kampf für unsere ( gung begann, war - das von vielen vergessen > dachte zunächst mehr an'das Recht des Juden a; Judentuins. Manche Enttäuschungen und manch sind darauf zurückzuführen. Erst auf dem Anseh Religion erringt, und auf der Würde, die sie sich Ansehen und Würde des einzelnen Inden si Das Judentum ist aber nichts, was als bl als -reine Idee in der Luft schwebt oder sein To und neuen Büchern sichren könnte. Zu jeder so viel Judentum, wie es jüdische Menschen g Menschen, die es zu eigen haben, wird das Jude: bar, durch sie wird es verwirklicht, in ihnen trii Blick und die Erfahrung der- Umlvelt hin. Z\ Würde der Religion emporheben oder herabsetze der eigenen Würde den höheren oder niederen P Der einzelne Mensch wiederuni cristiert nicht und nicht durch sich allein, weder im zeitlichen in der räumlichen Erstreckung seines Daseins, l Platz innerhalb einer Geschichte und innerhalb e heit. Denn jeder Mensch, wenigstens jeder 1 ist das Ergebnis seiner Entwicklung: sein Leben Hunderten zu dem gebildet worden, ivaS es ist, ivie es ist. In ihm nnrken und denken und em Vorfahren fort. Und ganz besonders vom Jul Gerade was in ihm lvertvoll ist. und was ihm und geistige Bedeutung gibt, ist aus den Eigei oorgewachsen, welche diejenigen erkämpft ur hatten, von denen er hervorkommt. Diese selbe Gestaltung seines Lebens hat ihn meinschaft hineingestellt, und auch aus chr heran wichtige Kräfte,.die seine Persönlickikoit bestimme, Persönlichkeit willen kann er chrer nicht entrater im jüdischen Menschen ist es wiederum so,. 2 Gemeinschaft, in die er durch die Jahrhundert lausende hineingestellt ist, kann das Bewußt lebendig werden lassen, daß er in seinein iitn verstanden werde. In der Gemeinschaft und d er ganz um sich wissen. Und ebenso gibt sie es seine innersten und echtesten Eigenschaften aus rfere C Bon Rabbiner iiigt von der »nein Jahr-i Ueichberechti-! >orden; man!; an das des e Rückschläge! en. das feine: 'esitzt, bauen cher auf. »her Begrisi, sein in alten Zeit gibt cs bt. An den itum erkennt es vor den : können die i und damit atz zinveisen. ür sich allein Gange noch, :r hat seinen wer Gesamt-! ulturmensch. ist in Jahr-i und zu dein, .'finden seine en gilt dies, eine-feelijchss ,schäften her-! d errungen in seine Ge- , ergeben sich . Um seiner . Vor allein enn erst die * und Jahrein in ihm;rsten Wejen «rch sie lernt ihm, daß er virken lassen j Gemeinde - L. B a e ck, Berlin kann und auch so immer wieder erfährt^ was sein nwhres Ich ist. Tie Gesamtheit, die Gemeinde bezeichnet den natürlichen den selbstverständlichen Play, der seinem Wesen und damit seinem Leben bestimmt ist. Ter jüdische Mensch Und seine Gemeinde gehören jo zusammen. Was er für sie leistet, das leistet er im tiefsten Grunde sich selbst. Tenn!er leistet es für die Festigung, für die Erhaltung und Offenbarung dessen, ivorin der beste Wert seines Wesens liegt. Was immer er für die Gemeinde tni was immer er ihr gibt, das gewährt' er ganz ebenso sich selber; denn er gewährt es der.lebendigen Wurzel, der bildenden Kraft seines Lebens. In-seiner Gemeinde kommt der Jude nmhrhaftig zu sich selbst: sie führt ihn stets wieder zu seiner Seele hin. Hier darf er empfinden und wissen, daß ihm nicht Menschen erst die Geltung! geben, daß er von Gottes Gnaden ist, was er ist. Tie Gemeinde bildet damit a'uch das Gegengewicht gegen allen Materialismus des Denkens iipd des Handelns, zu dein Dag um Dag gerade deü erfolgreichen Menschen so leicht hingleiten läßt, -sie gibt i ihm, -daß das, was über den Tag hinausreicht und über di^ Alltäglichkeit emporhebt, immer wieder in sein Leben eintsitt. Tie Gemeinde verbindet ihn inuner von neuem mit dem, >vas das Beste des Judcntums und das Eindrucksvollste am Inden und das Beste auch ist. was das Judentum der Welt gegeben hat und geben wird mit dem jüdischen Idealismus — diesem Idealismus, der nicht eine bloße Stimmuiig der Stunde und nicht nur ein System von Gedanken ist, sondern eine Wirklichkeit des Lebens wird, immer wieder beivährt duoch das Opfer und die leistende Tat. Anerkennung und Ansehen.des Juden sind bedingt und bewirkt durch die Anerkennung und das Ansehen des Judentums. Was das Judentum in der Menschheit bedeutet, wird heute wieder stärker begriffen: es tritt mehr und mehr hervor, um Vas Wort des' führenden Geschichtsphilosophen unsrer Zeit, Ernst Droeltsch. zu gebrauchen, als „das mächtigste religiöse Prinzip des Welt". Sein eigentliches Leben hat es durch seine Gemeinden. Sic lebendig und kraftvoll zu gestalten, ihre Würde ihnen zu geben, das ist die jedem Jude» gestellte Aufgabe, die ein jeder erfüllen kann und erfüllen soll, »m der Gemeinde willen und um seiner selber willen. (Aus dem Gem.-Blatt d. Jüd. Gemeinde zu Berlin.) Automobil-Repai Dr.Ha Dresden* A., Wiener Platz Reparaturen a SpezialneiKstatt aturwerkstatt und -Vertrieb ins Gerhardt 3 (gegenüber dem Hauptbahnhof) Fernruf: 17197 n Wagen aller Systeme für Chevrolet* und Citroen»Wagen