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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1929-02-01 · 2 (2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
5 (1929)
Issue
2 (2.1929)
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Nr. G rmeindeblatt der auf etwa 00 zurückgega« gen. 'i*on den iiüriii 11 ist cc der Hälfte geglückt, an das stiel ihrer Sehns« Israel, zu kämme», die andre Hälfte bat ihre »nt Sibirien büszcn miifi Nest hat offiziell den Pionismus abgesdiwor.'n. Da man nt, hat man die Wied rbesetzung der ihnen aber nicht recht tro freien stellen verbaten. dieser Ehalnzini ich ein prachtvolles Me ischenmaterial: junge junge Mädel, arbeitsfäb g und arbeitslustig. Israel?n. Der auf der Kolo «ie verbliebene den wenigen fahren Wei tvolles zmvcge gebrackn. t^rof-.c tjscheu Religtonsgemein de Dresden etwa Mt. nacl Erez stonsseh Koloni« Männe > «sucht fand und ie ballen in sbstplantagen, die von einert «notorische» Brunne, gespeisi «per den, grosze Traktoren, l 'bendes und totes ventar zeigen einen geivissen Wohlstan), und das Leben der jungen Leute untereinander macht cinni siiinpathischcn, har «ionische u und freien Eindruck. Ein ri htiges Gemeinsdxtftsl«bei«: alles gehört allen, alle arbeiten ür alle. Der eine grasze Raum mit der anstonenden .Uiid)o i t der gemeinsame 2l> iimum, zwei Wohngebäude enthalten «ie gemeiniainen 2chlai räume, immer 7 Personen in einem «inner, die jungen M idchen i ti dem einen und die jungen Leite in dem andern Ha« ie. j-ch omme zur Mittagszeit, an. Pon den jungen Märchen, d e abwechselnd den Dienst Hab n. sind drei in der Mii he. Mc ii lädt niich zum Essen ein, da« in dem genieinsanie» 2pcijeraum auf dem langcn Tische dampft. Aus ineine slsruge: „Habt ihr et blitzenden Auges, ohne «ich zu besinnen, das junge Mädchtn in der iirfie: „Uns e Neschune ist koscher, das genüat." Der Vorsitzende der.ztolonie. ei« symzeigt mir stolz den Klnbraun und , ah sind« aller- «tench, keine Bibel, kün (Gebetbuch, er?" „Nein." „Und «>eiii« einer von rhrzeit und Kaddisch sagen midite?" ntfernt ist ein M'injai:, dort f .mit er „Und an den hoben Feiertag«n liiabt pathischer junger Mann die Bibliothek. ^tch blättere in den Büchern. Hand, nur keinen Pent „Habt ihr Gottesdienst h euch Trauer hat, oder 3 „Eine Stunde von hier hingehen, wenn er will ihr auch keinen Gottesdienst?" „Nein, wer > >ill. mag z»i» Minjan gehen, nieinand reits jeden Sinn in den Ernst Baumelstei ■ mildert ihn." Hier veimisst iiian be )inge». Eine komniunlstische fugend handelt, so trailrig es auch sein mag. wenigsten? logisch uienn sie alles Religiöse verneint «nid verivirst. Aber diese ungen Menschen, dere>^ Sehnsu ht stio» ist und die lis zur Selbst aufopferulig für ihre <cd?en geben, «vosür bringen sie rigent bedcntet ihr ^udcnti in, ivaZ ihre stionssehnsucht? .staun «ine bewllszte national' Genie nschast ihre Geschichte verleugnen? Können diese jni gen M'nschen gleichgültig sein gegenüb« r dem, wofür ihre Ahnen zu Zausen Seite l l den und aber Tausenden ihr Lelen hingegeben habe»? -Ans all diese fragen erliält man keine Antwort. Die Jugend macht sich darüber keine Gedanken. Die Sinniosigkeit ihres Tuns kommt ibr nicht znm Bewiisztsein. Uni io mehr drängt sie ncli dem Auszensiebeiiden aus. und n»i so niederdrückender vervollständigt sie den allgeineitze'i) Eindruck des religiösen Bersalls. . -. 'sdi mödite nidit niis;versianden iverden. Wenn idi von den religiösen Bersallersdieinungen spreche, so soll damit nidit etwa gesagt sein, das; man jn Ruizland. in den Städten wie in de» Kolonien, religiöses Leben unter den ^"den nidit mebr antrisst. ^ch habe idw» oben betont, da«; die alte Generation durdians religiös ist und im Denke» und Handeln am Reli. gionsgesetz nnd Bäterbramh senhält. Das tritt natürlich überall in die Erscheinnng. den ineisten nenen Kolonien, in denen cs ansnalnntzlos an Stznagogen fehlt, findet sich in einem'der Häuser ein „Minjan". Tvaft überall ist am Drte selbst oder in crreidibärer Näbe ein S d, a n di c t vorhanden, der die Leute mit rituell geschlachteten« Fleische versieht. Minik mit seinen 00 000 Hilden unter 110 000 Eiliwühnern iit nidit Leningrad, und wenn mau am Freitag vor.' Sabbath durch die Straszen der Vorstadt gebt mit den niedrigen Holzhäniern. indenen fast aussdilieszlich ^ndcn ivobne», so glühen aus den Fenstern die Sabbatbliditer. Die verbältnismäszig nidit zahl reidien nnd nicht grossen Smiagogen nnd Betstnben sind be sucht. All das in selbstverständlich. Es soll and« nicht etivä behauptet werden, das; die religiösen sterielMugserscheinnngen unter der jüdische» tilgend überall erst ein Ergebnis der neuen Verhältnisse uüd der kommiinjnischen antireligiösen Propaganda sind. Wir N'ijsen, da«; bereits im zaristische» Rnsstand der ' atheistische Radikalismus in der jüdischen fugend, soweit sie sich vom Oletto emanzipiert batte, nicht selten 'war. Es soll auch nicht verkannt werden, dasz.Kalinin dori, die.ctolonie, in ddr ich den sabbath verbrachte, und von der ich oben spradi. dic^Hochburg des jüdischen Kommunismus und sozusagen «ein Produkt in Reinkultur darstellr. Aber das alles ist nicht das Wesentliche. Was hier ausgezeigt iverden sollte, das sind die Tendenzen, die .zur steit im religiösen Leben der russischen Juden ini-rl«am sind, die ^vvlgen, die iie bereits gezeitigt habe«, die Bedingungen und die Einsteilun gen. unter denen das junge Geschlecht hcramväcbst. nnd die religiöse Entivicklung. tnit der man zu redinen hat, wenn das Wahrzeichen des russischen Indentnms von morgen „Kalinin darf" heisst. i ß Viktoriastra 3e 20, Fernruf 19394 Hoch-, Tief- Ausführung von Schwemmkanalisatib und Bautischlerarbei Veranschlagunge Möbius Dresdon-A. und Betonbiiuteii ^eu- und Umbauten klier Alt, nen, Rüst-, Abputz-, Zimmerer ten n und Auskünfte berkitwilligit CHR. GÖBEL&CO. VORMALS WILHELM THUME 'S NACHFOLGER WEF3KSTÄTTEN FÜR GRABMAL K U N ST ' DRESDEN-TOLKEWITZ: AM JOHANNIS-FRIEDHOF / FERNRUF 3190J BESTE REFERENDEN / GEGRÜNDET 1880 RiALTO-PALAiS PRAQEß,; ' Dres< STRASSE Q * pberfie Inhaber: F. Mlll er i resdens größte! 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