Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 1 (1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4892693-5739394-5769855--1064-4893683- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
dem Munde ihrer berufenen Vertreter erfährt. Lurch die Zersplitterung der jüdischen Bevölkerung ist diejüdische Presse, von der großen Tagespreise abgesehen, keineswegs ein einträgliches (Geschäft. Es gehört ini (Gegenteil ein großer Idealismus dazu, diese Zeitschriften zu begründen j und am Leben zu halteiü Tie Mitivelt hat kaum eine Atmung von der Ueberzeugnngskraft uird der Lpferfreudigkeit. die sich dabei kundgibt. Tas Leben des jüdischen ^scitungsschreibers und Herausgebers ist zumeist ein ewiger .Kampf uin die bescheidenste Eristenz. Auf der ganzen ausgedehnten Aront d-es Jndentuins führen diese Männer einen beimpf um jüdisches Leben, jüdisches Recht und jüdische Ebre. An Armut und Rot stehen sie als .Helden aufrecht wie die Findlinge, die von den Bergen in die Ebene herabgetragen worden sind. Wer kennt sie. die treuen Lvldaten des Judentums, die in diesem Kampfe sich verbluten. Tie Nachwelt flicht ihnen keine Kränze, kaum kennt üe ihren Namen.-,! llud dennoch sckwpft das Judentum aus dieses Quelle dauernde Anregung und stärkt seinen Mut im .Kamch nin die Ideale der Menschheit, die üe in der Bibel zuerst der Welt '.'erkündete. Wohlfahrtsbriefmarken 1828 3cit 1ü. November 192N iveröen vonder Teutic^en Notbilfe wieder Woblfahrtsbriefmarken ausgegebcn. dtren Erträge zur Linderung materieller Notstände im ganze lj Reichsgebiet dienen, insbesondere zur ergänzenden Aürwrgc fiir Zinder: alte Leute und Enverbsunsäbige. Es nvrden ansgegeben: . ' - P f. - M arte zum Verkaufspreis von l>> Pi. ijWapven von Hamburg». > - P f. - M a r k e zum Verkaufspreis von l'> Vi. (Wappen von Mecklenburg-Schii'eri»). 1 ' - V f. ° M arte znnk Verkaufspreis von;Hi P iH’ii von Qldenburg). j 2 ' - V f. Bi arte zum Verkaufspreis von T>0 Pz. iWap veir von Braunichiveigt. ' 5 0 - P f. - M arte zum Verkaufspreis von l M. trappen von Anhalt).! ferner wird von der Reichspost mit eingedruckter N.Pf.-Marke' zum zur Ausgabe gebracht. Endlich werden Vreiie von l.*o M., enthaltend vier N-Ps.-Marken und drei l-'-Pf.-Marken. ausgegeben. Tie Wohlfahrtsbriefmaitken sind vollwertige amtliche Postwertzeickren, gültig znr Ffankatnr aller Postsendungen nach dem In- und Ausland. Ter Postverkauf dauert bis zum 31. Januar 1929. Tie postalische ('iiiltiafeit der Marken znr Frankatur erlischt am 39. April l!'29. Tie Zentrativohlfabrtsstelle macht alle jüdischen Ltganisaliouen und Vereine darauf aufmerksam, daß in diese n Jahr üatt litt Prozent NO Prozent des Reinerlöses der vertreibenden Organisation für ibre eigenen Woblsahrtszwecke verbleiben. Tie richtet die dringende Bitte an die jüdischen Womfahrtsstellen. üch nach Kräften an dem Verkauf der Briesmqrken zu beteiligen, um dadurch einmal die Anteilnahme der! Inden an den allgenieinen größeren Wohliahrtsaktiouen eriujut zum Ausdruck zu bringen, zum andern aber auch, weil der jüdischen Wohlfahrtspflege dadurch eine beachtensiverte Einnahmeguellc erschlossen wird. Tie Briefmarken, sind durch die Landes- und. Provinzialverbände für jüdische Wohlfahrtspflege söivje durch die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Anden, die zjn allen »Auskünften bereit ist, zu dczieheit. l . «Wap- Um auch in her breitesten jüdischen Oeffentlictteit für den Museumsgedanken zu werben, der ja überall, wo Juden leben, sich regt und vom neuen Interesse der jüdischen Gemeinschaft an ihrer Vergangenheit zeugt, läßt der Vorstand des Breslauer Museumsvereins eine Schrift herausgebcn, die von bleibender Bedeutung ist. Georg .Hcnnann leitet -sie durch äinen Aufsatz ein von Psomimbüchsen und alten .Haggaden. T:r Dichter von Jettchen Gebert spricht sich hier über jüdische Kunst aus. Nicht nur von den (Gefühlswerten redet er, die die Betrachtung in die Gegenstände unseres Kultes in uns auslöst, er spricht auch von der Bedeutung, die eine derartige Stuninlung für die Erkenntnis unseres Werdens hat. So schreibt er: „Mich reizt;. B. die Soziologie der jüdischen Familie heute. Mich drängt es, genau zu wissen, welchen Anteil haben wir deutschen Juden an den deutschen und europäischen i Kulturleistungen auf künstlerischen, wissenschaftlichen, sozialen, philosophischen, merkantilen, knrz in allen schöpferischenj Gebieten? Wer kann mir darüber Bescheid geben?" i In einem weiteren Aufsatz spricht Venvaltungsdirektor Tr. Rechnitz von der Entstehung des jüdischen Museums, an dem huch die nichtjüdische Qesfentlichkeit bereits ein großes Interesse nimmt. Im Breslauer Schloßmuseum wird die neue Gründung, dank des Entgegenkommens des^ Magistrats und der Museumsleitung langsam ausgebaut. Schlesien als Völkerbrücke vom Osten nach Westen hat naturgemäß in seinen jüdischen Kunstschäden ganz besonders die Möglichkeit, Gegenstände zu finden, die den Einfluß der verschiedensten .Kunstkreise aufzeigen. Schließlich spricht noch Pros. Tr. Grotte von dem. ivas das neue jüdische Museum enthalten soll. Zwei Hauptgrupven wird es aufweisen, eine rein geschichtliche und eine kunsthistorische. In Trncke». Bildern. Kaufverträgen, Schutzbricsen, Judenqnittungcn, Haniiliendokumenten und königlichen Erlassen wird es das Ringen dep schlesischen Anden um ihre Heimat zeigen, In der zweiten Gruppe des Museums iver den kunsthistorische Gegenstände ihren Platz finden: Erzeug- | nisse künstlerischen Gepräges für den kultischen Tienst in I Synagoge und -Haus: hierher gehören kostbare Silbergeräte, j wertvolle Keramik, Gläser, Zinn, Messing sowie Gegenstände iii Tertilarbeiten. Inkunabeln-und Gebetbücher mit ihrer j reichen farbigen Ausmalung lverden das Interesse der Be; stlcher wecken. I Alle kleineren jüdischen Ausstellungen, die im Anschluß a» große Ausstellungen der lebten Jabre der Qesfentlichkeit zu-- gäNglich gemacht worden sind, haben gezeigt, ^velch besondere Anteilnahme die nichtjüdische Umwelt unfern sichtbaren Kult-; gegenständen entgegenbringt. Mag dies auch oft nur aus; oberflächlicher Neugier geickzehey. mancher bekommt dock) aus dem Sehen der Tinge einen Einblick, d< r ihn in seiner ganzen Stellung zum Judentum beeinflussen wird. So wird an > seinein Platze das neue jüdische Mnsench segensreich für unsre > Gesamtheit wirken. t Rkuerschrinun« Taü Maasc-Buch „Allerlei beschichten", im Satire 1723, lil von Berta Pappcnhciin j erscheint Anfang nächsten Jahres. Es ist ,'230 Geschichten. Legenden,. Bolkscrznhkung« da-:- allgemein kultnrcllc Leben dar da nie jüdischen Sagenschatz vermitteln; in sprach^ es besonders interessant. Ter Jüdische ausgabe des Buches übernommen und Meldungen idas Buch kostet 6 M.-pro Stück Berlin X 21, Monbijouplatz 10.! Sie gnMliitg des WUe» IRofeams io BtBliii Von Tr. Willi E o h n. Breslau l Wir berichteten vor einiger Zeit von dem Plane, uj Breslau ein jüdisches Museum erstehen zu lassen. Naturgemäß kann ein derartiges Institut, wenn es von bleibender und dauernder Bedeutung sein soll, ivenn es auf wirklich wissenschaftlichen Gesichtspunkten sich aufbaut.,nicht von heut auf iiwrgen ins Leben treten. In den vergangenen Monaten ist im stillen eifrig gearbeitet worden, und zu Beginn des! neuen IabreS 1921) ioll eine Ausstellung „Tas Judentum in der Ge 'chichtc Schlesiens", die in Breslau eröffnet iverden wirp, auch nach außen von dieser Tätigkeit Kunde geben. Ctempel O Waith Eilige Stempel laetaif Staad«* gedruckt in Nmslcrdam übertragen worden und eine Sammlung von n, die neue Einblicke in tligen Zeit und in de» eschichtlichcr -Hinsicht ist auenbund bat die Hererbittet Tubskriptionsan seine lRschäftsstelle, > 4 1 1 1 11 IW li J Mur gani kurze ZeitI a Progran« dar Saasahoaaa g (KaaoaaaMaif Utaart, SataaMaraa, rackaaatas Paaj, eailkallsdies Pttra. TatTi a a WailiaiWiai an» ) T(«ack T» Mr VarstaNaa«. Wiwdtt, Taeaataak» a. Saaataaa a a 1 Wri RacaaMttamentallaaf. Za eiasaa »anlaMaaita taklaa Waear aat akaa ailtxaa g J vaa r,— Hart aa aelarikts kalka Praisa SARRASANI J Vrweakanl- Ckcaikaue, TaL MM* aa* vurverKBin. ^4, h m, lat. mzi 0 ■ ■