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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-12-01 · 8 (12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
8 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 6 Seite >3 iemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Aus der Gemeinderatsfttzung vom 15. November 1928 OSmilidic« Piotokoll) Unter dem Vorsitz des Herrn Rechtsaiuvalt, Paul Salinger waren vier Vorsteher und vierzeh i Gemeindeverordnete anwesend. Außerdem waren die Herien Rabbiner Professor Tr. W i n t e r nnd Tr. Wolf erschiene i. Tagesordnung: 1. Einführung eines neuen M tglicdes des .Kollegiums. 2. Eingänge und Mitteilungen.. 8 Antrag der Fraktion der Jüdischen Volkspartei auf Aender mg der Gemeindefatzung vom 1. November 1922 (erste Lesu ig). -1. Vorbereitung der Gemeinderatswahl: Bestellung deS Wahlausschusses, Festsetzung des Wahltages. 5. Fest etzung einer (tzemcindesteuerabschlnßzahlung für das .Kalenderjahr 1i>28. (!. Annahme einer Stiftung. 7. Antrag des Verstandes auf Bewilligung eines Nachkredits zu Position (> di s Haushaltplans für 1928 (Wohlfahrtspflege). 8. Geheime Sitzung. Zu 1. Ter Vorsitzende eröffnet die Sitzung gi gen 8(,-5 Uhr mit einem herzlichen Nachruf für das verstarb! ne Mitglied 8esKollegiums, -Herrn Paul Lehmann, Kollegium ehrt das Andenken des Verewigten durch Erheben von den Plätzen. Bei der Bestattungsfeier in Frankfurt a. M. mar i ie Gemeinde durch Herrn Direktor M. Zucker vertreten. Te: Vorsitzende begrübt Herrn A. L. L o e w e n t h a l, der als Ersatzmann für den verstorbenen Herrn Lehmann gewihlt ist, als neues Mitglied des Kollegiums und verpflicht! t ihn durch -Handschlag. Das Protokoll der vorigen Sitzung wird, mit Ausnahme des die geheime Sitzung betreffenden Teils, verlesen und genehmigt. Auf Antrag des Herrn Gemeindeverordneten Reinhold erklärt Herr Tr. Levy zu der Bemerkung wegen des unentschuldigten Fernbleibens des H< rrn R e i n - hold von der Gemeinderatssitzung am 20. Augllst 1928, daß -Herr Reinholdani diesem Tage verreist war. datz ihm die Einladung zur Gemsinderatssitzung nachgeschickl worden sei nnd daß er ihm, Herrn Tr. Levy, das schriftlich mitgeteilt bade. -Herr R e i n h o l d hat bei der Gemeinderatssitzung am 20. August 1928 also mit Entschuldigung ge ehlt. Zu 2. Kollegium erklärt sich mit dem vom Vorstand in dem Schreiben vom 24. Oktober 1928 vorgeschl igenen Verfahren der Mitteilung der Sitzungsprotokolle einverstanden. Kollegium nimmt Kenntnis: von mehreren Spendeneingängen (die Namen der Spender werden nicht gelrannt), von dem Dankschreiben des Sportvereins Bar Kochba für die ihm von der Gemeinde bei der Errichtung seines Spi rtplatzes im Ostragehege gewährte Unterstützung und Hilf«, von dem Tankschreihen des Herrn Kantor Paglin für die Verleihung der Pensionsberechtigung, von der Vorder fttung der Chanukkahschulfeier zum 13. Dezember 1928; v in den Resolutionen dxs Central - Verbandes jüdischer -Handtverker Deutschlands zu den Fragen „Ter jüdische Mitt« Island" und „Jüdische Berufswahl und jüdische Arbeitsnachwe se". von der Richtigsvrechung der Rechnung der Wilhelm-Scsie-Stiftung für das Kalenderjahr 1927 durch den Rat zu Dr;Sden (Fürsorgeamt). Auf Antrag des Vorstandes beschließt Kollegium, dem Jüdischen Jugendverein zu Dresden für das Kalenderjahr 19W (wie für 1927) eine Subvention von 200 M. zu bewilligen. Ter Gemeindedajan, Herr Rabbimr Horowitz, übersendet einen Sonderabdruck aus der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, entbc ltend einen von ihm verfaßten Aufsatz über die Familie Lwüw. Herr Dr. John Levy gibt Kenntnis von dem Inhalt de» mit einem Schreiben der Jüdischen Volkspartei zu Dresden eingegangenen Gutachtens des Dozentenkollegiums des Rabbinerseminars zu Berlin zu den Beschlüssen des Gmeinderats über verschiedene mit der Einrichtung einer jüdischen Abteilung in dem projektierten Waldfriedhof in dir „Jungen Heide" zusammenhängende Fragen. -Herr Rabbiner Professor Dr. Winter gibt, zugleich im Namen des -Herr» Rabhiner Tr. Wolf, seiner Mißbilligung darüber Ausdruck, i atz in einer die Dresdner Gemeinde betreffenden religiösen Frage Gutachten von auswärtigen Rabhinern eingeholt worden find. Prüfung und Richtigsprechung der Rechnung des Henriettenstifts für das Jahr 1927 (8 10 des Regulativs). Herr Gemeindeverordneter Egon Feuerstein hat die Rehnung des Henriettenstists für das Jahr 1927 geprüft unl> nichts zu erinnern gefunden. Kollegium spricht /die Rechnung richtig nnd erteilt der Verivaltnng Entlastung. Mit Genehmigung des Kollegiums werden die Punkte 3 nnd 4 an den Schluß der öffentlichen Sitzung zurückgestellt. Zu 5. Entsprechend dem Anträge des Vorstandes und des Finanzansschnsscs wird beschlossen, für das Kalenderjahr 192> eine Gemeindesteuerabschlußzahlung' von 12'-,. Prozent der Reichseinkommenstencr des Jahres 1!*27 zu erheben. Bisher ist für das Jahr 1928 eine Vorauszahlung, und zivar die Hälfte der (Ycmcindesteuer des Jahres 1927, erhoben worden. Ter Zahlungstermin wird laut 8 3 der StencrolHnnng vom 25. September 1922 vom Gemeindevorstand bestimmt. Zu 0. Herr Sachie Tnrft hat der Israelitischen Religionsgemeinde anläßlich seines 00. Geburtstages 3000 M. in 8prozentigen Goldhnpöthekcnpfandbricfen der Sächsischen Bodenkreditanstalt zur Errichtung einer Stiftung für Ziveckc des Henriettenstists übergeben, die den Namen feiner verewigten (Gattin Frau Sabine Durst gcb. Breit tragen soll. Mit großem Danke erklärt Kollegium die Annahme der Stiftung. Zu 7. Auf Antrag des Vorstandes und des Finanzausschusses bewilligt Kollegium irach eingehender Begründung des Dezernenten der WohlfahrtSstelle, Herrn Rechtsanwalt Salinger, einen Nachkredit von 8000 M. zu Position 0 (Wohlfahrtspflege) des Etats für 1928. Es folgt nunmehr die Beratung der Punkte 3 und l. Zu 3. Außer dem von Herrn Tr. John Levy Unterzeichneten Anträge vom 8. November 1s>28 liegt ein den gleichen (Gegenstand betreffender von den - Herren Tr. M. S ch o r n st e i h und Oskar Felder unterschriebener Antrag vom 13. November ^1928 por, der vom Vorsitzenden als unzulässig erklärt wird. >wil nach der Geschäftsordnung nur Gemeinderatsmitglieder Anträge zur Aufnahme in die Tagesordnung stellen können. Der Antrag des -Herrn Dr. John Levy wird verlesen. Er hat folgenden Wortlaut: Wir stellen hierdurch den Antrag, die Satzung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden in folgenden Paragraphen abznändern: £ Staatliche PorzeNaa-Manufaktur Meißen Handaemalte Kunsto GebtaKhtqcgetuidnde an« ECHTEM MEISSNER PORZELLAN «Inder künstlerischen Maleret nnd In der Vojthommenhetl der Technik liegt der unvergängliche Wert. liaiNINIIdKRLAaiNi BERLIN WM). Budopester* Str. 9a, Im Hause des Capitols oM Zoo. DRESDCN-A 1. SchlbAitr. Se. LEIPZIG C I. Goetkgsrr. 6 Zn bestehen durch alle führenden Potseltanhandlungen lVoncL itörei 5rager Straße 10 imber^ Behagliche, neuzeitliche Räume bieten angenehmen Aufenthalt Gebädce, Torten und Eisfrpeisen sind erstklassig und preiswert Für Gesellschaften empfehle Baumkuchen und bunte Platten Dresdner Christstollen-Versand +;Fernruf: 21076 und 18940

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