Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 7 (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Semeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Djr!»den Seite 9 Tic in letzter »Seit sich immer mehr häufenden Jchändnnne» jüdischer Friedhöfe haben de» bekannten Dichter W. v. Molo veranlagt, sich mit nachfolgendem Protest an die deutsche Leffcntlichkeit zu wenden. Eine grobe Zahl bedeutender Tageszeitungen hat den Protest an führender Stelle abgedruckt, so auch eine Reihe Dresdner Tageszeitungen. /Por kurzem hat sich auch der Eentral-Berein mit dieser Jache besaht und eine grohc Kundgebung in Berlin veranstaltct. Wir lassen den Aufruf und einen Bericht der .Kundgebung hier folgen. Ds Red. Westfalen ist in diesen Tagen in kurzen folgen nach gleichen sinnlosen (Gemeinheiten die litt, (sechzigste!) Friedhof, -gitindnng geschehen. Hysterisch-robuste Zeitgenossen werden -igcn: Was gehen uns die Toten an? Und, iverden sie sage», ."eiiii sie niemand hört das ist das Entscheidendes es in >och nur die litt. Schändung jüdischer (Grabstätten. So lveit sind wir heute. Spricht ein Jude gegen solche irrsinnige Trottelei. so in er „Partei", sagt der hysterisch-robuste und „christliche" Zeitgenosse. darum trete ich vor, weil ich nicht Partei bin, und .ige. iin Bewubtsein, dah es eine Schande ist, soltlies in Deutschland sagen zu müssen: Es ist das nndeutschc^te. nn> i.ri'tlichste. roheste, gemeinste, feigste Mithelfen bei den: sandeln einer Perkominenheit, dereki tvir uns nicht nur zu 'chchnen, gegen die reder, ohne jeglichen Untcrichicd, mit gc- ..-altigster Perachtung vorzugehen verpflichtet ist. Tas ist keine kleine Sache, das in keine(tonfessions- oder laubcnssache, das hat mit Politik nichts, aber schon gar nichts, mit gar nichts andern! zu tun als daiuit, das; sich ii. diesem Handeln Eigenscl>astcn zeigen, zu denen verurteilende »orte, wie bübisch, bestialisch, viehisch, nicht hinreichen; liier iDift wirklich das menschlickfe Wort, das der Anfang uyd das »de ist — das ist das.Ende jeglictien, auch nur hanchartigen »er- oder Menschseins. las ist das Ende, die Perdainniung, der umgeslürzte ipfelpunkt der" Vermaledeiung. Ich bitte alle groben innigen aller Richtungen des Menschseins in Deutschland, e Eltern, Lehrer, (iicistlichen, jeden, der irgend sich auch nur er Spur Mitverantivortung der (Gesamtheit gegenüber be;t ist, sich aus der stumpfen (Gleichgültigkeit des Züschen--' : wliht zu werden, das; sich in diesen systematisch betriebenen chklichen Friedhofschändungen eine Pertvilderung zeigt. >e» die jedes Verbrechen andrer Art gering und entschuld- : erscheint — wieder stocke ich, die Worte greisen daneben d fehlen —, als unsre menschliche Sprache sich der Tierheit Matter von Molo: Tollwut entivand, da war solches nicht vorhanden, nicht zu bezeichnen, lwis im Zahre 1928 in Deutsch and lebt. Sind die (iiräberbesudlkr es erst recht kein Wort gibt, solche die jugendliche Sceler lebten (Gestank und Tchlam dadurch Selbstverdammung ^ch hielte so gern diese Augen, aber so weit sind wsr weis;, welcher (torrespondeni; tollte, damit sie sie verbreitatcj. die (Grabstein zertrümmere« minder oder Halbreife, wie in; den meistenHüllen,.dann tragen in noch höheren« Masse die schuld die „Erwachsenen", für die verdammend genug wäre für ierart durch Verhetzung in den der Selbstentmenschung, und liinabschlcudcrn. i ‘ine wenigen Zeilen jedem vor in Deutschland, das; ich nicht ich diese Zeilen anvertrauen es ist ja alles Partei. Man biejze das eine „jüdische Aktibn". oder man schwiege mi^' tot, und so verantivortungslos mt der grobe Teil unsrer Preise geworden, so sensationsgierig das; sie meine Worte tvobl druckten, aber nur, wenn siej s.e allein drucken könnten, denn fast alles sieht nur mehr sich Was bleibt? Die Bitte: l nd nicht die (Gesamtheit. ' Sprecht jedes, das diese Zeilen liest, jedes, ohne jede Ausnall» ic. zu allen, die euch erreichbar sind, überall über die ^riedhofschänder, es darf keilte Ansnalnne. kein Aber oder Doch heimlicher oder offener Art geben! Macht euch und jede n klar, das; Tollwütige durch unsre Rächte streifen, die fiijr jede Seele grös;te (Gefahr bc-> deuten, vernichtet die tollwütigen Seelen der-Schänder durch einen Sturmwind eisiger Ve^aichtung. Lder solides noch tiefer bi^niibgeben?! j Walter von Bi o l o. Bj Xitestes Aagdra>KatNelhaar*Haus Europas 3 B 3 Salzmann s Sohlenwarmer Bettschuhe KnöchelwSrmer Wadenwarmer Knieschützer Gichtbeinschützer Schenkelwärmer Nierenwarmer Leibbinden RUckenwärmer Schals Kopfschützer Ohrenschützer Bettjacken Pulswärmer I i AfH5ot HiW® M Brustwärmer Handschuhe Lungenschützer Schulterwärmer Gichtarmei .Gelenkschützer Schlafanzüge JVtorgenanzüge Krankenanzüge Schialmantel Unterzeuge 8 . Deel S jnicrzcuge Sportkleidung -liegerkleidung lecken NafiichncidcNi für feine Herren* und Darhenmoden Pelze aller Arten — d €♦ Otto W alter Abonnements zu günstigsten Bedingungen r Dresden* A., Seeslraße 5, l.Slod*/ Fernsprecher 16736