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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-11-01 · 7 (11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
7 (11.1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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der Israelitischen Religionsgeme ■^ ]iiiitüiiiimiFiniimniuittiHi»wiiiiBnn»«imK> Amtliches Organ des Gemeindevorst f ' «ad .ies EaWschm iiraelitjjchen inde Dresden rs <sxiiiiitmiiiii!ii[iiiimii<iiiiiiiiiiminiiimiiiituiii!iiiK3> ieMinbeverbanbes Beraattvortl. Schriftlrituog: Bllrodirettor Alleinige Annahmestelle für Inserate: Icsc T crl LPlormachrr. Dresden Sternlicht. Zeughausstrastc lag: Israelitische Rcligionggcmeinbe Dj 3,1. Telephon 14051 Dir 29-mm-SRi csdrn-Druck: Kaden DEomp-, Dre<den-A. npareillcjeile tostet 30 Pf., laufend Rabatt 4. Jahrgang Oresbe n, November 1928 Nummer 7 ppäui gütiger Mensch ist voy uns ''nur Ein Idealist, ein Ethiker, ein gegangen. Ein Bescheidener, dessen Wert und Weser jene wenigen voll erfaßt haben, die selbst in gleiche: Wo iimunifl wirken. Als Paul Lehmnin nach dem Kriege iich in Dresden niederließ, wußten hier licht allzu viele, daß!a ein jiidischer Schriftsteller von Ruf in unsre Geineinde eingczogen inar. Und doch hatte er schon 1! 00 sein Buch „A k a b j a h erscheinen lassen, dem bald „Akabjahs Ruf" gefolgt ivar. Weder diese beiden Dichtung ni noch „T c r l c b e n ) i g e anin" oder „Der Wan de i er" haben in Dresden die Verbreitung gefunden, die sie vei dienen . . . Es sind Bilder eines Leben-philosophen. Predigten in poetischer Form. Hier spricht einer über Leben und Sterben. Leiden und Trost, über Wahrheit und Rätsel, über Liel e und Sittlichkeit; kein bloßer Schönndner, kein Modepoet einer, der sprechen mußte, der Mitmenschen lehren wollte. Einigkeit gerichtet hatte. Paul Lehmann konnte lehren ornt im jüdischen Sinn: Arbeit "Mistes. In seiner Vaterstadt 2 Zäsium, studierte dann in Fuldc trat schließlich als Lehrling ins achtzehnjährig, schreibt er bereits iiädter Zeitung. Sein Gewerbe Einer, der den Blick ai f die Frankfurt, München nach Halle o «ann — er hat sich inzwischen v, rehelicht — sich endlich ganz einer Neigung widmen und wi:d Zeitungsmann uni Per 'ger. Er wird Besitzer der S illgemeinen und des bekannten Run schreibt er seine Bücher, alben sehr hoch gelvertet werden. Automobil - aus innerem Zwange Lehmann aber seine weil er gelernt hattet We* der Hände und Arbeit des tettin besuchte er das Wymbeim Rabbiner Kahn und Metallgewerbe ein. Kaum als Mitarbeiter der £ alberführt ihn über Antwrrpen, . d. Saale. Tort kann Lehijmle-Zeitung, der Halfeschcn Ltto-Händel-Verlages. die von der Kritik Klient „Sie ahnen sich in l ie ge heimsten, den« hellen Bewußtsein unzugänglichsten Untergründe des Lebenswaltens hinab. Wer so zu fühlen imstande ist, der steht ganz nahe aji der Urquelle, an der die Lebenskraft des Weltalls in das konkrete, lebende Individuum ein strömt", schrieb ihm Mar-Nordau. Und die gesamte deutsche Tages- und Literaturpresse erkennt den sittlichen Wert seiner Bücher an. Führende Persönlichkeiten aller Wesellsckiastsschichten und geistigen Kreise suchen seinen Verkehr, treten mit ihm in Brieftvechsel. Mit dem Philosophen Vaihinger, dem Begründer der „Philosophie' des Als-Lb", verbindet ilm enge Freundsckiaft. Krieg und Umsturz! entfremden den Idealisten de n Zeitungswesen. Er läßt> Presse und Verlag und zieht irach Dresden. Hier wendet er sich dem jüdischen Wcmeindeleben zu. Konservativ, ohne den Zusammenhang mit dem wirk lichen Leben zu verlieren^, ivirkt er in den Vereinen Adas Ieschurun, ESra und in der Volksvereinigung für jüdische Interessen. 1025 lvählt man ihn in den Wemeinderat der Israelitischen Religionsg^ineinde. Kaum 53.Jahre alt, kvird er ans einer Reise in Frankfurt a. M. plötzlich dahingerafft. Erschüttert vernimmt man sin Dresden die Nachricht. Der jähe Verlust bringt erst schmerzlich zum Bewußtseist, daß einer dahingegangen ist, dem, wie auch immer man zu -seinen Anschauungen stehen mochte, für seine Ueberzeugung Respekt gebührte. Einer, der aus dem Wesen des Judentums heraus — die,Liebe zur Lehre war ihm Erbteil vom Väter — den Weg zum Heile erstrebt hat, für sich und für seine! Mitmenschen. Sein Grabstein steht nicht in Dresden. Aber liiaii wird Paul Lehmanns gedenken, und vielleicht auch seine Bücher mehr lesen als bisher. Und erkennen, daß er ein Sucher war, ein Wanderer auf dem Weg zur Höhe. Di\ Leo Fant] Reparaturwerkstatt mm -Vertrieb Hans Gerhardt Dresden #A-, wieder Platz 3 (gsgenaber dem Hauptbahnhof) Fernruf: 17197 Reparaturen an Wagen aller Syst« Autorisierte WerKsic 11 fUr Chevrolet«Automobile ^99935

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