Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 6 (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
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«eite 18 lemeindeblatt der Israeli Das ffefcutte Bentfchttcht V i ror out mit Tu? dreizehnjährige «tiru in vor Tchmerz gerlmz finMidie f'ioftclit* bK%f> vor «chrerf, und aus den nnscku Aügen rollt eine Träne nack der andern. Am Freitag Tagc'n >var ibr io ivolü. ioknstig zumute. Es ivar der Freitlrg"-. (»roßmntter batte sie etwas trüber als f weckt. Ten ganzen Tag über war ne mit deih Borberei 'ür den Tabbat beschäftigt gewesen! (»egen Abend w ficfa.' rlodit die langen Zöpfe, zog nck um und ging i'Zroßmntter in die' Tcknl, Tie Großmutter zündete ibr« ,n. und ne die ibrigen . . . Beim ersten Lickt. iprickt sic.: „Großmutter soll 'ein!" Beim zweiten : ..Bater soll gesund sein, viel (»escbgrte bilden, viel Geld verdienen nnd nicbt 'etiizen. daß die Zeiteiz.'ckleckt sind!" Beim dritten: ,. 'oll gesund^»id nark.sein." Und dann kommen die iM, 'die Brüder und Tckweitern, jeder bekommt - sein Li Und das dauert, dis die Leute nck zniu Beten" versäumte * Wie lieb bat sie die Tcknl, wie gerne bentscbt Lickter! -Tie in ickon ßsit zwei Fahren'bei der Großmnttcir Tie iebnt ncb.gar nickt, nach Hanie zurück ... Zu gesund er soll immer! lkutter c üe für cht . . . ln... ne die bent'ckt inan keine Lickte . . . (»erne würde sie ihre wiederieben.. wie ne den Bater nmarknt und mit nbiva.rz'eidenen Barte wielt oder mit den kleinen > tanzt . . . Tie kann'aber die alte (»roßmutter nickt znrücklas'en,. . . Großmutter in io gut, ne bat ne dic bennclvn'gülebrt . . . Tie bat ne io lieb. - - anck das vent'cken bat ne lieb . . . Tie iebnt fiai danitcki die Wock/. sichzäbkt die Tage . . . -ident in aber ein vernnc Freitag. Am Morgen uw es nock io ivie immer . . . Tic b> alles für den Tabbat vor. Großmutter iab ibr zu nn! ibre Freude daran ... Tie batten sick ickon nmge "noßmiltter bmte glick ickon ibren Ttoct genominen . . Ta.mußte der Teufel den Briefträger ickicken . . . inntter landen Brief! nnd warf nck aufs Bett. Nun ■'dion feit einet Trnnde. das Gesickt zur Wand gekehrt Fbr (»esickr m dunkel . . . Tie Äugen nnd geicklon >?and ball nock denk Brief . . . Bor dem Munde in Tcka Tie laßt das .Mini» irickt;n nck heran, iie will anck ni ru'en lauen. Wenn dje kleine zur Türe geht, ickreit ..Bein!" Tie .»kleine siebt am Bett niid sagt ück unter Herz: : >oit :veiß. was man der Großmütter rwn zu Hanie geilt dal . . . ^ielleickt . . . vielleickt . . . Und ne hört ga an'm'ick zu fragen, ivas zu Hanie vorgctallen sein mag. Tie fällt in die >lnie und ergreift krampfhaft Großn Hand ... ..'Großmutter! Großmütter! Was in'denn geicbeb Tag mir dock ein Wort, lag mir. inas geickcbcn in!.-. Großmutter! Fck werde vor Angst sterben!" Tieie Worte kanten ibr unwillkürlich aus der Tie Herzens. — - Tie Großmutter ivandtc nck zu ibr um. bewegte die i öffnete die Augen und antwortete hart: ..Ttirb!" Uno ne drehte nck wieder zur Wand. tischen ReNgionSgemeinde Dresden Nr. 6 n L it, das ldigen ackt .stürze gelingen tick sic der Lickte -vam.e Mutter. seinem lpndcrn allein Lickt- Licktganzc liicftcr ltimrtc: reitetc batte leidet. li egt (»roßne »a. . n. die im ... nnand ie: fh preii. rieben nicht uttcrclt? ... rc des ippeit, Pcrcz „Ihm ans dem Gesicht geschnitten stirb!" Baickc sagte nichts. Es wurde ihr finster Nun hörte ne ganz ans zu dcnkcii lind z» fü Tas dauerte länger als eine Ttnndc. Plötzlich hörte sie der Großmutter „Tteh auf!" Basche sprang ans. Auch die Großmutter stand aus nnd griff den ne früher weggcworfcn batte. „Wieviel Lichte hast du?" fragt sic hart. „Acht, wieimmer!" antwortet Basckic zi „Laß eines zurück!" Baicbe rübrt sich nicht. „Leg eines zurück!" schreit die Großmnttp Barche zittert nnd rührt sich nicht. Tie Alte gebt znm Tisch, wickelt das Pä ein Lickt heraus, wickelt die übrigen wieder drückt ne Basche in die Hand. „stomm!" Baicbe gebt ihr automatisch nach. Beide die Türe hinter sich zu schließen. Baicbe iveiß selbst nicht mebr, wie sie in Borbeterpnlt gekommen ist. „Zünde dic Lickte einzeln an nnd nach!" „Tprich: Mutter soll leben nnd gesund Baicbe zittert wie im Fieber. Toyst get Lickt immer dem Vater. „Tvrick!" ickreit die Großmutter. Baicbe iprickit die Worte nach. ..Tas zweite: Ebajiml soll ein frommer I Baicke zittert noch mebr. sie hört des Vatc Tie Beine knicken unter ibr zusammen, das in den Tckläien hämmert es. die Angen brend inntter bat aber kein Erbarmen, sie schreit ..Tprick! Tprich! Tprich!" Warum kommt noch immer nicht Vaters Ta zündet sie schon das letzte Licht an. „Tprick: Tsorc söll gesund sein!" schreit Bein! Tas wird sie nicht sagen! 'Wo b Nein! Tic kann es nicht, ihr ganzes Wesen die böse Großmutter ans . . . Nein! Nein „Tprich! Tprich'" schreit die Ärotzmutb^r immer strenger. Basckrc aber will ibr nickt folgen. Tas dein Vater gehören. Tie beginnt:- „Ter Vater . . ." „Tkill!" ickreit die Großmutter entsetzt. Tein Bater ist' kein Jude mehr! Er is anwalt!"' ... Ttirb, Basche, vor den Auge», iblen. spri h nach ihrem Ttock. t ernd. r noch strenger. ctschen ans. nimmt ins Papier nnd haben vergessen die Tchnl znm s meine Worte ,ci n!" ört ja das erste ide werden" . . . rs Namen nicht, kleine Herz klopft. ien . . . Groß immer lauter: icht? die Großmutter, eibt der Vater? lehnt sich gegen immer lauter. 1 etzte Licht m n ß .Ttill! «tili! schon Recbts- 1 Ventscken ooiii lat. leneiliocrei einen 2egc. A» Vorabenden von 2abbalen und Festtagen zü Lickte an und sprickt dabei einen 2egensspruck, b genannt wird. - Ter kürzeste Freitag des Wahres. ' Fn Nußland war eine Zeitlang den Fuder Neckrsanwaltsberuf vermehrt. Tie Taufe war dejr r sspruch verrickten. udet die Hausfrau r „Licktbenlfchen" der Zutritt zum einzige Ausweg. führend in Seide und Samt für SttTifoe und Cje/eUfchaft