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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-09-01 · 5 (9.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
5 (9.1928)
Date
1928-09-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Nr . 5 (Bemeinbeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 1t meine Zeitung des Judentums) herausgebracht, wurd-n Filialen in der ganzen zivilisierten Welt errichtet, die im Verein mit der Schaffung des „R u d o l f - Mo s i e. l! o d e" dazu beitrugen. Brücken nach Ueberiec zu schlagen. Schließlich wurde als dritter, sehr naheliegender Zweig das reine Verlagsgeschäft immer mehr ausgebaut, als dessen Früchte die mannigfachen Ausstellungskataloge - durch ihren dickleibigen Jnseratenanhang freilich sehr unhandlich gestaltet. — die Adreßbücher u. a. m. zu nennen sind. Ein paar Zahlen mögen noch das-Wachsen von Rudolf Maises Gesamtwerk erhellen: 1870 zählte es 20 kaufmännische Angestellte. 1895 2-17 und nach abermals 25 Jahren 1375. Der dies Riesenwerk eines mit der Zeit mächtig erstarkten Wirtschafts, und Derkehrsorganismus schuf und es selbst fünf Jahrzehnte lang mit väterlicher Liebe betreut hat, war! persönlich anspruchslos und hatte — ein Kontrast, den man! gerade bei bedeutenden Männern oft findet — außer der Arbeit nur eine Passion, die Jagd. Ihr obzuliegen, fuhr er an einem Frühherbsttage von seinem Gute hinaus, und hier bat der Tod ihm die Augen zugedrllckt. Was Masse war, habe ich in großen Zügen an seinem Werke zu zeigen versucht: wer er >var, erweisen die vielen Ziele sozialer Schöpfungen, die, auch wenn sie seinen Namen nicht tragen, ihm und seiner milden Hand ihr Entstehen verdanken. Derjenige, den man seit langem neben Masse zu nennen gewohnt ist (der dritte ist Schch:!, bleibt aber hier außer Belang), ist Leopold U l l st e i n, dessen 100. Geburtstag auf den Herbst 1936 fiel. Er war der Sohn eines Papiergroßbändlers, der als solcher die Vossische Zeitung belieferte und sich schon um 48 herum in Berlin selbständig machte. Er hatte bald einen großen Kundenkreis, darunter den Verleger des Kladderadatsch, den wir schon zu dem jungen Masse in Beziehungen stehend fanden. Auch Ullstein wurde von den hochgehenden Wogen nach 1870 emporgetragen. Zunächst noch in der Papierbranche bleibend, tritt er — und hier finden wir genau die gleiche Entwicklung wie bei Sonnemann — in die Gemeindepolitik Berlins ein. wo er u. a. die Beteiligung der Stadt an öffentlichen Unternehmungen fordert. Um diesen Gedanken Nachdruck zu verleihen, braucht er ein Organ und übernimmt 1877 die kurz zuvor gegründete Berliner Zeitung, die somit der Grundstock seines Weltunternehmens geworden ist. Dieses ausgesprochene bürgerlichdemokratische Blatt hatte Erfolg und zog als ersten Schritt zur Expansion, begünstigt zweifellos durch das Aufblühen des Unternehmens Masse, die Gründung der Berliner Abendpost 1877 nach sich. Ihr lag die Derlagsidee zu Grunde, von Berlin als politischem Kriegsschauplatz erster Ordnung die Provinz viel rascher als bisher mit Lesestoff zu versehen, den Apparat des schon vorhandenen und eingeführten Blattes für das neue Blatt auszunutzen. Also wieder ein Novum in der Geschichte der Presse, und weiterhin eine neue Stufe der Entwicklung, lvenn sich Ullstein, der damals bereits zwei Druckereien besitzt, euttchließt, die von ihm viele Jahre auf fremde Rechnung hergestellte Berliner I l l u st r i e r t e in Eigenbesitz — 1894 — zu übernehmen. Illustrierte Blätter, dessen werden sich viele entsinne«! waren damals noch nicht lange bei uns Mode: ihre Art, nämlich nach der schlechten Seite hin, die zuerst erkannt zu haben, das Verdienst Ullsteins und der Seinen bleibt, wird mit dem Worte „Gartenlaubenstil" bezeichnet: naiv-rührseliger Inhalt, holzschnittmäßige Reproduktionen. An deren Stelle traten nun fesselnde Artikel, vor allem aber rasch hereingebrachte photographische Abbildungen aktueller Ereignisse. Das packte die Leute, daß die Zeitung, wachsend ohne Widerstand in ihrer Auflage, rasend gekauft wurde und sich bis zur jüngsten Gegenwart immer mehr zu einem der gesuchtesten Jnsertionsorgane entwickelt hat. Inzwischen war die sogenannte Generalanzeigerpresse entstanden, unpolitisch zumeist, mit einer oft etwas byzantinischen Tendenz, aber billig. Ullstein schuf daraufhin ein neues Blatt, die Berliner Morgcnpost, bei . welcher zum ersten Male Wochcnabonnements zu dem beispiellos billigen Preise von 10 Pf. eingeführt wurden, und auch die ganze Aufmachung dem Generalanzeigertyp angenähert war: keine Leitartikel, dafür eine um so innigere Verbindung zu allen Teilen des öffentlichen Lebens: Parlament, Rathaus, Straße, X REKLAME-AUFTRAGE? Mein Arbeitsgebiet: Verleg für Programme und Vereinsnachrichten - Ausarbeitung von Ideen, Texten und Zeichnungen für Inserate, Werbebriefe, Prospekte, Plekete - Peckungen Werbeplüne . Schutzmarken Giebelreklame Alleinige Annahmestelle für Anzeigen Im Gemelndeblatt'lnseratenannahme für sümtl. Zeitungen Verwaltung von Reklameetats JAt STBRNUCHT Dresden-A.1. Zeughausstralte 3 Fernruf 14051 Dl«»»»Z«leh«n verborg« lhn«n u. erfolg reichte Ausführung Ihrer AuftrUget

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