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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-06-01 · 2 (6.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
2 (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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in) Von boni Dankschreiben des Verbandes jüdischer Jugeud- «reine Deutschlands in Düsseldorf an den Berbandsvorsitzendcn stir die »nlerslützung bei den Vorarbeiten und der Durchführung der Reichsdelcgicrtenkagung Pfingsten 1928 in Dresden nimmt der ',1 usschuf; Kennrnis. ni Ecsind cingegangen und liegen aus-:. Ter 23. Bericht der Hochschule für die Wissensckiaft des Judentums in Berlin, die Mitteilungen des Verbandes der C^feUschafte» zur Förderung deS Handwerks und der ^aiiüivirischafk unter °den Juden „L rt". «) Endlich tragt der Vorsitzende den wesentlichsten Inhalt einer Eingabe der Jüdischen Volkspartei Ehemnitz vorn 7. Juni 192-, vor, die am 9. Juni in seine Zände gelangt ist. Es handelt sich darum, dem oribodoren Schlichter und Mohel für das ' Jahr >928 eine» Olebalrszuscimß von 584 M. zu gewähren. Die Jüdische Voltsvarlei beantragt, diesen Betrag aus Verbandsniitteln zu bewillig,.n. lieber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen, da cs jich nicht' um eine gemeinsame Einrichtung — S - Ziffer 3 der Labung — handelt. Mit der Erklärung des Vorsitzenden, dag die cingegaageulir Lubveiitioiisgesuche nsw. besonders zusammengestellt worden sind und bei Punkt 4 der Tagesordnung, „Festsetzung -des .Zausballplans für das Jahr >92v, zur Vorlage kommen sollen, wird dieser Gegenstand verlassen. 3. Kassenbericht für das Jahr >!>28. Die Rechnung des J-.hres >927, und zwar die Abrechnung des Lächsischen Jsraelitischeii s>le meiudeverbandes und die, Abrechnung der Landeswohlfahrlsstcue bei diesem Verbands schließ! ab in Einnahme 'Mit.>3 040,40 M. in Ausgabe mir.>4 92l,«>3 « also mir einem Bestand von'. >19,45 M- Tie Einnahmen enthalten einen Posten von HNH) M. „Vcrbandsgemeinve Dresden Vorsämß auf den Beitrag für das Jahr 1028". Ter Gesamtem) ist also tatsächlich um 880/Z7 M. überschritten worden. Zerr G».-c>rg Mecklenburg, Eheinnig. nimmt eine Prüfuiig der Reclinung und der Belege vor. Auf schneit Antrag wird die Rec!>- iiluig iväter unter Rachbewilligüng der. Ilebecschreitung richtig-. gesproctieii und dem Voritande Entlastungerteilt. Für den Leparalionds — zur Errichtung eines sächsischen Veesorghlitises beilimiiir — sind Einnahmen und Ausgaben nicht za ’ verzeichnen. Für diesen Levararsonds ivird die soziale Wohisahrtsrenle aus Grund einer Reichsanleiheablösungsschnld von 30 M. bewilligt werden. Tie Zöbe der. svzialen Wohlsahrtsreiue steht bekanntlich noch nicht seit. 4. Festsetzung des Zauslialtplans für das Jahr >928 i, - des Lächsiicken Israelitischen Gemeindevervcindes, I,- der LandeSwohIsahrtsstelle, Punkt 8 der Tagesordnung: „Festsetzung der Beiträge" n; zur JenrralwohlsahrtsiieUe derdeutschen Juden, b> zur Zauvtslelle für jüdische Wandersürsorge und Arbeitsnachweise, ei zur jüdiscki-'n Tuberkulosenfürsorge in Berlin, und Punkt 9: „Erörterung der Frage der Ruhegeballs- und Zinlerbliebenenvcrsorgung der Gcemeindebeamten" werden mit der Beratung des Zaushcillplans verbiinden. Die Zentralwohlfabrrssielle der deutschen Juden in Berlin hat in einer Eingabe gebeten, den Mitgliedsbeitrag zur. 'Zentralwohlsahrrsitelle der deutschen Juden einheitlich so sestzusetzen, daß 10 Pf. auf den Kops der jüdischen Bevölkerung entfallen. Der Beitrag der fächsiictien Gemeinden beträgt hiernach rund 2300 M. Der Beirag wird wie »n vorigen Jahre nicht im Etat ausgesuyrt, sondern in von den einzelnen Gemeinden zu errechnen und besonders an die Jentralwohlsahrtsjtelle abzuführen. Dem Ersuchen wird entsprochen. Zerr Prediger Zeimann, Plauen, bringt einen' Antrag ein, der 'die Ruhestands-Versorgung der zwei ältesten jüdischen Lehrer von Lachsen zum Gegenstand h<ir. Nach eingehender Aussprache, wobei der Ausschuß mit großem Interesse davon Kenntnis nimmt, duf; die Gemeinde Plauen die Ruhegehalts- und Zinterblieöenenvcrsorgung ihrer Beamten durch Beitritt zum LandeSpensionSverbgnd Lächsischer Gemeinden in Dresden, Wiener Ttrafze 28, in vorbildlicher Weise sichergestellt hat, wird beschlossen: Es wird eine .Kommission eingesetzt, bestehend aus den Zerren Tr. Levy. Dresden, Rabbiner Dt. . Goldmann, Leipzig, und Paul Kag, Zwickau, die die erforderlichen Unterlagen herbeizichen und dem Perbandsausschuß spätestens bis' zu seinem nächücn Zusammentritt detaillierte Vorschläge für die Ruhegehalts- und Zintcrbliebenenversorgung der oiemeindebeamten machen soll. Ter Antrag des Herrn Rabbiner Dr. Goldmann, Leipzig, in den Etat des Gemeindeverbandes für das Jahr 19-28 die Lumme von 2300 M. zum Zwecke der Pensions- und Reliktenversorgung für Beamte kleiner Perbandsgcmeinden einzustellen, wird einitimmig angenommen. Ter erst am 8. Juni >928 cingegmigcne Antrag der Sauptftelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweize in Berlin utn Bewilligung einer Lubvcntion von 5000 M. zur Errichtung einer jüdischen Arbritcrkolonie und um Uebernahme einer i- Sicherungsgarantie von 3000 M. für das . der Hauptstelle aus n Reichsmitteln gewährte Taclehn bedarf nhch eingehender Vorg bereitung und wird deshalb zunächst zurückgestellt. ES wird fol» r gcnde Resolution des Herrn Rechtsanwalts Dr. Lappe, Chcmititz, angenommen: Wenn der Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft der r Landesverbände lPunkt 7» der Tagesordnung) in der heutigen - Litzung bestätigt wird, und wenn diese Arbcitsgcmeinschast im S laufenden Jahre noch Mittel anfordert, so sollen diese nach Möglichkeit bewilligt und nach dem Reichscinkonnnensteucrsoll aus die r Verbandsgemeinden besonders umgelcgt wcpdcn. Die cingcgan- ', genen LubventionSgesuche > verden — aulfgenoinmcn das der :, Lächsischen Israelitischen Lehrervcrcinigung — für erledigt erklärt, i Die Sächsische Israelitische Lehrcrvereinigung erhält wie «m Jahre - >927 eine Lubvention von >30 M., die aus, dem Vcrfügungsgeld des Vorsitzenden zu bezahlen ist. Ter Beitrag der Gemeinden wird s auf 2'A "/oo deS Rcichseinkominensteucrsollbietrags und der Etat : für das Kalenderjahr >928, der diesem Protokoll beigefügt ist, hierauf in Einnahme und Ausgabe gleichlautend zur .Lumiuc von - >8 000 M. festgesetzt. Bei der Etatsberatung bemängelte Zerr > Tumpowsky, Leipzig, die Ungleichheit des Ltimmenverhältnisses der - Gemeinde Leipzig im Verbandsausschus; gegenüber dem Beitrage . der Leipziger Gemeinde. Auf Antrag des Zerr» Kahn, Ehemnitz, soll der Entwurf des Etats im nächste» Jahre den Verbandsgemeinden., einige Wochen vor der Ausschußsitziing zugestellt werden 5. Neuwahl deS BerlmndsvorstandcS — jj >6 der Satzung - -. In den Verbandsaussckniß werden für die Jahre 1928 und lf-29 einstimmig gewählt: Zerr Rechtsanwalt Paul Saling er in Dresden als Vorjitzei'der, Zerr Siegfried P i o n k o m f k, in Dresden als stellvertretender Vorsitzender, Zerr Karl Gw l d« schmidt in Leipzig als Beisitzer. Zerr Rabbiner Dr. Goidinaun präsentiert für die Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Tachscii wiederum .Herrn Rabbiner Professor Tr. Winter in Dresden, der dem Vorstand mit beratender Stimme,angchört. Als dessen Ltellvcrtreter amtiert im Behinderungssalle Zerr Rabbiner Dr. Albert Wolf in Dresden. Tie anwesendest Zerren erklären die Annahinc der Wahl. | 6. Zerr Prediger Heimann, Plauen, begründet den Antrag der Lächsischen Israelitischen Lehrerverrinigung, ihr „neben dem im Vorjahre cingeräumtcn qualifizierten Litze im Ausschüsse des Lächsischen Israelitischen lR-mcindeverbandes auch einen Sitz oy»e Ltimmrccht in dessen Vorstand zuzugestehen'1. Zerr Rabbiner Dr. Goldmann befürwortetden Antrag. Tis Abstiinmung ergibt 8 Ltimmcn für, 8 Stimmen gegen den Antrag. Die Annahme des Antrages würde eine Satzungsänderung bedeuten. Zu einer Latzungsändcrnng ist aber »ach 8 >4 eine Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Ltimmcn erforderlich. Der Antrag ist also abgelchnt. 7. a) Bestätigung Pes Beitritts des Sächsischen Israelitisch.-n GrmeindcverbandrS zur Arbeitsgemeinschaft der Landesverbünde, b) Bericht über die Sitzung der Vertreter dieser Landesverbände am 3. Juni in Köln und c) Bericht über den S^tand der Verhandlungen, die Gründung eines Rcichc-verbandeS der deutschen Juden betreffend, ,l) Aussprache hierüber. Zu diesem Punkte übernimmt Zerr Pionkowski den Vorsitz. Zerr Rechtsanwalt Lalingcr berichtet über den Fortgang der Verhandlungen zur Gründung des ReichsverbandeS der deutschen Juden, insbesondere über die erste Litzung der ncugcgründeten Reichsarbeitsgemeinschaft, die am 3. Juni 1928 in Köln slattgefunden hat. An dieser Sitzung hat, außer ihm, dem Vorsitzenden, Zerr Karl Goldschmidt, Leipzig, tcilgenommen. Zerr Siegfried Pionkowski hatte seine Teilnahme zugesagt, mußte aber-- wegen einer plötzlichen Erkrankung im letzten Augenblick leider wieder absagen. Nach dem jetzigen Stand der Tinge würde der Sächsische Israelitische Gemeindevcrband drei Ratsmitglieder und vier Abgeordnete in die Reichstagung zu entsenden haben. Tie süddeutschen Landesverbände haben erklärt, daß ste an der Schaffung des Reichsverbandes auf dem Wege über die Landesverbände festhallen, und daß jede andere Lösung für die Süddeutschen unannehmbar sei. lieber die Zusammensetzung der Reichstagung bestimmt der Entwurf, daß überall da, wo demokratisch zusammengesetzte Landesverbände bestehen, deren Landesversammlungen die Wahlen der Vertreter zur Reichstagung vornehmen, wo solche nicht vorhanden sind, sollen die Vertreter für die Reichstagung in Urwahlen gewählt werden. Die Vertreter von Sachsen und Hessen haben sich der Abstimmung über diese Bestimmung enthalten. Um dem sächsischen und hessischen Landesverband die Teilnahme an der Reichstagung zu ermöglichen, ist eine »ebcrgangsbestimmung folgenden Inhalts angenommen worden: Zu der ersten ReichStagung, die voraussichtlich in zwei bis drei Jahren einberufen wird, entsendet der sächsische und hessische Landesverband von ihnen — den Landesverbänden — delegierte- Vertreter. Nach Ablauf der ersten Wahlperiode würde dann die Frage, ob für die Wahl der Abgeordneten zur Rcichstagung die »rwahl einzuführen ist, wieder aufzunehmcn sein. Nach' ausführlichen/ zum Teil lebhaften Auseinandersetzungen werden dem heute versammelten Ausschuß des

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