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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-05-01 · 1 (5.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
4 (1928)
Issue
1 (5.1928)
Date
1928-05-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1 lemeindeblatt der Jsro elitischen Religion-gemeinde Dresden Seife 13 Auder TemeioberatSfitzong vom S. Mai 19211 Unter d.m Borsitz des Herrn Rechtsanwalt Panl Salin ger waren vier Borsteher und zehn Gemeindeverordnete auwe end. Es waren ferner die beiden Herren Rabbiner eingeladen und erschienen. Tagesordnung: 1. Eingänge und Mitteilungen 2. Bericht über dilj Borbereittntg zur Einrichtung eines GemeiichegotteSdienstes nach altein Ritus; lSinsetzung! oiner orthodoxen Kultuskomnrission. 3. Beschlutzfassung über verschiedene mit der E nnichtung einer jüdischen Abteilung auf'dem projektierten Waldsriedl .os in der „Jungen Heide" zusammenhängende fragen. 4. Nachtra^vertrag ^u dom Kaufvertrag nrit der stadtgemeinde Dresden über das ivlurstück 979 am Hafenberg. J>. Berlängerung der (Hellt ngsdaner der «teuerordnung vom 2K. September 1922 und Beschl itzfassiing über einen Ersatz zu dieser steuerordrmng. 6. Neuwahl der Ausschutzmitglieder. zum Sächsischen Israelitischen (Hernein!everband. 7. Wahl eines Mitgliedes in den Fürsorgeausschutz. 3. Erhöhung einer Gräbcrerhaltuiigsstiftung. 9. AuSschutzberichte. 10. Geheime Sitzung. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung kurz nach HK Uhr mit einem herzlichen^ Nachruf für 'das verstorbene Mihsiied des Kollegi.ums Herrn «ally Hurwitz. Kollegium ehrt das Andenken des Verewigten durch Evheden von 'den Plätzen. Bon der W Flora Hurwitz ist folgendes schreiben eingegangen: nve ,rrtiu An die Dresden, 'den 8. Mg: 1923. Israelitische Religionsgeineindc Dresden-A. Am Zeughausplatz lim das Andenken und den Namen meines um» rgetzlichen Mannes auch in der jüdischen (Hemeisidc festznhalien. hal>e ich im Einverständnis mit meinen Kindern beschlossen, eii < Lallh-Hurwiv-Ltiftung in Höhe von 1000 M. zu errichten, mit der Bestinnnuiig, datz die jährlichen Bkazzoh-Bersorgung für die Armen, die ihm so sehr äm Herzen lagen, zugute komme». sollte die Mazzoh-Versorgmig durch die (Heineind, dann sollen die Zinsen zu Pessach an bedürftige alte. 'teilt werden. _ Nach Annahme der Stiftung durch die (Hemeinde Ihnen die Summe von 1000 M.^in Form eines 0 wogentigen Goldhypotheken-Pfandbriefes der sächsischen Bpidencr dit-Anslalt nebst Zinsdogen zugehe» lassen. Die Erhöhung der Stiftung behalte ick, mir vor. fi»sen der eingehen, Leute vermeide ich städtischen Tiefbauamt als Materiallager- und (Heräteplatz benutzt wird, als Spielplatz für den Kinderhort eingerichtet werden soll und datz die Unterhandlungen darüber mit der Stadtgeuseinde, Dresden bis auf Nebensächlichkeiten abgeschlossen sind. Hern (Hemeinde verordne tcr Direktor Julius Hirsch betont, datz lallen Venem die bei dieser Einrichtung initgewirkt habe», Dank gelführe. Der Synagogenausschutz hat beschlossen, dem Gemeinderat folgenden Antrait zu unterbreiten: »Bei der Seelei^dächtnisfeier spricht der Rabbiner das deutsche (Hebe>I fortab wieder nach dem Joelschen Gebetbuch." Kollegium nimmt diesen Antrag einstimmig an. f.Herr Bankprokurist Max E st reicher erklärt die Annahme »einer Wiederwahl in ’&en FviedhossaiiSfchntz. Kollegium nimmt davon Kenntnis, datz das (Hrnnvjtück an..der Zeughausjtras-:, in dem das Obe rverjicheruirg samt .und Be rsorgu tigere nicht untergebracht I wird, die Hausnummer 2 und das (Hrnubjtürf der. Israeli tischen Relihiousgemeinde zu Dresden, bisher Zenghausjtratze 2. dir Numfier 3' erhält. n und n die Angenehmigt. Unter dem Ausdrucke des Dankes erklärt Khlle,xni nähme.der Stiftung. Das Protokoll der vorigen sitznng loird verlese Punkt 1 der Tagesordining: Eingänge und Mittel I u n - g e n. Die Kreishauptmanuschafk hat ani 14. März 192» mitgeeerlt, datz der Haushalt plan der Israelitischen ReligimiSge meinde zu Dresden für das Kalenderjahr 1923 nicht zu beaisjtande t ist. Das Ministerium für Volksbildung hat folgende (Henehinigsitgen auSgesprochen: a) zu der (HemeiNdesteuerabschlutzzahlun,: für das Kalenderjahr 1927; 1») zu der GemSindesteuervbrausz rhlung für das Kalenderjahr 1928. Das Arbeits» rn»d WohlifahriS-irinisterium hat dem sächsischen Israelitischen Gemeindeverbaiid — Landeswohlfahrtsstelle — mitgeteilt, datz Fräulein Thea Waihfelder zum Mitglied des LandeSwohlfahrtS» und Jugendamt;S ernannt wooden ist. Auf Einladung der Israelitischen ReligienSgemeinde zu Leipzig .hat Herr Rabbiner Professor Tr. Winter an der (Siit* weihnng 'des neuen Friedhofs am 6. Mai teilgenommen und autzer der Israelitischen Religionsgemeinde auch den Sächsischen Israelitischen (Hemeindeverband vertreten. Der Vorstand des Sächsischen Jsraelitrschen Gemeindeverbmidcs hat mi^geteilt, datz die nächste Ausschutzsitzung dieses Tierbandes am Sonntag, dem 10. Juni 1926, in Dresden itattfinbcn würde. Kollegium nimmt davon Kenntnis, datz das Flurstück 979 am Hasenberg, das gegeuwärti., noch -vom in der Lage stzi, aus eigner MtchtvoUkommeiihe.il über die Beteiligung des Pereins Adatz Jeschnrun an dem ,geplanten lorthodoxen (Hemeindegottesdienst Beschlutz zu fassen, 'datz er zu Diesem Zweck aber alsbald eine (Heneralvevsammlung ei ube rufen I werde und 'deshalb bitte, die Berhandlungen bis nach dieser dniieral-. Versammlung zu vertagen. .Herr Lesser stellt für die liberale Fraktion den Antrag: a) von Rausch Haschen oh dieses James ab den (Hemeindegottesdienst itach altem Ritus zunächst versuchsweise etwa für ein Jahr einzurichten. Voraussetzung ist, datz die dlesuch. steller den vereinbarten Betrag von 4000 M. Ins zum 31. Mfi 1928 für die Israelitische Religions,remeinde deponieren; I>) nii! Rücksicht auf die Erklärung des Vereins Sldqitz Jeschnrun den Vorstand zu ermächtlgen, die orthodoxe .KultuSkonimission nach seinSm Ermessen zusammenzusetzen und die Bestätigung dieser Zusammen, setzung durch den (Hemeindcrat in 'der nächsten Sitzung nachMiholen. In .der ausführliche» Anssprache stellt Herr (Hemeindevermdneier Reinhold >den Antrag. die Befchlutzsassiiiig über den ölntrag Lesser bis nach -er Generalversammlung -es Vereins Adatz- Jeschnrun zu vevtagen. Dieser Aittrug wird gegen 2 Sfimmen abgelehnt. Herr (Hemeindeverovdneter Direktor H i r s ch I mahnt die Parteien, den Verein Adatz Jeschnrun auf der einen,! Herrn Dr. 2 ch o r ii ' i e i n und seine Anhänger auf 'der andrem Seite, zur Eirng-ung. Schlirglich wird der Antrag der liberalen Fraktion bei einer Stirimenthaltung einsiimmig aitgeiiommeii. Zu 3. Dei Vorsitzende berichtet ül>er die bisherigen Vlrhanidliingeii mit de n Ra>t zu Dresden über die Fragte der Einrichtung einer jüdischen Abteilung auf dem Waldfriedhof in der »tJuiigeii' Heide". Er be onl, d>rtz Herr Stadirat K i r ch h o f und Her» Stadlbaurat Wol f. die die Verhandluiigen, zum Teil unter der Assistenz- 'des Herrn Re.sieriiiigsbaiirats Fischer, bis jetzt geführ« haben, die Verficheruig alhiegeben 'haben, datz den besonderen Wünschen der Jsraelilisc en Reltziionsgemeiude im Rahmen des Möglich.'» Rechnung ,ietr>igen 'werden soll. Der Rat zu Dresden schlpgi vor. im südwestlichen Teil des Friedhofsgeländes eine Fläche, 'lte etwa doppelt so gros ist wie der israelitische Friedhof an 'der Trlnitatisstrntze, als jü Üsche Abteilung im Walidfriedhos a'Nzulegeri. Die jüdische Abteilung soll eine besondere llmgreiizuiig, dem Cvaraklsr. des Friedhofs aiyiepatzt, und einen besonderen Einztang mhalten. Für den jüdishen Friedhof im Waldfriedhos lßil die Jsraelttische ReligionSgeme. i«dc mi sich keine Terraiirkofien zu bezahleli. Für die einzelnen Rrabstellen ist die übliche Grabstellengebühr! an die Stadtgemeinde zu entrichten. Die Mehrkosten, die sich aus dem Umstand ergoten, 'datz eine Wadevbelegnng der Gräber »icht erfolgen darf oler mit andren Worten, ,datz der jüdische Friedhof nicht säkularis ert werden kann, sind jedoch nicht von deck Stadigemeinde Dresden zu tragen, lieber die Frage, ob der Ausgleich dadurch ge sch, ffen wird, datz die Grabstellengebühren | in der jüdischen Abt« lung höher festgesetzt werden als es sonst üblich ist, oder ob die iIsraelitische ReligronSgemeinde eine einmatzge Abkenisorecli-^nlsiieii jedes Systems! A Vollautomatische Anlagen, Reihenschaltungs-Anlagen GlUhlampen-Zentralen, Haustelephon-Anlagen ln höchster Vollenduna In Kauf und Miete fahren aus Dresdner Prlvat-Telelon-GelelUchan G.M.U.U. Femspr.-Sammel-Nr.23631 DfOSlICD'A«! 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