Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 10 (29.2.1928)
- Date
- 1928-02-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 10 OTfinfiiibc61 ii 11 der Airaelitilchen Ne ia io ns,; cm ei »de Dresden ^eit erlaubte num de» Anden nicht ohne iveiteres;» heirate». Wenn ein Dobn ans einer Familie heiratete, io war es für den andern Bruder bereits verdate». Er musste, wenn er dach heiraten wollte, Hannover vertanen. Als >„,» doch der zweite Dohn einer Familie nach dein erste» bereits verbeirateten eine Ehe schlaf; nnd dies der bannoverichen Be» börde bekannt wurde, ivnrde das jnnae Elievaar kurzer Hand ans,;etrieben. Die befanden sich ans der Landiiras;e. als die j»»,;e ^ran van Weben eraristen wnrde, nnd in, Chaussee. ,trabe» aenas sie eines »Hinteren .Mnäbleins. Als imctiber Familiennamen anaenoinmen iverden niiis'.le», lies; nun, sich in Erinnern»,; an die l'lebnrt int Maas den;>,ai»en M a ,> s - b e i in beile,;en. Der nn,;Iänbiae .Mrititer bört die Geschichte nttt an. iveis; aan.z ,;nt von dein (beschicke jener Anden. die inan vertrieb, ivenn sie heirateten, und briilat trohdem die Name» Moosbeiin, Moos. Mosesniann. Moikie niiv. eber mit dein Persone»- »ainen Moses .zusammen. 1 'Mi Bnttenwiesen ,;ab es von alters der eine Aa>;iilie. die den Name» Lammfromm führte. Als vor der hoben Namentoininission zwei Anden erschienen, von denen der eine diesen Nainen trn,;, der andre bisher >mr keine» Aamiliennai».'» batte, entschied der Gewalti,;e: ..Der eine bat zwestNanie». der andre ,;ar keinen. Der ziiviel bat, ivird also dein einan Teil abaeben, der ,;,»• nichts liat. xhiimiiiriniiiit ivird nur noch Lamm heißen. der andre soll den Namen Aromm tra,;en." Do die Anekdote. Aber a»s;er Lanini nnd Aromnl aibt es dort immer »och den Manien Lammfromm., Eine andre ^loninistsion: diesmal int Dsten der vre» Nischen Monarchie, 'an Amtszimmer häii,;I eine Tatet, an» der allerlei Worte beschriebe» sind. Ast es doch sonn ei» Mlassenzimnier der Dehnte. „Welches toll 'Air neuer Name' sein?" wird aeiraat. Der Beiraate iveist ans ei» Wort an« der Tafel nnd sa,;t dabei: .,Delhi,;er". Do berichtet die seht berlinische Familie Delbi,;er über die Entstehn»,; ibres mens. An B o r e k (Provinz Polen > hießen mehrere nicht miteinander verwandte Familien Werner, obne »ch e, klären zn können, wie sie zn dem „christlichen" Namen aekomnien wären. Nun erzählen sie, das; der Büraerniestiel. ans ihre ftriige, was sie da in die Viite schreibe» sollten, ae antwortet habe: „Wie ich Keisze fbefehle)". Das hätten üe io verstanden, das; sie seinen, des Bür,;er»ieisters. Namen, der Werner hicf;. dortbin schreiben sollten. Do beis;en sie niin auch Werner. Olan.z ähnlich wird ans D b o r » i t erzählt, das; dort der Biir,;crineister die Anden aeiraat habe, ivie >ie sich nennen wollen. Als sie .znr Antwort aaben: ..Wie der reite ä ivorden. Erz zeiat, ivie man üch init der Geburt einer Tochter lrenle.. A»^ Dalida ivnrde int M)tte 1 bochde>>tschen ^elbe, das ii 'ch bente bei den volnisäten Anden ein aebränchlicher iveibli ber Vorname ist. nnd in ilaivischer .Moseform Delka oder Dtilla. j Der Familienname Dnlte hat also dieselbe Hertnnft ivie dtr Name der Aainilie Deldis. Do aibt es auch eine V netdote. ivonach der Familienname Golde beim llebtwirl reib n der volnisch-dentschen (Grenze ans <^rnnd eines Beaeanil es verlieben worden sei. Aber es in tanm eine sxra,;e. das; zu seiner Entstehn»^ ebenso ivie für lisoldiii, Goldeniolni nnd andre der'jüdische Aranetiname Golde masiaebendrr wesen ist, als w,;ar die hirekte^ Ableit»»,; vom Edelmetall. Do 'o l auch der Name Dans; eine ähnliche Entsteh»»,; haben. Aber t ixeliöit mit Taus; nnd Tanni,; zni» böhmischen Drtsnameii TansS. Dosmar nnd D Dsniar soll von dem Anstnie ans dem (Amte stainmen „Dos mer" im Dinne von „Der r orbe: war", oder „Das find mir" (mir - mer. im Dinne von „wir"), .Als im Aalire 1 st in j„ den Livveichen Landen, die dtmals fiim >iöni,;reiche Westfalen aebörten. die Namen aeaebnn wurden, sind auch.zwei Namen entstanden, die beute n. a. noch i.n Bielefeld. Detmold nnd Dschersleben bestehen. Es ni d die.N'knnen Hamlet nnd Erda, hierüber wird erzählt: Als ii La,;e in Livve zweEjüdische Männer zum .hveste der Naimnserteiliina in das Amtszimmer eintraten, fraate der Borst, her, anstdeireine» Anden hiniveisend. seinen Nachbarn: Dielt der nfdit ans ivie Hamlet?" . . . „Aa. ja, Hamlet möchte ich ufwii beis;en". fiel ihm der Ande ins Wort, lind Er da?" frastte der Porneber den andern Anden. .Gesten Erda habt» ich nichts einznivenden." Do ent ilandiln die.Nhmen eeamlet nnd Erda, die jebt noch blühen. is ans,tötende achtzehnte Aabrlnindert sab in Breslau einen besonders bochaewachsenen indischen Herrn mit Namen;ieitbi r.. „den lanaen .sender" aenannt. Nnn ivns;te man ,ianz richtig, das; der jüdisch-dentsäf 'iender ans Alerander entstlnden ist, alid de» Nanien des arosze» Alerander von Mazedonien in Erinnern»,; l'ri>t,;t. Nun beiszt aber dieser ■VH'r der beide» Welten" ans hebräisch Alerander Mnadan <d. b, der Mazedonier». ll»d w kam es. das; der Hnmor eines Witzbaldes jden la»,;e'n Sender, alw den aronen Alerande» llletander Mnadan" benannte und dadurch Peranlassnn»;;nm jüdisclien Aaniiliennmiren M n ,; d a » ,;ab. > “Ji r e s l a n ivar ferner die Aamilie G » t fe n t a ,;;» saaiii^ Anaeblich solle» die Brüder (»Snttentnn. die üch sonn ines hoben Ansehens erfreuten, nicht das bleiche von ib»ein- Bon,nn" haben faae» töiinen. Die sollen sehr lanae Na'en aebalt nnd 'ehr bänlich aeiveie» sein. Als nnn Friedrich Herr beiht ld. i. befiehlt)", erwiderte er ihnen. „Abr könnt! Will^Im IV. m Breslau >nar. »nnrden ilnn d.ie hoben Herr^- doch nicht alle so heilen, ivie ich." Die ivaren dort vb» Aankef .. .. Gloscr bis znin^ Dchammes herab sehr nn,;ebildet. Nnr einer ivar ein wissensreiclier Man». Ahm. >;ab er den iü'ame» Lehr, „weil,er so aelebrt war". Die ans der Gebend von G n e f c n staininenden Aamilie» D e I f »nd D ii Lf e li ibmi die Ueberliefernnb, das; eine ihrer Borfalireriiineii Dnleik.i aebeifren habe. .Das ist bei der Borliebe der östlichen Anden siir klinaende Ajranennainen nicht ansaeschlossen. »in io mehr, als jüdische ^raiiennainen .znr Entstehiin,; der Aamilieniianie» einen viel arößeren Teil-bei,;etra,;en haben, als man aeineinhin annimmt. Aber-es ist auch »löblich, das; der Name Dn- Ieifn in dieser ^orm erst nachträalich hineinaekomnie» ist. ichaft'n der Dtadt vor,;eftelll. denen er. alle» die Hand drürk e. Dazwischen käme» dann auch die jüdischen ('intten ti,;s. Herr Natban ('lnttenta,;. Herr Ebaiini Gnttentaa, H^rr Ebastel Gnttentaa nsiv.. -denen der .tiönia in aleicher Weste die .fand reichte, ni» fich--dann aber an seinen Ad'ntanten mit Den ssiorten;» »'enden: „Der Dichter bat doch Nechj. wenir er fa,it: Eist nichts ichiverer;» ertraaew, als eine Neide von Sputet Taaenl" B.ni Dchmeiner in Galizien. Mnacker in E'arnlkan^ Wafs rstrabl in Wien nnd La Fontaine in Paris sind Geschichten. im Ilmianfe. die hier nicht iviedererzählt werde». ... . A i D a in t e r in der' Provinz Posen lebie ein alter Das althochdeutsche Dalida, das Glück bedeutet, ist ,;e»an wie j Mai^i, der vor der, wie man saat. volnifch:'» liioiiimis'ion Name», den .er führen ivolle. anaeben sollte. Dein hatte Hetimann aeheisten. Do wollte er sich Heymanndieses lGlückcl, Glückchen, davon Aamiliennanieii ('Miief. I ettteit Gliicksohn, Glikin nsw.) ,znni jüdischen Mädchennamen ,;ei Batet rernspredi'Anlaiien jedes Systems Vollautomatische Anlagen, Reihenschaltungs-Anlagen Glühlampen-Zentralen, Haustele phon-Anlagen ln höchster Vollendung ln Kauf und!‘liefe führen aus Dresdner Prival-Telefon-Geielllchaft •.■Lb.lL Fernspr.-Sammel-Nr. 25631 DrßSlICD^A*! Wilsdruffer Straße 15 Auskünfte und Ingenieurbesuche kostenlos und unverbindlich