Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 8 (31.12.1927)
- Date
- 1927-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 12 lernet rtgitrnng haben die Ritverantwvr lang für dir Durchführung dirser dem jüdischen «,» gegebenen Zu icheruag übernvmmrn. 8» handelt sich um ein Unterne jmen, dem au» allgemein menschlichen Erwägungen Anerkennung und Anteilnahme gebührt. Tie Entstehung »an Pr»-Pal östiaa-Kpmitee» in Deutschland, Frankreich und England, denen di! «ertreter der Regierungen und neben führenden Angehörigen , lle Parteien, Künstler, Wiffenschaftler und Wirtschaftler van Ra ng angehörea, ist ein Beweis für die Lhmpathi», die der Gedanke j idischer Erneuerung überall dart findet» «a die Förderung menschli, jer Wahlfahrt und Gesittung, die Beseitigung der Zwietracht, natet den »ölkern und de« Haffe» zwischen Religianen und-Raffen ut» eine hahe Aufgabe betrachtet wird. Tie Energie, mit der für den Aufbau de» jüdischen Palästina» gearbeitet wird, und die Ergebn ffe dieser tratz allen Schwierig, feiten und selbstverständlichen Rickschlägen fartschreitenden Arbeit sind bekannt. Wir wiffen, daß d ese» Werk wie jede Salanisatian graste materielle und ideelle Opf> r fardert. Ta« Pragramm de» Lamitrr» erklärt, „daß der Aufbiu der jüdischen Heimstätte Anspruch auf die deutschen LhmpatI ien und die tätige Anteilnahme der deutschen Juden hat". Ich h, ffe, daß die Lhmpathie der Welt und die Opferbereitschaft der Judenheit die Wiederauferstehung des alten Landes sichern werden, der »ie Wiederauferstehung der alten hebräischen Sprache bereit» vara «gegangen ist. E» handrlt sich, deffen sind wir gewiß, um ein WeTde» Frieden», da» ahne chauvinistisch« Nebertreibungen, ahne B« inträchtigung der Rechte anderer Religianen, denen Palästina gleich all» heilige« Land ist, und sicherlich ahne Beeinträchtigung der wirtschaftlichen und valitischen Stellung der nichtjüdischen Brvilkeruag Palästina» durchgeführt wird. ~~ Das Palästinamandat ist der „litische Erfalg einer Bewegung, mit deren ersten Anfängen unser Stadt verbunden ist. Aus dem jüdischen Friedhaf in Teutz ist Siases Heß begraben, der geistige Urheber de» modernen Zianismv».' Seinem im Jahre 1862 erschienene» Werke gab er den Titel „Rom und Jerusalem". Wir »erstehen» daß mit Jerusalem uni Palästina jüdische Bestrebungen verbunden sind, deren Ziele schöp erischr Leistungen sind, die nicht ndeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden nur für die jüdische Welt Bedeut t Schalle verbundenen jüdischen Li unserem Wunsch ihr Leben sa gef alten, daß sie i«' Orient als ein Element friedlichen Aufbau» wirsen und zur kulturellen Hebung jener Länder beitragen. In diesem Sinne wünsche ish Ihren Arbeiten einen guten Fartgang. Mit ausgezeichneter Hachachsnng bin ich Euer Exzellenz besander« ge».: «i Ter Vorsitzende brachte ferne Rcichsregierung und ein längere! storff zur Verlesung, der. durch hindert war. ng haben «erden. Dir mit der uern und Arbeiter fallen nach ergebener e n a « r r, Oberbürgermeister. ein Begrüstungstelegramm der Telegramm des Grafen Bern- Krankheit am Erscheinen ver- Nr. 8 Das erste Referat hielt der Rektor der Universität Köln, Prafeff,r Dr. Walb. In einer formvollendeten »nd geistvollen Rede kennzeichnet« er den Zionismus als die geistige Bewegung im Judentum und bezeichnet« ihn als den letzten snenschlichen Versuch, in das Ehaos des Judenproblems durch Verhrüpfung der Juden mit ihrer Muttererde wieder eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Die große Tat des Zionismus ist, dast er mit der rein historischen Verknüpfung aufräumt und die Tradition wifder lebendig macht. Gegen eine solche Äulturtat müssen alle kleinlichen Bedenken zurücktreten. Es ist das erstemal in der Kolonisationsgeschichte, datz ein Land durch die p4n4tration paeitiguo wiedesgcwonnen wird. Für das deutsche Volk ist es wichtig, datz es seine Beziehungen zum zionistischen Werden nicht verliert. Geschichte. Humanismus und Völkerverständigung sind die Grundclemente >er zionistischen Bewegung. die gerade die Universität zu würdig n weist. Rabbiner Tr. Wiener, Berlin, sprach ül er den Aufbau in Palästina als den Aufbau der jüdischen «eelc. Dieser Aufbau könne nur gelingen, wenn die vielgerühmte S> lidarität des Judentums sich in ihrer ganzen Stärke beweise. Ter Vorsitzende der Versammlung. Regierungspräsident Haußmann, erörterte dann in längeren Ausführungen die zahlreichen Widerstände innerhalb und austerhalb der Hidenheit gegen den Zionismus. Besonders eingehend widerlegte, er die Behauptung, dah das Bekenntnis zum Zionismus oder die S usführung desselben der staatsbürgerlichen. Stellung der Juden Abl ruch tun könne. Der Redner schilderte ferner eingehend die tiefen Eindrücke, die er von seiner Reise nach Palästina mit nach Hause g« nommen hat. Als letzter Redner sprach Kurt Blumenfel i>. Mit einem kurzen Schlustwort des Regierungspräsidenten Haustmann endete die Versammlung, die auf : ie mit angespannter Aufmerksamkeit und regem Beifall für die ei izelnen Redner teilnehmenden Gäste zweifellos einen tiefen Ein iruck gemacht hat. Meberaer Bt I rrfc ilsne riaji»»» 6)rat>» ln Radeberger I &portbumaumi I unübtrbi Radeberg Qua i TPdtref einer offenen t&l WEIi Str&S^nb&hinlin Sonntag» ab ADLER iH, Or*sd*n-W*ia«r Hlr« 4 Uhri Dar Tanz al |»elseu.T&nzattltt* v. V» «Itruf pert // Donnerstag*, Rsunlon R. Weiicholb Mut AMte Sta-ttüche am Platze Simendecfltr. 4. mmn übernehme Lieferungen von Frühstück». Mittagesieu. Adenbeffeu. kalten Büsett» sowie einzelnen kalten und warmen Platten in a. außerhalb Dresden» in feinste« Ausführungen. Aettestes, renommiertes und fühl rendes Verleih-Maiiazin Möbel, Porzellan, Glas. Stühle, WÄsche, Teppich« i usw. Ferd. Menzer tÄl 1 kfthalleu« stnö täglich 7—10 Uhr abends, an ( Sonntagen und ittags geöffnet. - - / Silber