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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-11-28 · 7 (28.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
7 (28.11.1927)
Date
1927-11-28
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nr. 7 eiitetn >ebIg11 der Israelitischen ReligionSqemeinde Dresden etwa aus: In Deutschland herrscht, anders z. B. als in Amerika, der Typ der staatlichen Zw, ngSge neinde, in der Konflikte mit dem einzelnen besonders gefähilich fiitb. Die notwendige Rücksichtnähme auf die Konservativ n fühle gelegentlich zu dem Gedanken liberaler Sondergemi inden, die a kr weder der jüdischen Gesamtheit. noch auch nur dem Liberi lismus dienen würden.- Selbst wenn die Liberalen »umeri ch un > religiös-dynamisch kräftig genug sein sollten, um ein: eigc le Gemeinde für die Dauer aufrechtzuerhalten, wäre die Einb, ße an der Einheit und Solidarität des Gesamtjudcntums ^vnd a, der Möglichkeit gegenseitiger Beeinflussung beider Richtungen nicht auSzugleichen. Der ausgetretene Orthodoxe bleibt Jui>e; bbibt es auch der ausgetretene Liberale? Seite 18 Zu den Liberalen werden ne verschiedensten Nuansen in Glauben SalJ^Ma^er Altmarkt 10 Ruf 12045 Zeitgemäßer Bürobedarf und Hebung gezählt; auch der rabbinische Führer kann hier nur schwer eine Grenze sehen. stcnr theoretisch gionsgesetz gegeben wägung zwischen E Gegen die akade nische samkeit" Rabbiner Dr. seiner Begrüßungsrede a bandes auf den noch nickt lange liberalen Rabbiner: r und gekommen war, uid g< Dr. Salomonsky, ik erlin, Rabbiner Dr. Gott obwoh Das Fachgeschäft für Schreibmaschinen Alle Arten Drucksachen vornehm, schnell,preiswert es auch für den liberalen Theologen unüberstetgliche r ligion« gesetzliche Schranken gibt, ins besondere auf dem Gebiet der Eh:gesehe (das Dr. Bläu bereits auf der Londoner liberalen! Seltkon serenz behandelt hat). Tie Gemeindc selbst kann nicht auSstofen, aber der einzelne kann austreten, wenn er seine Ar spräche nicht befriedigt glaubt, die nicht weiter reichen alS Stimm- und S suerzettel. So hängt die Stabilität der Gemeinde vom Ei iheitsivillen der einzelnen ab, und dieser mutz auf beiden Se ien z r der l Erkenntnis führen, daß die Traditionellen nicht „zu nickgei lieben" und -die Liberalen nicht „zepstörungssüchtig" sind. Niben Srligmann und Baeck Hütten vor allem Markus Horpwih ind Rehemia Nobel dieser Anerkennung des gegenseitigen guten W illens z im Judentum die Bahn gebrochen. Dke Toleranz der Libera en mü se soweit gehen, daß sie auch die Grenze anerkenne, sic fü: die Toleranz der Orthodoxie — wenigin di m ihr unabänderlich erscheinenden Relisei. Wahre Demokratie bedeute immer Au». S iiljel« und E emeinschaftSwillen, sie werde ein einiges Judentum '«Haffen in d r Gemeinde, im Vaterlande und in der ganzen Welt. Die zum Teil sehr I eftige Diskussion des Nachmittags kann hier nur ganz ande atung tweise wiedergcgeben werden. Wichtig ist zunächst, daß chie Berlins: SonniagSgemeinde („Reformgemeinde") zum ersten Male offizi ü an den Beratungen durch Prediger Dr. Lehmann betei igt wir, womit „die Einheit des Liberalismus von links bis rech 8" fit) Herst:llt, wie R.»A. Dr. Stern es in dem betreffenden PastuS seiner Begrüßungsrede nannte. chalk. Haltung DienemannS, gegen die „Behüt- SeligmrnnS (Frankfurt a. M.), der in S Vorsitzender de» liberalen Rabbinerver zurückliegenden Konflikt zwischen Laien in sehr vorsichtiger Form zurückgen dcxi Einheitsstandpunkt Dr. Blaus wandten sich in ,:um S'eil felir scharfer Weise u. a. Rabbiner R.-A. Stern und Lehrer Falkenberg, der von der Praxis de t Got lesdiens es Berlin-Norden erzählte. Auch Franks irt, besten Rede, wie die fast aller anderen, ehrliche» inneres Ringen verriet, gehört grundsätzlich zu dieser Grupp« der schärferen Tonart sowohl in religiösen wie. in politischen Fragen, einer Grupp«, der die Rückgewinnung der Indifferenten -zum Hauptziel und damit zur Formbestimmung ihrer jüdischen Gegenwart wird. Gegen Keren Hajesiod und Zionismus polemisierten Dr. Frank, Köln, und Dr. Billigheimer, Mannheim, der zwar Buber und Brod - „ohne die nationalen Verbindlichkeiten" für den Liberalismus fruchtbar machen wollte, aber anderseits rühmend auf die Entnationalisierung des badischen Gebet, buche» hinwies. Erst ganz am Ende erreichte die Debatte ihren Höhepunkt mit der Rede'Dr. Salzbcrgers, der über eine Grundfrage der Konferenz sprach, nämlich über das ostentative Fehlen der jungen liberalen Rabbiner. Er verlangte jüdisches Lernen, keinen übenvuchernden Individualismus, eine Begrenzung der — vorher zur Sprache gekommenen — religiösen Eigensormen eines Teils der jüdisch-liberalen Jugend im Sinne der Tradition und kam zu dem Ergebnis: „Wir stehen gänzlich aiißerhalb des großen jüdischen Stromes." In viel weniger scharfer Weise, aber doch noch bemerkenswert genug, hatte schon vorher Rabbiner Dr. Seligmann, Frankfurt a. M., für sich als den Schöpfer des Gottesdienstes der Königsteiner Straße, von besten Werden er sehr interessant erzählte, daß Recht in Anspruch genommen, „konservativ zu sein", den Kult der liberalen Jugend einen „Phantasickultus" zu neunen und, bei aller Freiheit de» einzelnen, für die Institutionen zu fordern, daß sie „auf dem historischen Äemeinschastsboden deS Judentums bleiben". Im traditionslosen Amerika sei vielleicht radikale Reform und liberale Sondergcmeinde angebracht, hier nicht. Immerhin möge die Gemeinde Berlin der Tonntagsgemeinde endlich entgegenkommen— dann werde sie positiver werden — ebenso wie auch die liberalen Rabbiner keinen als Juden verfemen, der die Speise- oder die Sabbatgesetze nicht hält, „so sehr wir es wünschen, daß man sie hält". Diesen konservativen Stimmen traten nun in den allerletzten Reden der Debatte R.-A. Dr. Geiger,. Frankfurt a. M., und Generalsekretär Götz, Berlin, entgegen. Die schönste« Weihnachtsgeschenke llllllllllll!l!llll[||IHIIIIIIIIII!llll!llll!IIHISIIIINIII11llll1lllllllllilllltl stnöea Sie bei ««*! Srötzte Snswahl in alten in- «ah ansläa-ische« Parfümerie« n. -eise«. Toilettrartikel» insbeson- -er« Maniküren, Vnrste«Küsten, Saßergarnit.» Spiegel «sw. in piesenauawahl n. je-. 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