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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-10-28 · 6 (28.10.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
6 (28.10.1927)
Date
1927-10-28
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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! mm Seite 12 > m w-ah emeijibeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden SeseMaft zm Förden,«« der WUeaschaft des godealums. Berti« Nr. 6 Am 2. November 192? kann die Gesellschaft zur Förderung der Wissens Haft des Judentums auf ein 2-'>jähriges Bestehen zurückblicken.. Ihre Gründung erfolgte in einer Epoche tiefer Depression und seelischer Not der westeuropäischen Iudenheit. Es -war die Zeit, da unter den (Gebildeten der Abfall vom Judentum grassierte, namentlich unter den Akademikern die Taufe ihrer .Kinder an der Tagesordnung ivar, es war die Zeit, wo Friedrich Delitzsch Borträge über Bibel und Babel und ähnliche Veröffentlichungen sich bemühten, „den Nimbus des auserwählten Volkes herabzusetzen", wo Bücher wie Harnacks Wesen des Christentums verschlungen und als Lockruf zu eiiien, „geläuterten Glauben" verstanden vurden. Jüdische Schriften von Bedeutung, die diesen Gefa >ren in wirksamer Weise begegnen kouuteu, gab es Nicht, vier sie blieben unbekannt: sie gelangten über einen kleinen .Meis von -Fachmännern nicht hinaus, nicht, einmal im Religionsunterricht fanden sie Ber- .ivertung. Aber in der Hauptsache beschäftigte man sich in jüdischen Meisen mit kleinlichen Untersuchungen ^Philcu fophiscker oder historischer Einzelheiten, die großen Fragen der Weltanschauung und des unmittelbaren Lebens blieben ebenso vernachlässigt wie die damals viel besprochenen und durch die Ausgrabungen im vorderen Orient in Fluß geratenen Probleme der biblischen Kritik. In der Not der Zeit propagierte ein junger Rabbiner. Dr. Leopold Lucas in Glogau,!die Gründung einer „Gesellsclxsit zur Förderung der Wissenschaft des Judentums". Zwei Erstens sollte der sammenschluß aller verfügbaren geistigen samten wissenschaftlichen Bewegung die Möglichkeit deutsamer gemeinsamer Arbeiten, die alle anderen Zweige der Wissenschaft groß gemacht haben, gewährlei ten. Sodasin sollte die Gesellschaft einen beträchtlichen Mitgliederkreis werben, ihn für jüdisch-wisfenfchaftliche Werk! interessieren nnd.so den Veröffentlichungen auf jüdischem Gebiete ein«,, ausgiebigen Leserkreis sowie eine gewisse Resoi anz sichern. Kchou der erste Aufruf hatte unerwartete Wirkung. Fest alle eingeladenen Gelehrten erklärten sich uir Mitarb it bereit. Tie Gründungsversammlung wurde nicht nur von Teilnehmern aus allen Teilen Deutschlands bc schickt, sondei n auch aus Oesterreich und Polen, und weit über diese Länder hinaus ging die Zustimmung zu der neuen t Gründung usid die Anmeldung von Mitgliedern. Die Gesellst fast trat unter der tatkräftigen Leitung von Professor Dr. Martin Philippson, Berlin lgest. 1916), und Rabbiner Dr. Ja 'ob Guttlimitn, Breslau (gest. 1919), ins Leben und begann sc fort eine eirqrgische und begeisterte Tätigkeit^ Sie übernahm die von Dr. M. Braun in Breslau (gest.- 1920) geleitete „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Indenlums" als ihr Organ und, sandte sie ihren Mitgliedern u,entgeltlich in. Ebenso ließ sie ihnen das „Jahrbuch für jütische Geschichte und Literatur" zugehcn. In ihrer alljährlichen öffentlichen Mitgliederversammlung mußte ein wissenschaftlicher Bortrgß gehalten werden, der ebenfalls gedruckt und unter den Mitgliedern verteilt wurde. Ferner wurden Gelehrte in ihier Forschungsarbeit unterstützt und Einzelsch riften Herahs- U>It bitten unsere Oeser, bei ihren Einkäufen die Inserenten de« Genreindeblntte« zu bevbrznsen Versorge Dein Kind Icxlrtsiirtktiii Mm. Imin Miritulr.lO, Dr.Jir. IDirurlil,Mülls Richter u. Baumeister Dresden-A. Prager Straße 46 Telephon 23931 und Nr. 20931 andlge and Deine Kamille durch einer Lebensversicherung. dieiei billig «ad sicher die_ kontinentale Segeuseitigkeit^äafialt Anstatt« - Vermögest 275 Milli Schwerer Kranke« Schweizerisch, LebensversicherunstS« n. Ilentenanfialt in Zürich Ausführung von Neu- und Um|l Hausabputz Entwässerungsanlagen Kostsnanschlä( >e und sachversT Beratung 2353235301012353482300010148234853535353535323535300010201480100010002234802000053482323532300005323484823

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