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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-07-28 · 3 (28.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
3 (28.7.1927)
Date
1927-07-28
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nr. 8 Gemeint eblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 15 der Herrlichkeit seines Reiches für immer und ewig. Gelobt sei der Ewige, der Gott der (5 ötter und Herr, der groß, mächtig und gewaltig ist." Der Lempel war der Ort gottesdienstlicher Versammlungen und durfte nur barfuß betreten iverden. Ter aus der Thora Verlesende trug einen blauen Hut auf dem Haupte und war ir einen baumwollenen Talith gehüllt. Ter Rabbi trug als Zeichen seiner Würde eine rotfeidöne Schärpe, die, von der re< jten Schulter aus unter den linken Arm geschlungen, vorn in einen Knotengeschürzt war. Sonst hatten sie in der -Synak oge keine besonderen Feierkleider an. Das Gesicht aber lichteten sie beim Beten nach Westen, gen Jerusalem. Liese und eine Anzahl anbei er Berichte stammen sämtlich von christlichen Missionaren, die für die Aufmerksamkeit, die sie den chinesischen Juden widneten, in erster Reihe, ganz andere Motive hatten, als di Wenigen, die uns Juden beivcgen. So zitiert Johannes Jakobus Schudt in seinen „Jüdischen Merkwürdigkeiten" einen von einem römischkatholischen Schriftsteller. nam< ns Jovet, herrührenden Bericht über die Juden in China, in dem unverhohlen die Hoff, nung ausgesprochen wird, daß. sobald die Jesuiten in Kaisöngfu Haus und Kirche Haber und die Zahl der Christen dort zunehmen würde, große Aussicht für die Bekehrung der dortigen Juden vorhanden sei, ,da sie genugsam geneigt sind, ihr Gesetz zu ändern, leichtlichsr das Wahrhaftige annehmen iverden, das mehr Aehnlichkeit und Gleichheit mit dem ihrigen hat. als sonst irgendein anderes". Auch die -- Londoner "Soci ty for Christianizing Jews richtete ihr Augenmerk au§ die in China lebenden Juden und sandte durch Vermittlung de? Bischofs von Honkana am 25. November 1850 zwei intel igente bekehrte Chinesen zum Zwecke der Nachforschung aus. Schon nach wenigen Monaten kamen die Abgesandten zurüö und brachten zwei chinesische Juden im Alter von 40 und 4 > Jahren mit, von denen einer echt jüdische Züge hatte und über-Herkunft, Vergangenhei chinesischen Juden machte. 1867 auch durch einen Juden der Anglo-Jewish-Association überaus interessante Angaben tmd gegenwärtigen Zustand der Disese Angaben wurden im Jahre namens Liebermann, der von >iach China gesandt wurde, um die Juden in Kaiföngfu aufzusuchen, bestätigt. Er fand die Synagoge nicht mehr vor, sie war zwischen 1840 und 1850 zerstört und aus Mangel an Mitteln nicht wiedsr aufgebaut worden. Aber er fand noch eine Anzahl von Juden in dieser Stadt, welche ihm erklärten: „Wir sind die Söhne Abrahams, Isaaks und Jakobs, wir sind vom Stamme Ascher, bekennen »ns zur Religion Moses' und beten nur einen einzigen Gott Israels an." Später hatte auch Sir Moses Montefiorc, in Verbindung mit einem Mitgliede des Londoner Rothschild, eine Ervedition ausgerüstet, die die Auffindung jüdischer Gemeinden in China zum Gegenstand hatte. Eine Anzahl anderer jüdischer Forschungsreisender haben China zu diesem Zwecke besucht, die aber nur Unzulängliches und zum Teil so Widersprechendes zutage gefördert haben, daß die Angelegenheit der chinesischen Juden noch heute zu den dunkelsten Rätseln zählt, an denen das unermeßliche chinesische Reich für uns so reich ist. Um über Vergangenheit und gegenwärtige Läge unserer Glaubensgenossen in China Authentisches festzust^llen, bedarf es einer wiederholten Berührung der verschiedenen Provinzen, eines genaueren Studiums von Land und. Leuten und großer Vertrautheit mit Sittesi und Gewohnheiten. Tic gegenwärtigen chinesischen Wirren dürften daz». die langnnd heißersehnte Möglichkeit anbahucn, nachdem erst wieder normale Verhältnisse hergestellt sein werden. Die schmale Front unseres GeschSftslokals hindert uns nicht, auf breiter Basis Lu arbeiten. Sieben Motoren unterstützen die Leistungen ..unserer Mitarbeiter. Brillen-Roettig WWW Prager StraBe 23 erste Qriff beim JICorQenkaffee giß der Leitung Behaglich lieft man hier alle Neuigkeiten. Aber auch diä Inferatenfpalten finden Beachtung. Hier werden die Anregungen gegeben, die [ich am Tage im Kauf der angezeigten Artikel auswirken. Darum gehört Ihr Inferat in die Zeityng. Durchschlagende Erfolge erzielt jeder Inserent im Gemeindeulatt der Israelitischen Religionsgenheinde Dresden, denn selbiges erhält jedes Gemeindemitglied «oftenlos zugesandt und muß wegen der darin enthaltenen amtlichen Bekanntmachungen von jedermann gelesen werden. Alleinige Anzeigenannahme: ^CLC 'tflCfot Dresden -CL 1, ffeufhausstraße 2, ‘Fernruf 1*051 Wollwarenhaus Saxonia Wilsdruffer ttraße 46 / Faik & Posener / Wilsdruffer Straße 27 Das gediegene Spezialkaufhaus für J Strümpfe, Wollwaren. Trikotagen, Herrenartikel Wäsche, Handschuhe und Baumwollwaren

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