Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 3 (28.7.1927)
- Date
- 1927-07-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4892693-5447358-5769789--0449-4893086- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
et «mSeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden <m »tttctzeO Organ des Temeindevorstaades <m *S> IktanftooriL Schristlrituoa: Pikotln Hauptaaaahiaestelle stk Iaseratr: ' L-Plonmubrr. Dresse» - Berleg: IseaelMsch« Rrll-loa«ae«etatr 'Shttbtn Druck: Kaixu L Coach.. Dre<t«a-A. . Sterallcht, ZeushaiXsteaste 2.1. Telephon 14061 * Die 29 mm Roechmeiüereile kostet 30 Pf., laufend Rabatt 3. Jahrgang mmmm Dresden, den 28. Juli 1927 I Rümmer 3 rch die Gut gebr, Gemeinbrnihgikdet. AUFRlir! strophe im östlichen Erzgebirge sind Tausende von Menschen um ihr Hab und rvorden. Ihnen p» helfen, erachten wir als eine Lhrenpsticht für jedes unserer bringen hiermit zur Lsnneni«, baß die -ßeasieWche A«lWtaa>lO«f«1tsch«ft 1« Sachs«« den Geschädigten eine Summ« von ( 1500 Reichsmark I zur Verfügung gestellt hat. An die Leser unseres Blatte» richten wir die betuUeub» Vitt», daß ein jeder — soweit dies nicht schon geschehen — «ach ftiw« Sriftm öarch Etuzeichu«»« in die bei «iß«« Btski« «ad U«O»sz«itu»Oe« >usli«,«»»eu Lift«« zur Liuberuu, »er ««t beitrag«. V, Israelitische Reltgionsgemetnde zu Dresden! Alfred M. Cohen Mr. Der Ordenspräsident der B'nai Brith Logen, Mr. Alfred M. Cohen aus Cincinnati, weilte vom 7. bis 10. Juli in Dresden. Mr. Cohen ist zum ersten Male in Europa; er reist in Begleitung seiner Tocht> r und seines Schwiegersohnes, des Herrn Rabbiner Profess» r Dr. Mann aus Chikago. Cohen beabsichtigt, in allen grös eren Städten, in denen sich v'nai i ftith Logen befinden, diese sowie > eren Wohlfahrtseinrichtungen zu besuchen. Alfred M. Cohen wurd: in» Jahre 1869 in Cincinnati geboren. Er ist ein hervorragender R:chtöanwalt und Bankier, sowie! ieiter vieler bedeutender jüdischer Institutionen Amerikas; so ist e, z. B. Präsident deS Direktorium» deS Hebräischen Schulwesens in Amerika,sowie Präsident des Sove- »ing Board des Rabbinar l veminai« in Cincinnati. Auch i n politischen Leben spiell Slfnd M. Cohen in den Bereinigten S lasten eine bedeutende Rolle. E: war Seirator des Staate- Ohio und hat in vielen deS amerikanisl scheidenden Einfluß geübt. testen hriften tekenntdischer für lde« Judentums käinpst". Er selbst erzählt, daß vor etwa 85 Zähren nur ungefähr 200000 Juden ln den Bereinigten Staatn lebten, rvährend diese Zahl jetzt aus über 8% Millionen ,«gewachsen sei. Diese zum allergrößten Leil a«S Rußlant,Opalen und Rumänien stammendne wichtigen Fragen lhen Leben; ent- In einer der bekar amerikanischen MonatSs^ wird Alfred M. Cohen zeichnet als „Amerikas jl Optimist, der seit 80 Iaht Fortschritt und Erstarkung »ff«» m. «oh» tat Qntm Juden zu guten amerikanischen Staatsbürgern erzogen zu haben, sei das Hauptverdienst der amerikanischen B'nai Brith Logen. In den letzten Jahren sei'zu dieser eine neue wichtige Aufgabe hinzugekvmmen, diese ist. „die Juden in Amerika zu judaisteren und den jüdischen Nachwuchs dem Judentum zu erhalten". Alfted M. Cohen ist über 35 Jahre Mitglied des Ordens B'nai Brith. Schon vor 25 Jahren war er Logenpräsident in Cincinnati, dann Grobpräsident eines Distrikts und seit einigen Jahren Ordens- Präsident. Der Orden B'nai Brith kann sich glücklich schätzen, eine so bedeutende Persönlichkeit als Führer an seiner Spitze zu haben. Bvm 2. bis?. Juki weilte Mr. Cohen in Berlin. Ihm zu Ehren wurde im Berliner Logenhaus eine überaus stark besuchte Sitzung der Berliner Logen s abgehalten. Außerdem besichtigte Mr. Cohen eine Reihe bedeutsamer sozialer Einrichtungen der Berliner Logen und der Gemeinde, u. a. das Allersheim der Berliner Logen, das Mutter- und Säuglingsheim ' des Frauenvereins der Berliner Logen, ein Waisenhaus der jüdischen Gemeinde, die Hochschule für die Wissenschaft des IudentuinS sowie mehrere Synagogen. Mr. Cohen in Gemeinschaft mit dem GroßpräfideMen des deutschen Distrikts der B'nai Brith Logen. Herrn Rabbiner Dr. Baeck. vom Reichskanzler Dr. Marx in längerer Audienz überaus liebswwürdig empfangen. M g«hO»«C04«4» Am 6. Juli wurde