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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-05-28 · 1 (28.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
1 (28.5.1927)
Date
1927-05-28
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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Seite 16 iemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden Nr. 1 Tie «eschlüste Nach ausführlicher, inhaltsreicher Diskussion, an der sich auch die Vertreter der Behörden und nichtjüdischen zentralen Wohlfahrtsorganisationcn besteiligten, sind folgende Resolutionen angenommen worden:! 1. Die Mitgliederversammlung nimmt mit Interesse und Tank Kenntnis von dev Leitsätzen, die von den Referenten der heutigen Hauptversammlung für die Produktivierung der jüdischen Wanderung in Deutschland vorgelegt wurden. Tie bittet den Borstand, die vorgelegren Projekte der landwirtschaftlichen und der gewerblichen Produktivierung und die Frage des Ausbaues deS jüdischen ArbeitS» nackweiswescns einer weiteren Prüfung und Beratung zu unterziehen und über deren Ergebnis die Mitglieder zu unterrichten. 2. Tic Mitgliederversammlung der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge gibt Ihre Auffassung dahin kund, dass die zentrale Organisation de-? jüdischen Wander- und Arbeitsnachweiswesens eine der wichtigsten sozialen Aufgaben der deutschen Judenhcit darstcllt. Eine wirksame Durchführung des Organisation ist nur bei einem entsprechenden Ausbau der Sauptftclle für Wandcrfürsorge möglich. Hierbei ist eine Erweiterung des Budgets der Hauptstelle unumgänglich. Es erscheint deshalb als die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Organisation der deutschen Fudenheit, die Mittel für die Durchführung der zentralen Regelung der Wandcrfürsorge und des Arbeitsnachweiswesens,'insbesondere für die Kosten der Hauptstelle, nach dem Verhältnis ihrer Seelenzahl zur Verfügung zu stellen. In denjenigen Ländern, in denen die Finanzierung der Organisation durch die Vermittlung der Landesverbände noch nicht oder nicht in genügendem Umfang« durchführbar ist, sind die Provinzialkassen zu Beiträgen für die Hauptstelle heranzuziehen. Aus dem <Dereinsleben Pri-Falascha Kpmitö« Teil 20 Fahren ist der Blick der Judenheit wieder auf die Falaschas gerichtet, jenen Stamm im schwer zugänglichen abessinischen Hochland, der mit vorbildlicher Treue an der jüdischen Religion festhält. Obwohl seit 2000 Fahren ohne Verbindung mit der Gesamtheit der 'Juden, haben die Falaschas allen Bekehrungsversuchcn christlicher Missionare zähesten Widerstand entgegengesetzt. Erst als um 1870 die in ihnen erweckte Hoffnung auf eine Verbindung mit der Fudenheit sich nicht verwirklichte, hatte die Mission Erfolge — aber kaum war 1902 diese Verbindung durch Tr. I. Faitlovisch wirklich angeknüpfl, als die Falaschas wieder Mut schöpften und mit ihrer erprobten Festigkeit den alten Glauben vertraten. Seitdem bat Dr. Faitlovisch wiederholt ihr Land bereist, die Schwankendes gefestigt, ihnen Belehrung und Bücher gebracht. Junge Falaschas wurden in Italien, in Deutschland und neuerdings in Palästina als Lehrer der jüdischen Religion ausgebildet, die, in die Heimat zurückgekrhrt, die Lehre der Väter verbreiten und bereits viele Abtrünnige wieder zu ihr zurückgeführt haben. Um die Lehrtätigkeit intensiver und weniger kostspielig gestalten zu können, ist neuerdings in Addis Abeba unter Leitung eines gut vorgebildeten Falaschas ein Lehrerseminar eingerichtet. Es ist geplant, einen tüchtigen Fachmann aus Deutschland dorthin zu schicken, der insbesondere den hebräischen Unterricht übernehmen soll. Ter deutsche Gesandte in Addis Abeba bringt diesem Plan das wärmste Interesse entgegen und beabsichtigt, dem Herrn auch Unterricht an der dortigen deutschen Schul« zu übertragen — wodurch die Kosten für seinen Unterhalt sich vermindern. Ueberdies sind einige junge Falaschas in Deutschland, die eine bessere jüdische und allgemeine Erziehung erhalten und zu Handwerkern äusgebildet werden; alle Stellen, die mit ihnen in Berührung kommen, rühmen ihren Ernst und ihren sympathischen Charakter. Die Hauptkosten des jüdischen Missionswerks unter den Falaschas werden von Amerika getragen. Für uns in Deutschland ist eS eine Ehrenpflicht, diejenigen Beträge aufzubringen, die zur Erhaltung der Falaschas in Deutschland und zur Entsendung des deutschen Lehrers erforderlich find. Sie find nicht sehr gross und wir müssen unsrer Religion zuliebe dieses Opfer bringen. Nichts fordern jene «in Vpfti Ui-lich, Mne Srankhrit ettUt dich! »»fernen Mt jnc Seinianng de» Sitte« Menen! t£|t Tomaten tn Suppen, Saßen nnd Salaten I Sanft Zitronen unb mach» frische Limonaden! - wohlfeile tkinkaufostätte von auserlesenem und bestgepflegtem Edelobst sämtlichen exotischen Früchten und Südfrüchten Delikatessen«, Zriichte-, Gemüse«, Zischkonserven, Marmeladen Straßburger Gänseleberpasteten, Hummer, Laviar usrv. Englisch« «nt französisch« Delikatessen * weine, Schaumweine, Liköre erster wrltfirmen,! Scotch Whisky, Gin, franz. Lognak» Deutsche und Schweiz Schokoladen, Pralinen, Teegebäck«, Tee, Laste«, Lakao, chinesischer Ingwer, glasierte Zrüchte aller Aa Best« «nd billigst« Bezugsquelle für bi« f«in« Küche SorgfSltigft« Bedienung. 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