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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-05-28 · 1 (28.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
1 (28.5.1927)
Date
1927-05-28
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1 (Bemei ldeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seile 9 „m 59A Personen oder um 0.9 Prozent, zurückgegangcn. niahrend dre Gesamtbevolkeruig sich um 7,1 Prozent vermehrt hat Der Bevölkerung!-anteil der Israeliten ist von 0,8 auf 0,7 Prozent gesunken. Ctwas geringer ist die relative Abnahme der Zahl der Israeliten in Württemberg.- statt 11982 Israeliten baden wir noch 10 827, also eine Minl erung um 1155 Personen oder um 9,6 Prozent. Dieser Minderung steht eine allgemeine Bevölkerungszunahme von 5.8 Prozent gegenüber, so daß der Anteil der Israeliten an der Gesamtbevölkerung von •0,5 Prozent auf 0,4 Prozent g fallen ist. Noch geringer ist die relative Abnahme der Israeliten in Baden. Von 25 890 haben sie ich ans 23 909 vermindert, also um 1987 Personen oder um ',07 Prozent. Tie allgemeine Bevölkerungszunahme beträgt 7.92 Prozent, sonnt ist der Anteil der Israeliten an der Cesamtbevölkcrnng von 1.21 auf 0,85 Prozent zurückgegangen. ,,•• Von den süddeutschen Staaten weist .«dessen relativ den stärksten Rückgang der Israeliten ans. Bon 21003 sind sic auf 20 401 zurllckgegangen, also um 3<>62 Personen oder um - 15,2 Prozent ihres früheren Bestandes. Bei einer allgemeinen Bevölkerungszunahme -Hessens uni 5.1 Prozent beträgt der Anteil der Israeliten an der Bevölkerung jetzt 1.5 Prozent gegen 1,9 Prozent im Jahre 919. Bon Ländern Mitteldeutschlands komme» in Betracht: Thüringen,'Anhalt. Schaumburg-Lippe. Lippe, die in dieser Reihenfolge eine steigende relative Abnahme der Israeliten aufweisen. Thüringen Hat heute (d. h im Jahre 1925 bei der letzten Volkszählung) 3003 Israeliten gegen 3820 im Jahre 1910. Tie Abnahme beträgt 217 Personen, oder 5^08 Prozent des früheren Bestandes. Tie all gemeine Bevölkerungsznnahnie »iachtl>6,54 Prozent aus; der Anteil der Israeliten an Ver Gesamtbevölkerung ist von 0.25 c uf 0,22 gesunken. In Anhalt haben sich die Israeliten von. 138:1 aus 1110 vermindert, also um 243 Per önen oder um 17,57 Prozent. Tiefer Abnahme steht eine allgemeine Bevölkernngszunabme von 6,01 Prozent gegenüber, fn daß der Anteil der Israeliten an der Gesamtbevölkerung in Inhalt von 0,42 aus 0,32 Prozent gefallen ist. Schaumburg-Lippe zählt je st 180 Israeliten gegen 2:10 im Jahre 1910; die Abnahme i mcht 50 Personen aus, oder 21.7 Prozent. Die allgemeine Bevölkerungsznnahme beträgt 3,0 Prozent, der israelitische Anteil an der Gcsamtbevölkcrung ist von OL auf 0,4 Prozent gesunken. Am stärksten ist unter diesen vier mitteldeutsche» Länder» der relative Rückgang der Jsrc eliten iiz Lippe. Sie sind noch 007 Personen gegen 780 früher, haben sich um 173 Personen oder um 22,18 Prozent vermindert. Bei einem allgemeinen Bevölkerungszuwachs von 8,42 Prozent ist der Anteil der Israeliten an der Gesamtbevölkerung in Lippe von 0,52 auf 0.37 Prozent zurückgegangen. Aus Norddeutschland stehen die religionsstatistischen Ergebnisse fest für Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, wobei diese Reihenfolge der Länder wieder die Steigerung der relativen Abnahme der Israeliten ousdrückt. In Oldenburg sind die Israeliten nur von 1525 auf 1513, also um 12 Personen oder um 0.79 Prozent, zurückgegangen. Ter allgemeine Bevölkerungszuwachs macht 12,86 Prozent aus; der Anteil der Israeliten an der Gesamtbevölkerung ist von 0,32 auf 0,28 Prozent gesunken. Mecklenburg-Schwerin zählte früher 1413 Israeliten, jetzt noch 1202, also absolute Verminderung um 211 Personen, relativ uni 14,93 Prozent. Dieser Vermindäung der Israeliten steht der allgemeine Bevölkerungszuwachs von 5,33 Prozent gegenüber, damit ist der Anteil der Israeliten an der Gesamtbevölkerung von 0,22 auf 0,18 Prozent zurllckgegangen. Endlich Mecklenburg-Strelitz weist den grüßtest relativen Rückgang der Israeliten in allen diesen deutschen Ländern auf. Statt 254 Israeliten im Jahre 1910 haben wir im Jahre 1925 noch 184, also eine Abnahme von 72 Personen oder um 28,35 Prozent des früheren Bestandes. Bei einem allgemeinen Bevölkerungszuwachs von 3.00 Prozent ist der Anteil der Israeliten an der (yesamtbevölkerung von 0,24 auf 0,10 Prozent gefallen. Im ganzen haben wir für diese elf deutschen Länder folgende ansteigende Reihe des relativen Rückganges der Israeliten in Hundertteilrn des Bestandes der Israeliten im Jahre 1910: Oldenburg 0,79; Thüringen 5,68; Baden 7,67; Württemberg 9,6; Bayerrj 10,8; Mecklenburg-Schwerin 14,93; Hessen 15,2; Anhalt 17,57; Schaumburg-Lippe 21,7; Lippe 22,18; Mecklenburg-Strelitz 28,35. Tie ansteigende Reihe des Anteiles der Israeliten vom Hundert der Bevölkerung in diesen Lästdern ist heute; Württemberg 0,4; Schauwburg-Lippe 0,4; Bayern 0,7; Mecklenbnrg-Strelitz 0,16; Mecklenburg-Schwerin Q,18; Thüringen 0,22; Oldenburg 0,28; Anhalt 0,32; Lippe 0,37; Lübeck 0,49; Baden 0,85; Hessen 1,5; Hamburg 1,73. Die Gründe dieser Abnahme, wie: Abwanderung und Auswanderung, Uebertritt zum Christentum, Mischehen mit christlicher .ttindererziehung, niedere Geburtenziffer. der Israeliten, stehen hier nicht zur Frage; es sollte nur objektiv das Zahlenmaterial zur Abnahme der Israeliten geboten werden. 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