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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-05-28 · 1 (28.5.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
1 (28.5.1927)
Date
1927-05-28
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Seite 7 'fr. 1 emeiri deblatt der Israelitischen ReligionSgemoind; Dresden Die jüdische Bevölkerung in Gochsen nach drr Volkszählung vom 18. Juni 1925 Aon Lambert PloeINacher Die allgemeine Volkszählu, g. dis Jahrzehnte hindurch m Deutschland in Abständen-vc n fünf Jahren stattsand. lxit durch den Krieg eine Unterbrechung von 17, Jahren erlitten. Sic letzte Volkszählung ivar an 16. Juni litt.',, die vorher- ,elende am 1. Dezember 1910. 'Zc r>o,n Statistisckx-n Landesanit auf Grund der Volkszähli ng vom Ui. Juni 1!>25 bearbeitete Konfessionsstatistik w rd demnächst im Druck ericiwinen; das Statistische Lank esaint hat mir in liebens würdiger Weise das Manuskri,t der Znsammensiellnng der Ergebnisse überlassen. Die Konfessionsstatistik ist ür die jüdische Vevölkerung von besonderem Interesse, und .-s verlohnt sich, des Näheren auf die Entwicklung der jüdischen Vevölkerung in, Gebiete des Freistaates Sachsen einzitg Heu. In der Volkszählung im Jibrc 1N42 wurde;,»» erstenmal die 3al)l bcr ..Evangelische ,i. Katholiken. Israeliten und Vckenner der sonstige» Rclchionsformcn" im Königreich Sachsen ermittelt. Die Zeit vi n 1S32 bis 1&19 iimr für die iachiifche Judenheit eine Zei vollkommene» Stillstandes. Es hängt dies aufs engste mit ihrer damaligen politischen Lage zusammen. Ich nenne nur einige Zahlen. 1832 betrug die Gesamtbevölkerung 1 558154, darunter *74 Inden: 1*40 betrug die (tzesamtbevölkerung 1 7G>276, dcininter N>8 Juden: 1 x49 betrug die Gesamtbevölkei»ng 181)4 4SI, darunter 1022 Inden; das ist ungefähr '/„> Prozent Jude». InJ‘> beginnt die Zeit, worin sich die günstig, Wirkung der Aufhebung der inesentlichsten Beschränkungen, namentlich der Aufenthaltsbeschränkungen und des Verbo s. Grund und Boden zu erwerben, zeigt. Mit der Möglichkeit nngeh ndcrter Entwicklung, der Beieitigung der .Hemmnisse, die jür die Inden l'is dahin be in 0,20; 1010 (4esamtbevö^ker»ng Prozentsatz der Juden 0,r|1. Die Verteilung nach Sachsen gezählten 17: Sachse» . Sonstiges Deutsch. Lesterreich . . Ungarn . Rutzland Andere Staaten Unbekannt . 4 806 661, Inden 17 587, itande». die sich dem .Handel ircicn Berufen zuwcndeu wollt ». beginnt eine Periode wenn auch langsamer, so dock, steter Vermehrung. folgende Zahle» veranschaulichen dies:. 1856 Ges.-Bevölk. 2 030 17« 1387 „ 2 423 688 1876 „ 2 760 588 1885 „ 3182003 die . Von 1885 an beginnt ctxirakterisiert durch ein in Emporblühen der jüdischen B sehr bedeutende ZiOvandcrun, zuführen ist. Lcsterreich. lliigär sächlich, die Länder, aus dencji Es wurden gezählt: 18i»0 Juden' MN. Pkö.senisgtz der bevölkerung 4 20221t», Juden und Gewerbe und anderen der Staatsangehörigkeit der UMO >87 Juden gibt folgendes Bild: . . . . '. 2 730 Reich . . . . 4 470 -- .6120 .321 .3102 .718 18 17 687 Bon den 17'/_. Taufen^ Inden Sachsens waren 1910 also itsche lliid von de» 7000 Reichsdeutschen noch nicht OOOth sächsische Staatsangehörige. Für Dresden, und zwar für den ^Stadtbezirk. ergeben sich folgende Zahlen: Mczn. zählte in Dresden am Schlüsse des 16. Jahrhunderts 1031 Inden, von da an ging aber ihre Zähl rasch zurück und sank bis 1815 auf die .Hälfte. 1830 betrug sie 742, 1832 nur 712. Von Zählung zu° Zählung verkleinerte sich der Bestand der Dresdner Judenl-eit und erreichte 1843 leinen Tiefstand mit 626 Personen. Von da an erholt sich die (tzcineinde langsam. Rach einem geringen Rückschläge in den 50er Jahren begann eine ruhige, aber sicher anfsteigendc Entwicklung, die beute »och anhält. Einige Zahlen: 1S32 Ges.-Bevölk. «4 300 Juden 712 das ist etwas über 1 % IM« „ «4 002 672 % 1887 156 024 870 :*lxm % .875 107 205 1058 "/,«.% >885 2-18 088 2315 w/ioo% >805 854 285 2547 »/w, % IO, >5 51« 00« 3431 “/»no% lOl» 548 308 3734 H h H * 2/.1 % uden 1200 das sind 2103 „ .. •■*/„„% 5380 .. .. % 7755 .. „ neueste Epoche. Sie ist chiiellen» Tempo ansteigendes epölkerung, das auf die relativ ans dem Auslande znrückn und Rntzland sind lmnptdie Einlvtinderer stammen. Gesamtbcvölkerung' 3 502 084, Juden 0,27; 1900 Gesamt- 2 378, Prozentsatz der Juden Dazu kamen im Jahre 1910 ans;erlialb Dresdens im Bezirke der israelitischen Religionsgemcinde, der Kreishauptmannsckiaft Dresden, »och 521 Inden, das find zusammen .1255. 2Ris die Staatsangehörigkeit anbelangt, so stellte sich das Verhältnis für den Stadtbezirk Dresden wie folgt: Von den 1910 gezählten 373 4 Jude» waren: Deutsche. 174!) Leslerreicher, Ungarn ...... 1278 Russen 555 Andere Nicht deutsche 152 3734 Rach der Volkszählung vom l<>. Juni 1925. zählte der Freistaat Sachsen insgesamt 4 992 320 Einwohner, darunter 23252 Israeliten. Diese verteilen sich ans die acht israelitischen Religionsgcmeindcn des Freistaates Sachse» wie folgt: -- / ARCHITEKT BAUMEISTER FACHMÄNNISCHE BERATUNG In allen Fragen dar Mon- »truktlon, da* Auaba und dar Architektur Pillnltzer Straße 20 ElAwURF u. BAULEITUNG vor» Um- und Neubauten Jadar Art g DRESDEN-A, GESCHMACKVOLLE UND PRAKTISCHE UMGESTALTUNG von Wohnungen und Ga- •cNWteräuman^^^j Farnruf 1740© u. 28331

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