Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 9 (28.1.1927)
- Date
- 1927-01-28
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 lemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden! Nr. 9 Es folgt eine geheime Sitzung, aus der folgendes mitzureilen ist: Dem Anträge des Borstandes und des Finanz-Ausschusses entsprechend wird einstimmig beschlossen, der Bereinigung jüdischer Studierenden in Dresden zur. Gründung eines Studentenheims und zur Einrichtung einer rituellen Mensa vom 1. Dezember 1926 an zunächst provisorisch auf sechs Monate einen Beitrag von 150 Mark den Monat zu bewilligen. Die Beamten und Angestellten der Gemeinde erhalten die gleiche Notstandsbcihilfe. wie sie den Reichs-, -staats- und städtischen Beamten zu Weihnachten 1826 bewilligt worden ist. Diese Bewilligung. bedeutet für die Gemeindckassc eine Gesamtausgabe von etwa 1700 Mark. Ter -schlichter Israel Schabse Cfelfa wird von der Israelitischen Religionsgemeinde vom 1. Januar 1927 an, zunächst aushilfsweise auf sechs Monate als Schächter beschäftigt. Am Schluß der Satzung teilt Herr Rechtsanwalt salinger mit. daß der l>lemeindeverordncre Herr Arno Schenker für die demnächst stattfindende Ergänzungswahl des Gemeinderats nicht wieder als Kandidat aufgestellt sei. Herr Rechtsanwalt -salinger dankt Herrn schenker für feine treue Mitarbeit im Gemeinderat. Dieser Dank wird auf einstimmigen Beschluß des Kollegiums zu Protokoll genommen. Schluß der Sitzung 10)4 Uhr. Aus der GemeioberatSsitzuug vom 26. Januar 1927 Im Anschluß an die Festsetzung des Haushalrplans für das Jahr 1927, der mit 238 000 M. abschließr, von denen 210 000 M. dürch .Gemeindesteuer aufzubringen sind, wurde die Erhebung einer Gemeindesteuerabschlußzahlung für das Kalenderjahr 1926 in Hohe von fünf vom Hundert der Reichseinkoinmcnsteüer beschlossen. Für 1986 ist bis jetzt eine lOprozentige Vorauszahlung auf die Gemeindesteuer erhöhen worden. Ter Beschluß über die Abschlußzahlung bedeutet also eine Herabsetzung der Gemeindesteuer um 3 Prozent gegenüber dem Jahre 1925. Eine hochcrfreuliche Tatsache, die freilich nur mit «sorgsamster Behandlung der Gemeindefin Durchführung der Steuererhebung erreicht dürfte an dieser Stell« «ine Zusammenstel anderer Großgemeinden von allgemeinem In: erhoben: Berlin 15 Prozent, Breslau 18 Pro; 17 Prozent, Königsberg i. Pr. 25 Prezent, Reichselnkommenfteuer. Nach Eröffnung der Sitzung wurde der ncugewählte Herr Zahnarzt Dr. Friedrich eingeführt. Eine Bekanntmachung über die Gemeind, an anderer Stelle, ebenso eine Mitteilung ük, verstorbenen Herrn Geheimrat Georg Ar t meinderal nsit Dank angenommen wurden Bericht folgt in der nächsten Nummer. qnzen und intensiver werden konnte. Ee ung der Steuersätze :resse sein. ES haben ent, Frankfurt a. M. ipzig 30 Prozent der in den Gcktneinderat Berlowitz in sein Amt ratswahl befindet sich er die Stiftungen des hold, die vom Ge- Ein ausführlicher. 1 Mild« Stiftungen Eines der schmerzlichsten Cpfet «der Inflation ist »ür die Gemeinde der Verlust der vielen Stiftungen. Die Kosten der gesäurten Wohlfahrtspflege, für die in dem d esjährigep Gemeindeetat die Summe von 25 000 Mark eingestel t werden mußte, um nur «die dringendsten Aufgaben in bescheider stcm Umfange zu erfüllen, konnten früher aus den Erträgnissen der Stiftungen bestritten werden. Von allen diesen Stiftung n sind nach der Barablösung der Wertpapiere nur wenige Mark übriggeblieben. Ter Gemeindevorstand wendet sich deshalb an!ie noch lebenden Errichter von Stiftungen oder deren Hinterbl ebene mit der Bitte, zunächst im Familienkreise zu beraten und zu erwägen, ob und inwieweit die Bereitwilligkeit und nach derr wirtschaftlichen Zusammenbruch und der immer noch andaue:nden schweren Wirtschaftskrise die Möglichkeit besteht, der Stiftung durch Uebcrweisung von neuem Kapital neues Lehen ei rzuhauchen, damit der gute Zweck der Stiftung und der Wille tes Stifters aufrechterhalten bleibt. &m ProduMonsftätte deiäfcherJbbeä vftd deutßwn Steißes » Singer Jtfihmaßtinenfabrik Wmribcrye tun.'Potsdam Singer Jjäden Verkaufsstellen in Dresden: Prager Straße 18, Ferdinandstraße 2,] Hauptstraße 8 M.6R.ZOCHER Wecker ANNENSTRASSE 9 in einfachster und feinster Ausführung. circa 50 ver schied. Sorten von 3.50 M«*n ERSTES HAUS FÜR SÄMTLICHEN SCHREIB- UND KONTORBEDARF NEUZEITLICHE BUCHDRUCK.EREI Flügel E d e I e r z e u g n i s s e Mäßige Preise ♦ Bequemste Zählweise Pianofortefabrik H. Wolfframm Stadtniederlage: Ringstraße 18 (Viktöriahaus) Die Lesehalle ist täglich Von 7 bis 10 Uhr abends, an Sonntagen und gesetzl. Feiertagen von 11 bis 1 Uhr mittags geöffnet! .1 ....