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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-08-28 · 4 (28.8.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
4 (28.8.1926)
Date
1926-08-28
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nr. 4 6 emeindcblatt d er Israeli tischen N e l i g i o n S g e in e i n d e Dresden Seile 9 werden und das soziale Erscheinung der Verwl» psychiatrischer Begriff, s v. Heimann definiert die ist Wahrlpsigkeit, Unbe« jemand eigener Schwäch^ Stütze, eigenen und frei gegeben ist . . . Aeußi Fällen erklären, innere erkennbar sein, aber das voll auswirken, beruht au Mensch verwahrlost, wen erzogen ist." Aber es ist durchaus erzieherische Ersatzeinflüss der frühen Kindheit von die Rede sein, und trotz! lichkeiten der erzieherisch Beginnen wir mit den Erziehungserwartnng — zur Lebenserwartung v gleiche wie die des chrift Spann hat darüber eine Für das uneheliche Kinl der großväterlichen Famil ist die Stiefvaterfamilie heiratung der Mutter m 1 Wechsel nicht zur Ruhe .stattfindet, und in je Höh verwahrlosender wirkt tr vlgan hinsichtlich der schulpflichtigen Alter eintr lichja ganz unzulängliche bare Erzieherin des Kink indem sie das Kind in f Tiefe Tatsachen gelte, Kind. Die Wohlfahrtsi Interesse auf sich zu lenken, in der hrlosung. Verwahrlosung ist kein sondern ein rein sozialer. Hildegard Verwahrlosung so: „Verwahrlosung chtetsein, ist ein Zustand, in dem überlassen, ohne soziale Hilfe und lden verderblichen Einflüssen preisre Einflüsse werden das in vielen Anlagen . ... oft als Bedingungen diese Faktoren sich so Verhängnis« i if einem Mangel an Erziehung. Ter n und schneit er nicht.(oder falsch) nicht nur die Verwahrlosung, die se notwendig macht. So kann in Verwahrlosung eigentlich noch nicht ein köngen schon schwere Uitzuläng« eti Milieus vorliegen, jüdischen, unehelichen Kind! Seine wenn dieser Ausdruck in Analogie efstanden werden soll — ist etwa die ichen, unehelichen Kindes. Othmar eingehende Untersuchung angestellt, ist es am günstigsten, ivenn es* bei ie untergebracht wird; ungünstiger noch unglinstiger, wenn die Der einem andern Manne den Pflege l »ringt. Je öfter Erziehungrwechscl ercm Alter er noch eintritt, um so Das ungünstigste Erziehungs- Verwahrlosung. die dann meist im itt, ist die alleinstehende (Wirtschaft- ) Mutter, sei sie nun die unmittel« es oder nur die mittelbare Leiterin, ffemden Pflegcstellen unterbringt, ohne weiteres auch für das jüdische rganisationen haben daher anzustreben, daß das Kind in der großväterlichen Familie Dleibcn '. kann. Hierfür eventuell einen gewissen Beitrag zn leisten, ist wirtschaftlich durchaus gerechtfertigt, wenn man die Kosten bedenkt, die durch die spätere Verwahrlosung den Gemeinde» zu entstehen pflegen. Findet die Unterbringung frühzeitig statt, so braucht es zu erzieherischen Schwierigkeiten über« Haupt nicht zu kommen. Tie Bestellung eines Bernfsvor- Mundes, wo sie notwendig sein sollte, ist gesetzlich geregelt und gehört, nicht zu den besonderen Aufgaben jüdischer Lr« - ganisationen. Für Waisen und Halbwaisen gilt das eben Targelegte sinngemäß, doch wird bei ihnen wie bei den un ehelichen Kindern die Unterbringung bei den eigenen Verwandten oft nicht möglich sein. Tie Frage entsteht dann, vb eine Ersatzfamilie oder eine Anstalt vorzuziehen sei. Wir werden dieser Frage noch bei den eigentlich abwegig erziehnngsschwierigcn Kindern begegnen unh sie dort gesondert ins Auge fassen. Das wichtigste Problem zur Zeit der Schulentlassung, alsv etwa um das. 14. Jahr, ist die Berufswahl. In Teutfchland ist sie im Ausfluß der Bestimmungen der Reichsversassung seit 1923 gesetzlich geregelt und zu einem Teil der staatliche., Sozialpolitik gemacht. Tie Tätigkeit der jüdischen Organisetionen wird sich dabei zu beschränken haben auf gelegentliche private Stellenvermittlung und auf finanzielle Beihilfen. Darüber hinaus sollen wie bei andern konfessionellen Verbänden Lehrlingsheime. eingerichtet werden, mit dem ausgesprochenen Ziel, die jungen Menschen im Geiste der jüdischen Gemeinschaft zu beeinflussen und zu erhalten. Wünschenswert wäre cS auch, daß die jüdischen Gemeinden, sowc-il Geldmittel zur Verfügung stehen, jüdische Jugendverbände aller Art subventionieren, selbswerständlich, ohne sich dadurch einen Einfluß auf das besondere Ziel und die Gestaltung des Verbandes sichern zu wollen. Es wird hier an Wanderbünde und an die ganze Mannigfaltigkeit kultureller Vereinigungen gedacht. Maßnahmen dieser Art kann »kan als vorbeugende Jttgendsürsor'ge zusammenfassen. (Schluss folgt.) SHtS Wem IIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII SS» feM naht - - Mn Modkn »mb eingrlrostkn .Neue elegante Wiener und Berliner Modellschuhe Geschmackvolle Leder- und Seidentaschen // Deutsche und französische Parfümerien und Seifen Filz- und Samthüte, geschmackvoll und preiswert Damenmäntel, Kleider, Blusen usw., bes. gwhe Auswahl - Täglich Modenschau / .Ullstein-Schnitte - fi-enz Kaufhaus m. b. tz. - / * - . -

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