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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-06-28 · 2 (28.6.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
2 (28.6.1926)
Date
1926-06-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8!emein.deblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Aus der Ve«em-erattfitzmig vo» 23. 1-26 Unter dein Vorsitz des .Herrn Rechtsanwalts Paul Salinger sind vier Vorsteher, zehn Gemcindeverordnete und Herr Rabbiner Tr. Wolf anwesend. Ter Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 8 Uhr. Tas Protokoll-der vorigen Sitzung wird verlesen und genehmigt. Aus den Eingängen und Mitteilungen ' - Ter Sächsische Israelitische Gemiiinde verband ladet zu einer Ausschußsitzung auf Sonntag den 27. Juni nach Dresden ein.“ Herr Rechtsanwalt Paul Salinger hat als Vertreter der Gemeinde und des Sächsischeil Israelitischen Gemcindeverbandes an der Feier der Einweihung des von der Israelitischen Religionsgemeindc zu Leipzig errichteten Ehrenmals für die Gefallenen am 6. Juni 1926 teilgcnommen. Als Vorbeter für den Zweiggoltesdienst an den diesjährigen hohen Feiertagen ist der Kantor Josef Cycowski a»S Berlin angestellt worden. Nochmalige Vorlage der Satzung des Sächsischs,! Israelitischen Gemeinde verbanden. Ter Vorsitzende berichtet: In. den Verhandlungen mit der Slaatöregicrung über' die Satzung des Sächsischen Israelitischen (Kemeindevcrbandes ist ein Einvernehmen über die endgültige Fassung der Satzung erzielt worden, ebenso sind durch Verhandlungen mit der Perbandsgemeinde Eheninitz die vorhandenen Schwierigkeiten beseitigt worden. Tie Oiemeinde Ehemnitz verlangt einige Zusätze zur Satzung, mit denen der Tezerncnt im- Ministerium für Volksbildung, Herr Geheimrat Tr. v. Zimmermann, sich einverstanden erklärt bar. Ter endgültige Wortlant-der Satzung soll dem Ausschuß des Sächsischen Israeli tischen ^ie meindeverbaiides am 27. Juli zur Annabme vorgelegt werden. In dieser Äusschus;siviing ist ferner ein Initiativantrag zu erwarten, dahingehend, dag der Sächsischen Israelitischen Lehrervercinigling. die sich inzwischen konstituiert hat, dieselbe Vertretung im sächsischen Israelitischen Gemenideverband zuqebilligt wird, wie der Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen, nämlich ein Vertreter im Vorstand mit beratender ■ Stimme und ein ordentliches »Mitglied im Ausschuss biegen diese, eine weitere Aenderuiig der Latzung bediircienve Erweiterung dcS Vorstandes und des Ausschusses erhebt sich kein Widerspruch. Herr Rechtsanwalt Salinger stellt hiernach fest, das; der biemeinderat mit ihm, dem Vorsitzenden des Verbandes, in der Behandlung der Frage der Satzung allenthalben einig geht. Es folgt eine ^geheime Sivung. In dieser wird an Stelle der wegen ihrer Ver>sbelichung aus ihrem Amte ausscheidenden Fürsorgerin, Fräulein Hede Klein, Fräulein Thea Waitzfelder aus München als Fürsorgerin der (iieineinde gewählt. Herr Leo Anschel, der früher schon als Lehrer an der Religionsschule tätig war, wird wiederjals Lehrer angeitellt. Herr» Anschel soll weiterhin die Wänderfursorgc — die Abfertigung der Turchreiscnden — übertragen werden. Er soll — sofern' erforderlich — ferner vom Dezernenten der Wohlfahrlöstelle, Herrn Rechtsanwalt Salinger, mit weiteren Futiklionen aus diesem Verwaltungsztveig betraut werden.! L. Pl. Aus dem Vereinsleben Tei^ Bund jüdischer Jugend Kadimah wurde am .">. Avril 1!>26 in Berlin durch den Znsammenschluß mehrerer deutsches: jüdischer« Wanderbünde gegründet. . In Dresden befindet sich eine Ortsgruppe des Kadimah. Anschriften sind an Werner Siodmak, Tresden-A., Mozartstraße 5 ptr., zu richten. . Verein jüdischer Handwerker Tresdens und Umgebung In der Maisitzung hielt der Vorsitzende, Herr Architekt BTA. Lustig einen Pcuttrag über seine Pariser Reiseeindrückc, der allgemeinen Beifall fand. Am 2. Juni fand eine Mitgliederversammlung statt, auf depen Tagesordnung Beratungen über verschiedene Punkts standen.!Tcr 16. Juni vereinigte eine große Zahl von Mitgliedern zu qincm gemütlichen Beisammensein in der Torwirtschaft. Tiefe'Abende sollen in Zukunft reichlicher wiederholt werden. Nächstes in der Torwirtschrft. Am 3». und 31. Mai fand in Leipzig der Perbandstag des iands statt, auf d:m alle angeschlosscncn Vereine durch Telegierte vertreten waren, lichc Bsdrängnis, 23. Mai 1826 im geselliges Beisammensein Mittwoch den 7. Juli Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutsch- 4 Akten von N. Rakow. Etwa 750 Personen be uchtcn diese Peranstaltung. . ' Unter den vielen Ehrengästen befand sich auch Herr Dr^ Wagner in Vertretung des polnischen (Generalkonsuls au » Leipzig, welcher sich sehr anerkennend über die Leistungen des 9 ereins aussprach. Ter dramatisch- Klub „Pcrez" zeigte durch diese Aufführung große künstlerische Fähigkeiten., Alle Antvescnden spendeten reichen Beifall. Am 1. August 1826 veranstaltet der Verein im Keglerheim, Fricdrichstratze 12, wiederum einen Jüdischen Thwtcr-Abend. Zur Aufführung gelangt: „Z i Spät". Lebensbild in 4 Akten von ,M. Richter. Anschließeno geselliges Beisammen sein. Der Rcin- 'gewinn wird ausschließlich für wohltätige Zweck, verwendet. J.B.G. — Jüdische Buchgemeinschift Um dev Not der jüdischen Schriftsteller zu steu:rn lind die durch den Mangel an gediegener Literatur hervorgeru enc geistige Verarmung der deutschen Judenheit zy verhindern, it die Jüdische Buchgemeinschaft gegründet worden. Adres e: Jüdische Buchgemcinschaft, Berlin ’W 15, Konstanzer Straße 5k, 1. Durch kleine monatliche Zahlungen wird cs der breiten Mafe der Juden ermöglicht, sich «ine Bibliothek schöngeistiger Werke zu beschaffen. Neben wertvollen, ivenig. bekannten Werken früherer Autoren werden ungefähr in derselben Zahl moderne Schriftsteller zu Worte kmnmen. Dabei wird Wert darauf gelegt, die Werke so gut^auszustatten, daß sie überall dem jüdischen Buch und d:r jüdischen Sache neue Freunde werben. Es ist für das Volk des 2 uches ein unhaltbarer Zustand, daß Schriftsteller für wertvolle Ai beiten keine Verleger finden, und daß für die erschienenen Schiiftcn keine Leser gefunden werden können. Es wäre'für die deutsc>e Judenheit noch schlimmer, wenn sie infolge der schlechten wirtschc ftlichen Lage für die dringende Befriedigung der kulturell jüdischen Bedürfnisse kein Geld mehr übrig hätte.. Allerdings sparen müfen wir. Und so kann nur die Organisierung der jüdischen Leserwelt cs ermöglichen,, gute jüdische Bücher, die einen mehrfachen Wc t repräsentieren, wirklich billig abzugeben. Interessenten für diese r euc Organisation bitten wir um Angabe ihrer Adresse, vor allem cber ersuchen wir jüdische Schriftsteller, zwecks Herausgabe ihrer Werke sich mit uns in Verbindung zu setzen. Angesichts des Umstan »es, daß eine allgemeine deutsche Buchgcmcinschafr cs auf 500 (K 0 Mitglieder gebracht hat, muß es der deutschen Judenkfcit nicht sihwerfallen, ihrerseits 1 bis 2 Prozent dieser Mitglieder zu erlangen und dadurch den Zerfall des jüdischen Schrifttums aufzuhaltc >i. Tie Jüdische Kinderhilfe, Berlin» Auguststraße 17, macht darauf aufmerksam, daß sie seit 3 Jahren eine heilpäda logische Poliklinik , Tür schwer erziehbare uno psychopathische Kinder hat. Tic Untersuchungen werden von dem Psychiater und Heil Pädagogen, Herrn Professor »Tr. med. Schnecrson unter Assistenz ei icr sozialen Fürsorgerin vorgenommen. Behandelt werden nicht, i ur ausgesprochen psychisch, und nervös kranke, sondern auch schwer erziehbare Kinder, . bei denen infolge des ungünstigen Milieus Er.Pehungsschwierig- ■ feiten entstanden sind. Für Untersuchungen wird vorherige An- Meldung und Rücksprache erbeten. : Oberrochwitz ■■ Tie Frateicnitasloge nimmt seit einigen Jahren in ihrem 1908 : als Kinderferienheim erbauten Haus in Oberrochwitz in der Zeit ' bis zu den großen Ferien und nach Beendigung /derselben Angehörige aller UOBB.-Logen gegen Vergütung der/Verpflegskosten als (Yäste auf. Auch in diesem Jahr war das Helm bis jetzt fast ständig voll besetzt. Vom 4. bis 7. Juli werde,/ in dem Heim 25 Zöglinge der Gartenbauschule Ahlem untcm Aufsicht eines Lehrers Aufnahme find«!!. Tie jungen Leute sollen die Garten, bauausstellung besuchen, und werden auch einen! Ausflug in die Sächsische Schweiz machen. Am 11. Juli beginnt die diesjährige Ferienkolonie, welche 5 Wochen dauern wird. Tie wirtschaftliche Leitung ruht in den bewährten Händen von Frau Frieda Krakauer, die seit mehreren Jahren das Erholungsheim der Fraternitasloge in vorbildlicher Weise leitet. Tie Aufsicht über die 'Kinder und die pädagogische Leitung übernimmt in diesem Jahre erstmalig Fräulein Jakob, die Leiterin des Kinderhortes!der Fraternitasloge; ihr stehen ein Lehrer und zwei erprobte Kindergärtnerinnen zur Seite, so daß für das Wohlergehen der etwa 100 Kinder, welche wahrend der Ferien im Heim Aufnahme finden, aufs beste gesorgt ist. Nr. 2 Ilm die jüdische Lcffentlichkeit auf die wirtschaftdie auch in den jüdischen Handwerkerkreisen herrscht, in der ei idringlichstcn Weise aufmersam zu machen, aber auch um die Lef entlichkcit von der (Geschlossenheit des jüdischen Handwcrkerftandcr zu überzeugen, gestaltete sich der Leipziger Perbandstag zu cinei mächtigen Kundgebung. Ter Verein jü!»ischer Händler und Angestellter veranstaltete am Keglerheim, Friedrichstraße 12, einen Theater. abend. Zur Auffihrung gelangte „Ter Batlyn", Lebensbild in KOHLEN / / Brennstoff - Vertrlnjs Inh.« Siegfried Pionk« Tsl.i S1S47 o PMrstraft« 1« © Xsf. 1 »wskl ■ ■■•47 '

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