Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 2 (28.6.1926)
- Date
- 1926-06-28
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Memeindeblatt der? Israelitischen ReIigionSgemein.de Dresden wirkenden. '3 nwrcn diese selbstredend herangezogcn worden. Schließlich i« gerade das Interesse nichtjndiscker Künstler für unsre-Miisik immer erfrenlich. Wenn Sänger von den Qualitäten eines 'Tr. S t a e g e in a n, einer Charlotte V i c r c_d_eines (Geigers von internationalem Rns wie Sabinen, sich mit solchem Eifer für jüdische Werke einsetzen, so ist das für einen jüdischen Musiker erfreulich und trägt überdies -.»um Verständnis jüdischer Eigenart mindestens ebensoviel bei wie eine apologetische Abhandlung. Im übrigen sei an dieser Stelle mit besonderer Freude scstgestellt. daß alle beteiligten Sänger-mit bowunderswertem Fleiß sich in das Studium der hebräischen Tcrte vertieften. Bei dieser Gelegenheit sei, nnr Mißtwrständnissen vorzubcugen, noch' mals betont.! daß Elisa t ü n z n e r. durch die Proben zu Schättinannsj Tper ^.Hochzeit des Möncks" sehr .in Anspruch genommen, infolge großer Ueberarbeitnng absagen mußte und dies nnr sehr ungern tat. Was die Gesangswerke anlangt, io in für mein Empfinden ^i cii'x-lnnn ln> <a„s der Littmrgie der hohen Feiertage) das erhabenste. So wie Lcirxmdoivski es gesetzt bat, gibt die Komposition deü Sinn dieses schönen Poems, die Vergänglichkeit des Menschenlebens, ergreifend wieder^ An Lualität neljt ihm das Frcndcnlied ziun Tboratesl,: Sißii '.v'simchu Dgn .'oofitciu, am rnicf'ftcn. Ten Rejz-der alten Tonarten besitzt .Henles ..Holaiicli w’koroso"; leider ist dir Phrasierung des Tertes. nickt glücklich und läßt fick schiver verbessern. Vom alten, ehrwürdigen Kol nidre abgesehen, ivareu die übrigen Stücke mehr moderner Licdgcsang. »irschners „I.'durid borru-Ii" vereint glücklich traditionelle 'Weise mit charakteristischem Rezitativ und vierstimmigem, mrlodiichem Eboriatz. Eine .Kritik des Konzerts slebt mir in diesem Znsamnienhangc nicht .zu. Aber ich darf iagenr Aus den vielfachen mir mündlich und schriftlich gewordenen Acnßcrnngen, die tick oft. widersprachen, Beifall und Mißfall bezeigten, habe ck mit großem Vergnüge» geiehe», daß ein Interesse für in'rc Musik und ibrc Pflege'tatsächlich besteht. Vielleicht dringt der kommende Winter Gelegenheit, musikalischen Veranstaltungen an anderin verschiedenen Ansichten auseinanderzusetzer nähme weiterer Kreise zu gennnnen. Ers nis vertiest.j die Einsicht gewachsen ist, diskutieren, läßt sich in. gemeinsamer Arbci Teil unsrer Gottesdienste sinngemäß sörde' Nr. 2 in Vorträgen und Lrt sich mit den und so die Teilwenn die Kcnnt- Isißt sich ernsthast t der niusikalische n. Tagung der Jentralwohlfahrlestelle bei? deutschen Juden in Düsseldorf - Vom 6. bis 8. Juni fand in Düsseldorf die skagung der Zentral, wohlfahrtsstclle der deutschen Juden statt. Teic überaus zahlreiche Besuch aus allen Gegenden Deutschlands, das Interesse der Reichs- und Staatsbehörden und der allgemeinen Wohlfahrtspflege, die Vertreter entsandt hatten, die Teilnahme faßt aller Wohlfahrtsämter, unter welchen sich außer vielen freiwilligen Helfern auch recht zahlreiche beruflich tätige Kräfte befanden, die Beschickung durch fast alle Vereine und Organisationen, zu! deren Aufgaben dir jüdische Wohlfahrtspflege gehört, sind ein deutlicher Beweis für den starken Ausbau der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland und für die wachsende Bedeutung der ZentralsvohlfahrtSstcllc der deutschen Juden. ' j Die Tagung wurde am Sonntagabend durch den Vorsitzenden der Zcntralwohlfahrtssrclle der oeulschen Joden, Herrn Eugen Easpary, eröffnet. Herr Easpary wies in kumen Worten auf die Bedeutung des Judentums im Rheinland für was-deutsche Judentum hin und auf den Wert der allgemeinen und insbesondere der jüdischen Ausstellung, welche den äußeren Anlaß zur Veranstaltung der Tagung in Düsseldorf gebildet hat.! Es folgten sodann Begrüßungsansprachen seitens des Vorsitzen».'» der Lqnagogcngemeindc' Düsseldorf, Herrn Felsenthal, des Vertretersdes Rcichsarbeitsminijtüriums, Herrn Ministerialrat »ein Gommingcn, des Vertreters des Preußischen Ministeriums kür Volkswohlfahrt, Herrn Ministerialrat Wittelshüfcr, des (»'schäftsführerS der Deutschen Liga für freie Wohlfahrtspflege, Hsrrn Dr. Vöhringer, der auch die Grütze der in der Liga zusaminengeschlosscnen Verbände deS Zentralausschusses für die Innere Mission, des Deutsche» Earitasvcrbandcs, des Deutschen Roten Kranzes, des Fünften Wohlfahrtsvcrbandes und', des Zcnlralwohlfghrr-Saüsfchusscs der christlichen Arbeiterschaft irbcrbrachtc. beginnt unser! Saifsn Ausverkattf .. - /. -! Die Sensation des Sommers! I Beachten Sie die Sonöerbeilage in Ihrer Tageszeitung * j - Refibenz Kaufhaus ©. m. b. tz.