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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-05-28 · 1 (28.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
1 (28.5.1926)
Date
1926-05-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 1! i eigentlichen sinne nicht gesprochen werden könne. Dennoch müsse der § 526 angewendet werden, weil ihm ein Rechtsgedanke zugrunde liege, dessen Bedeutung über die im Gesetz ausdrücklich geregelten Fälle hinausgreift. Diesen rechtlichen Grundgedanken formuliert datz Reichsgericht dahin, „daß die Vollziehung einer der Schenkung beigcfügten Auflage die Schenkung nicht gegen den Willen des Beschenkten in ihr Gegenteil verkehren. den Beschenkten also nicht ärmer machen dürfe, als er ohne die Schenkung gewesen wäre/' Das Reichsgericht setzt weiter auseinander, daß die beklagte Kirchengemeinde nach Lage der Umstände die Entwertung der Schenkung nicht vermeiden konnte, zumal sie nach den Paragraphen 634 ff., 643 ALR. II. 11 Verwaltungsordn, für das kirchliche Vermögen in den östlichen Provinzen der Preutz. Landeskirche vom 17. Juni 1883 Paragraphen 313, 32 lkirchl. Ges. u. Ver.-Bl. von 1893 Nr. 4, S. 23) zu mündelsichcrer Anlage verpflichtet gewesen sei, und daher die Entwertung dem Klageanspruch gegenüber geltend machen dürfe. Zu demselben Ergebnis kommt das Reichsgericht nach den aus den Umständen zu entnehmenden Willen der Parteien, datz der Anspruch auf Vollziehung der Auflage nur solange gegeben sein solle, als die Schenkung einen ausreichenden Zinsertrag gewähre, weil der Schcnkerin nicht der Wille unterstellt werden könne, an der Gefahr der Erhaltung der 7500 Mark dauernd tcilzunehmen. Die vollständigen Entscheidungsgründc dieses interessanten Urteils sind in einer Reihe von Fachzeitschriften veröffentlicht, u. a. in der Monatsschrift des Verbandes der Friedhofsbeamten Deutsch, lands, .Ter Friedhof", vom Februar 1926, Seite 15. auf die hier veriviesen wird. lAus dem Breslauer Jüd. Gem.-Bl.) Dr. R. Hilfsverein der Deutschen Juden Am 16. Mai 1926 fanden in Berlin im Logcnhaus unter Vorsitz von Herrn Dr. James simon eine Sitzung des Zentralkomitees, die Generalversammlung des .Hilfsvereins der Deutschen Juden und im Anschluß daran eine Festsitzung anläßlich des 25jährigcn Be» stcheus des .Hilfsvercins der Deutschen Juden statt. Teilnehmer an den Sitzungen waren aus allen Teilen des Reiches erschienen, so aus Hamburg, Bremen. Stettin, München, Ehemnitz, Dresden, Frankfurt a. M., Teffau, Breslau. In das Zentralkomitee wurde Herr Ernst Waller, Frankfurt a. M., gewählt, in den gcschäftsführendcn Ausschuß Hermann Marx, Direktor der Deutschen Bank in Königsberg t. Pr., Herr Fchr, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Berlin. licht. richtsjahre eine über 200 000 ' t auszuwenden, rnd Benas Levy ralkonsul Eugen sobald die Zeit- ÜläumSfonds des Die Eingänge des Hilfsvercins haben im B Zunahme erfahren und es dem Hilfsverein ermög! Mark auf den verschiedenen Gebieten seiner Tätigkfi Als Revisoren wurden die Herren Georg Tietz wiedergcwählt. Auf eine Anregung von Herrn Genc Landau beschloß die Mitgliederversammlung, daß, Verhältnisse es gestatteten, die Schaffung eines Jul Hilfsvereins in dje Wege geleitet werden soll In der Festsitzung führte der Vorsitzende aus, des Judentums mit besonderem Nachdruck seit lantzerheben, die Juden seien international, d. h. eS Zusammenhang unter sämtlichen über die Welt hängern der mosaischen Lehre. Dieser Saß sei vob akzeptieren, aber nicht als Anklage, sondern als Lch> lüdische Staat zusammengcbrochen war, verließ der Bewohner Palästinas das Land der Väter uii i>l alle Richtungen. Seitdem sei es leider den gewesen, durch alle Jahrhunderte ein Gegenstand Neides und der Verfolgungen durch die Völker, in lebten, zu werde». Ter Zeiten und der Land« schwerem Drucke unterlagen, seien nicht viele gemc den zu höherer Zivilisation gelangten Teilen der 18. Jahrhundert ein Umschwung zu ihren Gunsten Unter seiner Wirkung konnten von nun an die In Grade zur Blüte des Staates, in dem sie lebten sie waren nun auch imstande, ihren Glaubensgenosse sal sich nicht gebessert hatte, eine Stütze zu werdf sprachen sie einem tief in ihrem Herzen Wurzelsie empfanden Wohl und Wehe ihrer Glaubcusgetz Sitz immer war, wie ihr eigenes Wohl und Wehe; und religiöse Zusammenhang blieb unverändert in sein lebendig. Dieses unzerreißbare Band zwischen sei der Internationalismus, auf den sie stolz ~ Juden bestrebt seien, das Los ihrer Glaubensgci heben, so könne diese Wirksamkeit unmöglich eine sondern sie müsse eine die Wohlfahrt der Nationen die Ausübung einer Kulturmission im Gclvande Solchen Anschauungen ' sei auch die ' Begrün Vereins der Deutschen Juden entsprungen. Es folgten alsdann Ansprachen der zahlreich erschienenen Per, treter von Organisationen, die dem HilfSvercin ihre Glückwünsche zum Ausdruck brachten. fdii dt daß die Fbinde;em die Anklage ktz stehe ein enger verstreuten Anli den Juden zu Nachdem der >er größte Teil d zerstreute sich Juden beschieden des Hasses, des deren Mitte sie r, wo sie ' nicht scn, bis sich in Erde seit dem vollzogen hätte, den in höherem beitragen, und n, deren Schick» n. Damit ent» Bedürfnisse, ossen, wo deren der geschichtliche ihrem Bewußtden Juden, das en. Wenn die ijosscn überall zu tzölkerschädigende, fördernde sein, r Humanität, des Hilfsitzdcn stung Groß-Kmif-Zase im Mi Besichtigen Sie unsere Sonder-Schaufenster -* Haben Sie schon die Neuerscheinungen unserer Buchabteilung gesehen? * Sämtliche Kontor- und Büro-Artikel * Foto-Platten, -Papiere und -Filme fast aller angesehenen Firchen .Kodak-Filme in allen Größen * Zirkus-Sarrasani-Vorverkauf Refiöenz Kaufhaus «. m. ».!

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