Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 1 (28.5.1926)
- Date
- 1926-05-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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G«mei»-el>Iatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Amtliches Organ M Gemeindevorstandes «A>WWW>niilMi«MMimm««»ii» Vrraatwortt. Gchristlelkiag: Bürodirettor L. Vloemachrr. Dresdev-Beklag: Israelitische Relioionsannciobe Dresieu - Druck: Kabn» D Coach., Dresdea-A. 2. Jahrgang Dresden, «den 28. Mai 1926 ms« Ä Nummer 1 AuS alten Akten Von E »1 i l I Teposition de s G e in e i n d e v e r in ö g e n s Am 20. Dezember 181» starb det Aelteste Simon Bondi. Er batte die Gemeindekass Schwiegervater Jsaac S! in Verwahrung, wie vor ihm lein mon Bondi. , Tie überlebei(den Aeltesten: Joel Nathan Schlesinger, Misses Lehmann, Kann übertrugen - die Kassensührung Hinterlassenc: seine Schwieger^ md seine Witwe Nanette Bondi die Kasse herauszugeben. Die Aeltesten beantragten beim Stadtrat (30. Dezember) er solle den „Bondischen V itwen" die Kasse abfordern. ■ rflörtc Frau Nanette Bondi d^irch Markus Bondi an Ratsstelle: an die Aeltesten abzuliefern, wolle sie beim Rat deportieren »nd bitte, sie den Aeltesten »:cht eher-abzuliefern, bil dieselben aus weitere Ansprache tten verzichten. Sie lieferte d als: -Samuel, Mendel Schic Michael Kaskel; Bondis mutter Eleonore Bondi lehnten es aber ab, diesen« Noch am selben Tage ihren Geschlechtsvormund habe Bedenken, die Kasse an den Nachlaß ihres Ga auch sofort an den Rat kil Gemeindekass« Schulkasse zu einem gewissen Behuf» deponiert BegräbntSkasse IkrankenhauSanst. 1400 Tlr. 350 . •350 . 226 100 (vtaatSpapiere. 37 Tlr 23 Gx. 2 PH, 0 54 0 G 0 4 * . 27 . 2 . ustd 1000 Fl. in Staatspapieren in einem Staatspapier 8)6, Markus Bondi und Appellation v immerwährend Rat, nur die Zinsen und erhalten. - Letztere widersprachen ordnung vom 11. Novembie binar 1797 gewählt ivord Veit Meyer, Joel Nathan Lehmann Aaron Emaniic>l kelc. Am 13. August 1 Bondi, Samuel Lazarus wurden Moses Lehmc.ni« 18. Februar 1814 — da Schlesinger, Moses Lehit N'iirden Kaini Samuel uyd Der Rat erstattete — bei Ansicht: Den Aeltesten gut entzogen werden (23. Januar) bei und vtz nachdem beide Teile in Standpunkt dargelegt hatjte Die Aeltesten klagten beschwerlich und undankha Zutrauen in jeder Hinsich« Abraham Bondi verlangten infiter e Deposition der Papiere b^im die Barschaft sollten die Aelte ren und legitimierten sich: Laut Ver » Ratsakten 42, 00 Simon Bondi erfolgte Tepsisi betr. 1816. enn bar. r 1797 sind als Aelteste am 3. n: Wolf Nathan, Salonion Bo Schlesinger, Samuel Lazarus, nur 3e idi. , Seligmann Meyer, Joseph L!atznach dem Tode von Salorion und Lehmann Aaron Emanpel, und Simon Wolf Bondi, noch die Aeltesten Joel Nathan lann und Simon Bondi lebten, Mendel Schic zugewählt. Januar 1817 — Bericht und var könne die Administration richt Die Landesregierung ttat , iicm rwats die Bondische Appellatson, «inmittelbaren Vorstellungen ihren n. Januar 1817): Ihr Amt sei ehr r. Simon Bondi verdiente ihr Dariim ließen sie ihm nach seines Die nach Ableben des Judenält, sten ition der israelitischen Gemeind-« Lehmann' > Schwiegervaters Tode die Kasse. Bei dem niedrigen-Stand der Staatsr»apiere fei alles kaum 2000 Taler wert. Be« den vielen Arme», den Ausgaben für Schule »nd Begräbnis müssen sie in des Lage sein, auch über das .Kapital, nicht bloß über die Zinse» vcrsügen zu können. Es «eien der Gemeinde gesck)enkt worden: 200 Taler Legat von Leopold Horbitz zur Disposition der Aeltesten, halb für Krankeiianstalt. halb für » Schnluntcrricht, 100 Taler von Kann Samuel für Schulunterricht, . 1000 Fl. von Baron Adleesthal für die Bcgräbniskafse. Fernere Geschenke würden unterbleiben, wenn die Aeltesleu nicht die Verfügung über die Gemeiudekasse erhielten. Tie beiden Bondi -seien streitsüchtig. Diese ihrerseits stellten vor (0. Januar 1817): Simon Bondi ivar „der einzige Mann, der durch Ansehen, Kenntnis ünd Rech«tlichkeit das sich widerstrebende Interesse der übrigen vier «Kollegen zu ordnen und zu vcrcinigeu sähig n>ar." Tie Staatchmpiere seien „durch die weise Spcrsamkcit unjers verstorbenen Verwandten, des Aeltesten^ Salomon Simon Bc-ndi und des Kassierers Js-ae^Bondi uiiihsani gesammelt und zu-dem Zweck ausbenwhrt worden, uni bei einer sich ereignenden unvorhergesehenen, zum allgcineincn Bosten der Gemeinde dienenden Ausgabe, die ärmeren GeineiuceuiitgliFdcr nicht in die Verlegenheit einer ihre Kraft übersteigenden Beisteuer z» sehen." -Sie seien aber nicht „zum willkürlichen Verausgaben von vier Individuen geeignet", sie «eien ein „heiliges Depositum für geheiligte Zwecke", unl«iäußerliches Gesaniteigeiituin der ganzen Gemeinde. Wer ksf-nne die Notwendigkeit und Nützlichkeit ihrer Verwendung tjcffcr beurteilen, als die Lbrigkcit? Es fei ja auch so mit dl»i Vermögen der Zünfte. Tie vier Aeltesten verfahren «Willkürlich. Einer von ihnen habe eine namhafte Summe aus der Gemeindck. sie erborgt, er verfolge nur das eigene Interesse. Ein andrer küminere sich seit Jahren in träger Indolenz nicht um Gcnicindeangelegenhcitem Ein dritter, von dem ewigen Treiben seiner Handluiigsspeknlationen iertgcrissen, lmbe nicht einmal die erforderlichen Kenntnisse dazu erlangt, ein vierter vermöge den Mangel an Erfahrung nicht hinlänglich duich guten Willen zu ersetzen. Tic beiden Bondi appellierten nochmals (3. März 1817): Aach dem Reskript vom 11. November 1795 solle es sieben Aelteste, einen Kassierer, einen Kontrolleur geben. Jetzt »eien nur vier vorh. ndcn, die sieben seien bis auf Joel Nathan Schlesinger abgestorben. .Shiiiii Samuel besorge die Kasse, cchlesinger schulde der Gemeiudekasse. Sie beantragten Ergänzung der Vorsteher auf «leben, diese sollen dann einstimmig einen Kassierer und Kontrolleur wählen. „Wir allein stellen den Antrag, weil in unsrer Gemeinde kein Gciiieiiigeist herrscht, keiner sich um Geincindcangelegenheiten kümmert und die (Gemeinde zu allem schweigt, was don Aeltesten über sie zu beschließen beliebt." Schlesinger möchte Die Lesehalle ist in der Zeit vom 17. Mai bis 3. Oktober dieses Jahres Sonntags von 11 bis 12'/, Uhr mittags und Mittwochs von 7 bis 9 Uhr abends geöffnet