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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-03-28 · 11 (28.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
1 (1925-1926)
Issue
11 (28.3.1926)
Date
1926-03-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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eile 8 Gemeindeblatt der Israelitisch Religionsschule der Ifr. Religionsgemeinde Dresden ' Darneue 2chuljahr ltcginnt am 12. April Tic Anmcldirng neucinlrelendcr minder kann in dcr Reii gionsschiile. die die Binder besuchen sollen, erfolgen, und zimir liir die Retigionsschulc in der I. Bylksschule, Penalozzistraße 2. vrcfc Pillnitzcr Trraße, . " a in M i 11 ii’ o cti. d e in I t. A p r i l. v o n :4 b i s 4 Uck r; riii' die Religionssch»!e in der 2. Volksschule. Earolasrraßc 1, Ecke Reirltahnnraßc. am- M oniii g. d c in >!>. A p r i l. v o n .4 l'ic- 4 II b r. Zerncr^ nekmien die -Zerren Rabbiner Änineldiingen ivährend ihrer Sprechstunden entgegen. Die Eltern werden gebeten. ilirc Kinder mit der Airnicldnng iiir Volksschule zugleich auch z,ur Religionsschule anziiinelden. T^r Unterricht in nnenigcltlich. D r ee^n.^i,n Mär,'. 102<>. ' Tic Lchullcitung. gum Beginn des Religionsunterrichts T>rr Indent t:n bar die allgemeine 2ifmlpflidit zuerst eingesükri imj sie «I» religiöse fordernng hiisgci'leUr. 2ck»on im Jahre 7U .o. d. g. Z. ivurde.ii in allen grüneren Dtädten schule» gegründet and Lehrer nngeitellr, denen alle. .Binder im Älter von fccfi-5 l*is ''eben ,'«?tucn;nm ltiitcrrian zugesührt werden mußten. .Inch wen» ein KinS in diesem Alter noch nickt giltbegreifen konnte, durfte e-.- doch nickt der 2chnlc Fernbleiben.. Durch das Zusamm.üützen mit den Altersgenossen sollte der tf-ifcr geweckt werden. Jriinzeüig winde also der Wert der religiösen Unterweisung erkannt. 2o uvr*: dar- Judentum für dar- Iliiterrickisivesen babnbreckc >d. >?cu:: haben wir für den allgemeinen Schulunterricht einen gesetzt . I'cken Dchulgvang, dcr einen beitimmten Dag und eine bestimmte 2trnde für den 2cl,nlanfang oorsckrcidt. Zur festgesetzten Zeit versammeln sich die A beschützen, große Zuckertüten im Arme, in der Dckulnnbe. Wie strahlend und e'rivckrtangsvoll sind die Angen der >tleinen auf all da-:- Neue gerichtet, uns sie umgibt! »einem Batcr und keiner Mutter würde es in den «in» kommen, IVLUN. nickt c.us.e.rordenilichte Körperschivacke oder ein andres (Kebrcckcen dcs Kindrs rorliegt, den. 2ck»la»sang einige Monate oder ,far Jahre en Re lif.o:rsgem ein de Dresden 'Nr. 1l I.inauszuschieben. ^!e technische Unmöglichkeit eines solchen Vorgehens leuchtet chnen ein. > . Wie stecht cs nun urit unscrm Religionsunterricht, dcr einem gesetzlichen Lchul^vange nicht unterliegt? Viele Eltern suchen '>.,.z Aengstlickkeit und zu großer Liebe für ihr Kind den Begui» des Rcligionsuirtcrrichts so tvcil wie möglich hjnauszuschieben, um das Kind in den ersten Schuljahren »röglickft wenig anzustrengen i'.no ckm recht viel Freiheit zu lassen, Ist eine Religionsstunde iröavi.tlich aber eine Belastung der Kleinen, die doch im erneu 2ch»Iiotrrnur zwei, höchstens drei Unterrichtsstunden täglich haben? Bedenken, die Eltern gar nicht die Schwierigkeiten, die durch einen ungleichmäßigen Schulanfang sich für die Zusammensetzung einer solchen Klasse ergeben, in der das Alter der Schüler zivischen sechs und zehn Jahren sclnextiikt? Zu einem sechsjährigen Kinde wird uns man müß anders sprechen, als zu einem zehnjährigen. Was das sechsjährige mit Bewunderung und gläubig aufnimmt, daran übt das zebnjährige sckwu Mritif und zerstört manchmal durch »lick schickte Iragen und Antworten die (Yemntsvorstellungen seiner jüngere» Mitschüler, die einer Verständnis- und liebevollen Behandlung seitens des Lehrers bedürfen, setzt man aber das spätcr eintletcnde, nock, nnvorbercitcte Kind in eine seinem Alter entsprechende, sorgfältig geleitete Klasse, so kann cs dem Unicrrickn nicht folgen, sitzt nnintcressiert da. und die Jrende an dcr Rel;g.onsstunde wird ibm geraubt, ja manchmal führt solch ein ivillkürlicher Schulaiinmg dazu, dag das Kind damit bald wieder aiirböri. ■“ Es in eine große Freude für den Lehrer, eine Klasse mit gleichaltrige» Kindern langsam in die Religion cinzufübren und sie mit den Lehren, si:tcn und Olebräuckren vertrant zu machen. (slcrade d,,s. junge (rlcinüt iit so empfänglich, denn in jeder Kindesseele schlummert die Abnnng dcr iitottbeit, dc,s (Geheimnis dcr Religion. Da ick die Anfangsklassc unterrichte, kann ich aus Erfahrung sagen, die Kinder kommen fast alle gern zu dieser Religionsstunde. die — wie sie mir oit sagen — ganz anders als die richtige Tch il- Üunde iit. - Die (beschichtete locken dic^ Kleinen. Rickt glaube inan etive', daß in der Religionsstunde Disziplinlosigkeit, Ilnordnnng ode: schlechte Manieren der Kinder herrschten. Die "gleicht der Schulstunde in ihrer äußeren Dis;ipliu, unterscheide: sich aber merklichvon derselben in ihrer Ttrnktur und in der Wirkung aus das (tlemütslcbeii der Kinder. Tie sfurch.t der Eltern, daß die kleinen Kinder sckwn im ersten siahre 'mit sdebräisck geplagt werde», iit ganz i,nbegr'ü»det. Dcr Bechn» des hebräischen Unterrichts ist Residenz Kaufhaus

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