Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 1 (1925-1926)
- Issue
- 10 (28.2.1926)
- Date
- 1926-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 10 ®e neindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Seite 9 Keren-K ijemelh Lejisrael t Jüdischer Nationalfonds, e. V.) Der Keren-Kajcmcth Lejisrael erwirbt Boden in Palästina mit Hilfe freiwilliger Spenden. Bisher hat der Keren- Kajenicth Lejisrael LOOOlfO Dunam czirka 20 000 Hektars Erbpacht gegeben. Zentrale fiir Deutschland: Berlin W 1J5, Mcinekcslr. 10, Postscheckkonto: 28 247, Berlin. Sekretariat fiir Dresden: Teestr. 7, 2. Telephon: < m): 10 11 701. 5. Ausweis, Allgemeine Dr. Klee 37,70, M.. M. Hain .. L. u. T. danken Herrn Ikcnlce Büchscnlccrung (von 5 M. , 16,50 M„ H. Markus 16,34 M Weiner Hirsch. 11.25 M., <3. Kleinhohn 10 M.. Lloseless Eve Ikenberg 8 M.. Dr. B. Hurwitz 6 M.. Dr. Lev» t haus 6 M„ M. Natotvitz 5.30 M., Hermann 5.30 M. kranz 5.35 M.. Dankner. 1 Dt. Langer, L. Macrzon. L. Nosenbcrum. M. Roscnl>ai Saporta. Schcier je 5 M.. _ Frau Hcinemann 5 M„ Th> Spenden: Sammlung b. Portr.rg mann 10 M., A. Rosenstcrn 10 Mi, rg für ertvicscnc Gefälligkeit' 4 M. ': H. Schocken 20 M.. B. Simon L.Habermann 11,50 M.Ä.Siinonj, HuNvjtz 10 M-, L. Ikenberg 10 'lii Dt.. Ziegel 8,50 M., Hanna un> Hirsch 7 M.. Eh. Mth 6,85 M. M.. Schwester Lea 6 M.. A. Weis, 5.50 M.. Zionistische ErtSciru.p, Th. Jtzkowitz 5,30 M.. L. Rosen, Äuhrinann, Fürstenfcld, Krohnheim Frau R. Mäher. T. Piünkowski m, B. Sonnabend. M. Sonnabend l'.'osfizki 7 Dt., H, Sach? 6.50 Dt., rncr 5 M. ^Zionistische klrtsgruppe Dresden Burtrag Tr. Klee, lieber und anderen Dingen. Auch sprach Herr Rcchtsaniv. Dr. Alfred Klee, Berlin. am Dienstag. dem 2. Februar, in dem üb ner KpnzertbaufcS. Die vor anftciltete Perjainnilung w Herrn Pionkolvski, eröffnet einem Problem. dirs beute der Redner, dag n>an sich Anstcrdein legt auf. Wenn Reichsminister neun Millionen Deutsche lioncn,. die in Deutschland Zentren der deutschen Kultur sic must dieses Zentrum erst Anschliestcnh besprach der der Anklagebank sag nicht das Thema „Poni Protest Steiger ein Wort an unsere Jugend". rfüllten grosten Saale des Dresdner Zionistischen 17rts,iruppe vtrurdc von deren 1. Vorsitzenden, Vom Völkerbünde ausgehend, alle Staaten beschäftigt, bemerkte noch am Anfang der Entwicklung befinde. Die Enttäuschung wachse, je langsamer sich die neuen Ideen durchsetze», von drnfn man 1010 und 1020 glaubte, dass sic bereits völlig gesiegt hcjb n. Der Völkerbnndgedankc Ivirrde von der jüdischen Welt srenpig begrünt, tveil er echt jüdisches der Völkcrbundrat die letzte Instanz, die über das Pc lästinainandat zu entscheiden bat. Insbesondere Deutschland n üstte bei seinem Eintritt in den Völkerbund zur, Anerkenn»»« dieses Mandats verpflichtet sein. der WlkcrOnnd den Schutz der Minoritäten Stresemann kürzlich fcststclltc. dag c ustcrhalb Deutschlands leiten, so haben die neun Millionen dich einen Rückhalt an den 50 Mil» wohnen, lind sic können mit den in Verbindung bleiben. Die zer streuten fünf Millionen Iudm haben kein Hinterland und für geschaffen werden. Redner, den Steigcr-Prozcst. Auf ___ . .. der einzelne Mensch Stanislaus Steiger, sondern das ganze stolnischc Judentum. In der,ersten Instanz, dem Lcmbcrgcr Standgericht, habe die Verurteilung des unschuldigen Steiger an einem Haar gehangen, die Folgen des Todesurteils fit' das polnische Judentum wären unabsehbar gewesen. Man kann stch denken, was es beistt, wenn -durch ein Gerichtsurteil sestgestellt wird, dast ein Iuoe einen Mordversuch auf den Staatspräsidenten gemacht bat, dnst die Juden also ein illobc les Element seien. Wir erinnern uns noch zu gut des Drenfust-ProzesseS und des BciliS-Prozesses, um nicht zu Ivisseic. was das bedeutet. Er gab dann eine eingehende Schilderung des Prozestverlaufe?. Gegenüber der unsicheren La,e der Juden gibt eS einen Licht». Punkt. Das ist die mannhafte Haltung, mit der das polnische Judentum und das Judentum der ganzen Welt diesen An» griff auf seine Ehre abgcwckrt hat. Eine Ausnahme bilden nur gewisie Teile des deutschen Judentums, deren Haltung man überhaupt nicht mehr hegreifen, könne. Man kann heute nicht mehr verstehen, tvie e? möglich war, dast deutsche Juden ihre und auch die nichtjüdische Presse von dem Protest gegen den drohenden Justiznwrd abzuhalten versuchten. Eine ähnliche psnchologische Einstellung zeigen beute nur noch die ungarischen Juden, für die Kürzlich erst"ein Vertreter erklärte, er sei bereit, die bürgerlichen Rechte der Juden in Ungarn zu opfern, wenn die'Integrität Ungarns dadurch gewahrt würde. Wir verstehen diese Angstgefühle heute nicht mehr, wir sind aus anderem Holz. , Sein Schlustwort galt her Jugend, die er dringend ermahnte. begeistert sich für die zionistischen Ziele einzusetzen. verein jüdischer Händler und Angrstelltrn Dresden Am Sonnabend. nd. dem 30. Januar 1086, veranstaltete der Ver - r Händleriund Ange st eilten im Logen. haus, Blumenftraste, eine Protestversammlung init dem Thema: P r o t e st a l l e r i n Dresden wohnenden p o l n i sch e n Staatsangehörigen gegen die schlechte Behändlung der Deutschen in Polen. Tie Persammlung war von etwa 500 Personen besucht; starke Diskussion, aufmerksame Beteiligung aller Anwesenden. Einstiininig wurde folgende Entschlicstung gcfastt: .Den in Deutschland lebenden Polen werden seitens der deutschen Regierungsstellen den Verhältnissen nach durchaus beachtenswerte Lebensmöglichkeitcn gewährt, während dies in Polen Deutschen gegenüber nicht der Fall ist. Polen und Deutschland sinh wirtschaftlich so eng verbunden, das; nur gegenseitige Freundschaft den beiderseitigen Staatsangehörigen nützlich sein kann. Wir bitten deshalb die polnische Regierung, die allen Deutschen in Polen gegenüber drückenden und erbitterten' Matznahnleu zu unterlassen und, soweit solche bestehen, diese aus. zuheben," Diese Enlschlietzung wurde der Warsclwucr Regierung übersandt. verein jüdisctwr Handwerker Dresdens und Umgebung _ Am 3. März, abends 8 Uhr, findet im Sitzungszimmer der Synagoge eine Generalversammlung statt. Tagesordnung: n) Bericht des Vorstandes, I») Ergänzungswahle», o) Aussprache. Im Marz sind ferner vorgesehen: 1. ein Vortrag von Dr. Eohn. Possen, und 2. ein gemütliches Beisammensein. Im Januar ist die Vcrcinstätigkeit in vollem Ilmfange wieder aufgenommen worden, nachdem sie im Dezember durch das Effenhaltcn der Geschäfte und die vielen Feiertage inS Stocken geraten war. Die erste Monätsvcrsammlung fand am 20. Januar, 7'A Uhr iitt Israelitischen Gemeindeamt statt. Herr Rabbiner Dr. Wolf hatte in liebenswürdiger Weise , einen Vortrag mit dem Thema: „Religion und Wirtschaft" übernommen. Er legte in austerordentlich fesselnder Weise die Zusammenhänge von Religion und Wirtschaft dar, die äusterlich nicht zu,' bestehen scheinen., und erläütertedies unter kritischer Besprechung der Werke 'von Sombart über „Judentum und moderner Kapitalismus" und Earo, „Die Jude» und das Wirtschaftsleben im Mittelalter". Am 28. Januar fand im Johanncshof der erste -gemütliche Aliciid mit Tanz scatt, der den Mitgliedern Gelegenheit zum Sichkennenlcrnen und privatcvc GedankenauStansch gab. Beide Veranstaltungen ivaren gut besuchi. ES sind auch für die nächsten Monate Vorträge »nd gcfelligc Veranstaltungen vorgesehen. Ter Beitritt sämtlicher Dresdner jüdischer Handwerker ist notwcudigi ' Anmeldungen werden jederzeit vom Vorsitzenden, Herr» Architekt BDA. L. Lustig, Dresden, Prager Straste 54, entgegengenommen. Eintrittsgeld 1 M„ MonatSbcitrag l M. ., , » Jüdischer Kulturverein zu Dresden Ter Jüdische Kulturverein hat nach längerer'Pause seine Tätigkeit in vollem Umfange wieder ausgenommen. Am 0/ Januar fand eine LrganisationSversammlung statt, bei welcher Herr- Lbcr> rabbiner Tr. Schornstein ein Referat hielt. Seine glänzenden Ausführungen über die Aufgaben eines jüdischen Kultnrvereines machten auf alle Zuhörer tiefen Eindrlnk. Am 24. Januar fand eine austcrordentliche Generalversammlung statt, bei der folgender Vorstand gewählt wurde: Herr Kantor Hofsteiu (1. Vorsitzender), HerrBcnno Korn (2. Vorsitzender), Frl. Tora Rcginbogin l l. Schriftführerin). Frl. Katz (2. Schriftführerin), Herr I. Frcnkel (Kassierer), Herr Rubini Hofstcin und Herr I. Stahl (Bcifitzer). Der neue Vorstand veranstaltete am 30. Januar einen Vortrag über, Judentum und Talmud, gehalten von dp», 80jährige» Jubilar Herrn Jacob Bickel. Der Redner verstand, trotz seinem hohen Alter, alle Zuhörer bis zum Schluffe zu interessiere». Seine Ausführungen BRAU MCI IIU. .llll l I, DresdnerRaumkonsl V. Reisewitz * Billigste Bezugsquelle » fiir erstklassige Möbel aller Art * Viileneinrichtungen/Innenausbau Polstermöbel / Stoffe / Gardinen / Dekorationen- * m > K|insf0ewerbe f KOHLEN X' > Inh.i Tai.i au Brannatoff - Vartrlab — »-■-■ BlAenle« 47 o Feterstraa* 7» e Tal. ■ B8B47