Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 1 (1925-1926)
- Issue
- 10 (28.2.1926)
- Date
- 1926-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 10 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden fchlußfassung darüber wurde ausgesetzt), vo» dem Schreiben des Sächsischen is, »elitischen Gemeindeverbandes, die Hochschule für die Wiffenschaft d!s Judentums in Berlin betreffend, 2. Geschäftseinteilung des Vorstandes, Neuwahl der Ausschüsse usw. Der erste Teil dieses' Beratungsgegenstandes, „Geschäftseinteilung des Vorstandes", wurde durch die Erklärung des Vorsitzenden. bei Eröffnung der Sitzung erledigt. Grundsätzlich wurde beschlossen, in den Fällen, wo nicht ein Mitglied des Vorstandes Vorsitzender d^s Ausschusses oder der Kommission ist. dem Ausschuh oder der Kommission selbst -die Wahl des Vorsitzenden aus seiner Mitte zu überlassen. In den Synagogenausschuß wurden für das Jahr 1926 gewählt die Herren: Max L e v i als Vorsitzender, Alexander B u ck - witz, Joseph«Cohn, Tr. Leo F a n t l, Sally H u r w i tz, Siegmund L i f s ai a n n , Paul Lehmann, Mqx L e s s e r, Direktor M. Zucker. Die in der Sitzung'anwesenden Herren erklärten die Annahme -'der Wahl. In den Schulaus schuh wurden für das Schuljahr 1926/27 gewählt die Herren: Siegfried Pionkowski als Vorsitzender, Dr. Richard Elb, Ludwig Jkenberg, Tr. John L e v tj, Siegmund Lisfmann,. Direktor Erich Schap ira, Direktor M. Zucker, «ferner die Herren: Rabbiner Prof. Dr. Winter, Rabbiner Tr. Albert Wolf. Die in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme der Wahl. In den Friedhofsausschuh wurden für das Jahr 1926 gewählt die Herren: Rechtsanwalt Paul S a l i n g e r-'als Vorsitzender, Baumeister Fritz Brauer, Joseph Lohn, Direktor Julius H i r s! ch, Paul Lehmann. Die in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme der Wahl. In den Sich ächtaus schuß wurden für das Jahr 1926 gewählt die Herren: Paul Lehmann, Joseph Cohn, Sally Hurwi tz, Dr. John Le vh, Jacob Reinhold, überdies gehören dem Hchächtausschuh bis auf weiteres an die Herren: M. Hausmann als Delegierter des Perbandes Ostjüdischer Organisationen, Ortsgruppe'Dresden, A. L. Loewenthal als Delegierter des Vereins „Adas Jeschurun", Rabbiner Prof. Tr. Winter, Rgbbincr Tr. Wolf und der Gemeinde-Tajan Rabbiner Horowitz. Der Schächtausschuh wählt den Vorsitzenden aus seiner Dsitte. Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme cher Wahl. In den Finanzausschuß wurden für das Jahr 1926 gewählt die Herden: Siegfried Pionkowski als Vorsitzender, Egon F e u e r st e i n, Direktor Arthur G l a u b e r, Direktor Julius Hirsch, Rechtsanwalt Tr. Hirsch, Siegmund L i f f mu n n, David P e l z. [ Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme der Wahl. In den Rsichtsausschuß wurden für das Jahr 1926 gewählt die'Herren: Rechtsanwalt Paul Sali nge r als Vorsitzender, Direktor Arthur G l a u b e r, Rechtsanwalt Dr. Hirsch. Die in der Siguna! anwesenden Herren erklärten die Annabme der Wabl. In den Bibliothefsausschuß wurden'Tütdas Jahr 1926 gewähltste Herren: - Sanitätsrat Tr. S. Salzburg als Vorsitzender, Direktor M. Zucker als stellvertretender Vorsitzender. Tr. Hirsch, David Pelz. Die in der Sitzung erren erklärten die Annahme der Wahl. tessekommission wurden für das Jahr 1926 Zerren: Egon F e u e r st e i N, Paul Lehmann, 1 elz. Die Pressekommission wählt den Mitte. Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme der Wahl. In den Ausschuß für das Henriettenstift wurden für-das Jahr »926 gewählt die Herren: Oscar Lesse r als Vorsitzender, Siegfried Pionkowski, David Pelz. Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklärten die Annahme der Wahl. In die SteuerberufungS-kommission wurden für das Jahr 1926l gewählt die Herren: aus dem Gemeinderat: Direktor Arthur Glauber, Dr. John L e v y, aus den steuerpflichtigen Gemeindemitgtiedern: Robert Abel es, Leon Scheier, Rechtsanwalt Dr. Walter Schleich. Tie Berufungskommission wählt den Vorsitzenden aus ihrer Mitte. Tie in der Sitzung anwesenden Herren erklären die Annahme der Wahl. Mit der Bildung einer Kommission für die Peßach» versorguntz für das Jahr 1926 wurde Herr Sally Hurwitz betraut. Herrs Hurwitz nahm das Amt an. 3. Festsetzung des Haushaltplans für das.Jahr 1926. Nach allgemeinen Ausführungen des Vorsitzenden sprach Kollegium einstimmig die Entlastungdes Vorstandes für die Geschäfts- und Kassenfuhrung des Jahres 1925 aus. DaS Wort rrhielt sodann Herr Pionkowski als Vorsitzender des Finanzausschusses. Er führte aus: Vorstand und Finanzausschuß haben den Haushaltplan für das Kalenderjahr 1926 vorberaten. Er berichtete ssirner über die Finanz, und Steuerverhältnisse der Gemeinde und trug sodann den Entwurf des HaushaltplanS im einzelnen vor., Der Haushaltplan schließt in Einnahme und Ausgabe gleichlautend mit 270 000 M. ab, von denen 242 000 M. durch Steuern aufzupringen find. Kollegium genehmigte den HauShaltplan nach de^Borürge einstimmig. Rechtsanwalt anwesenden H In die P s gewählt die Max Lesses, David Vorsitzenden aus ihrer Bei der Beratung des Haushaltplans wurden folgende Beschlüffe gefaßt: Mit Rücksicht auf die Erhöhung der Grabstellengebühren wurden die Einnahmen beim Friedhof auf 10 000 M. festgesetzt. Der- Ausgabeposten für die Wohlfahrtspflege wurde cnst 15 000 M. festgesetzt unter gleichzeitiger Uebernahme des Gehalts der Fürsorgerin auf die allgemeinen Gehälter. Zu diesem Posten erklärte der Vorsitzende, daß mit der beantragten Summe von 15 000 M. nur die allerdringendsten Aufgaben der Wohlfahrtspflege erfüllt werden könnten und daß nur die finanzielle Notlage der Gemeinde den Vorstand heute noch davon abhalte, größere, Mittel anzufordern. Insbesondere bereite die Unterbringung»»-' versorgter und gefährdeter Kinder der Gemeindeverwaltung immer größere Sorge. Trotz allen Schwierigkeiten müsse die Verwaltung — vielleicht im Einvernehmen mit der Fraternitasloge und den Wohltätigkeitsvereinen — an die Errichtung eines Kinderheims herantreten. Er wolle nicht unausgesprochen lassen, daß die Verwaltung heute genötigt sei, jüdische Kinder in christlichen Anstalten unterzubringen. Er stellte hierauf fest, daß von keiner Seite des Kollegiums hiergegen Einwendungen erhoben werden. Im Rahmen des Haushaltplans wurden bewilligt: für die vom VerlassEschkol A.-G. in Berlin-Charlottenburg hcrauszugebende Enzyklopädie des Judentums (1. Rate) 500 M., für den Verband jüdischer Studentenvereine in Deutschland c. V., Berlin 300 M., für die Gesolei Düsseldorf 1926 300 M. In den Haushaltplan sind eingestellt worden: zur Tilgung der' Restschuld auf die Jnstandsetzungsarbeitcn der Gemeindehäuser usw. und der Kosten des Terrainerwerbs zur Vergrößerung des Friedhofs usw. 40 000 M., für Zinsen und Schuldentilgung an den Gcbr. Arnholdschcn Pcnsionsverein 8620 M., an die Grundrenten« und Hypothekenanstalt der Stadt Dresden 1764 M., Zinsen des Rcstkaufgeldes für das Flurstück 979 am Hasenberg 877 M. Eine neue Eingabe der Machsike Thora e. V. vom. 19. Januar 1926 wurde verlesen. Tie Frage der Subventionierung der Machsike Thora wurde ganz für fug behandelt und nach eingehender Aussprache und nach Ablehnung weitergehender Anträge^schließlich einstimmig der Antrag des Herrn Rechtsanwalts Dr. Hirsch, der von Herrn Hurwitz unterstützt wurde, angenommen, wonach der Machsike Thora für das Kalenderjahr 1926 eine Subvention von 3000 M. bewilligt wird. Kollegium beschloß, auf die weiteren Ausführungen in der Eingabe der Machsike Thora vom 19. Januar 1926 nicht einzugehen. Der Vorstand erklärte, daß er eine mündliche Auseinandersetzung mit Delegierten der Machsike Thora und dje von der Machsike Thora verlangte „Berichtigung" im Gemcindeblätt ablehne. Nach dem früheren Gemeindestatut vom 15. November 1912 war bei der Festsetzung des Haushaltplans der auf die Gemeindemitglieder umzulegende Kültussteuergesamtbetrag nach Maßgabe des durch den Haushaltplan sich ergebenden Bedarfs zuzüglich 10 Prozent Zuschlag zu berechnen. Auf Antrag des Herrn Pionkowski wurde in Ansehung dieser Statutenbcstimmung der Posten „Verschiedene Ausgaben" auf 14 539 M. festgesetzt. Die Verhältnisse des Synagogenchors sollen in der nächsten Sitzung des Synagogenausschusses erörtert werden. Tic Rechtslage hinsichtlich der sogenannten Eigentumsplätze in der Synagoge soll vom Rechtsausschuß erneut geprüft werden. . Die Personalangelegenhciten wurden in die geheime Sitzung verwiesen. 4. Festsetzung, einer Gemeindesteuerabschlußzahlung für das Jahr 1925. Entsprechend dem Anträge des Vorstandes und des Finanzausschusses wurde beschlossen, für das Kalenderjahr 1925 eine Gemeindesteuerabschlußzahlung von!8 vom Hundert der Rcichscinkommensteuer des Jahres 1924 zu erheben. Bisher ist für das Jahr 1925 eine Vorauszahlung von 10 vom Hundert der Reichseinkommensteuer des Jahres 1924 erhoben worden. Mit der Ausschreibung der heute beschlossenen 8prozentigen Abschlußzahlung soll noch einige Zeit gewartet werden. Der Zahlungstermin wird laut 8 3'der Steuerordnung vom 25. September 1922 vom Gemeindevorstand bestimmt. Weiter wurde beschlossen, für das Jahr 1926 eine Gemeinde', steuervorauszahlung von 10 Prozent von der Reichseinkommensteuer des Jahres 1925 zu erheben. Tie Festsetzung des Zeit. Punktes der Ausschreibung wird dem Vorstand überlassen. Punkt 5, „Schächtangelegenheitrn", wurde vertagt, da die Angelegenheit vorher in einer Sitzung des Schächtausschuffes vorberaten werden muß. 6. Ordnung für die dauernde Gräbererhaltung und Grabpflcge auf den Friedhöfen. Dem Antrag des Vorstandes und des Friedhofsausschusses entsprechend, wurde einstimmig beschlossen, die Ordnung für die dauernde Gräbererha..ung, Grabpflege auf den Friedhöfen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden wieder in Kraft zu setzen. Als Stiftungskapital wurde' vorgeschlagen: Für ein Einzelgrab 500 bis 1200 M., für ein Doppelgrab 750 bis 2000 M. Für die normale Aufwendung der Grabpflege werden, entsprechend dem Gebührentarif des Verbandes der FriedhofSbeamten Deutschlands, Gruppe Sachsen, vom 1. Januar 1926 an für ein Einzelgrab 7,50 M., für ein Doppelgrab 14 M. zugrunde gelegt. Es folgte eine geheime Sitzung.